Zeichen der Zeit erkennen





"Denn der Menschensohn kommt für alle sichtbar - wie ein Blitz aufzuckt. Die wird so gewiss geschehen, wie sich die Geier um ein verendetes Tier scharen." Mat. 24, 27- 28, Hfa)




"Unmittelbar nach dieser großen Schreckenszeit wird sich die Sonne verfinstern und der Mond nicht mehr scheinen. Die Sterne werden aus ihrer Bahn geschleudert, und die Kräfte des Weltalls geraten durcheinander. Dann wird das Zeichen des Menschensohnes am Himmel erscheinen. Die Menschen auf der ganzen Erde werden vor Entsetzen jammern und heulen. Alle sehen dann, wie der Menschensohn in großer Macht und Herrlichkeit in den Wolken des Himmels kommt." (Mit. 24, 29- 30, Hfa)




 

  

Zeichen der Zeit erkennen

 

  1. Erhebt eure Häupter!

 

Die Bibel weist auf die Zeichen der Endzeit hin und sagt uns vorsorglich, welche Zeichen vor der Wiederkunft Jesu sein werden. Wir befinden uns längst in der Endzeit. Seit einiger Zeit haben die Weltraumforscher unerklärliche Zeichen am Himmel festgestellt. Die Bibel sagt, dass vor der Wiederkunft Jesu große Zeichen am Himmel geschehen werden. Matthäus, Markus und Lukas weisen darauf hin. Wir müssen die Zeichen am Himmel wahrnehmen und die Worte Jesu beherzigen. Jesus sagt: „Wenn aber dies anfängt zu geschehen, so richtet euch auf und erhebt eure Häupter, weil eure Erlösung naht.“ (Luk. 21, 28)

 

Den Klimawandel haben Wetterforscher und Seismologen schon lange vorausgesagt. Man hat das Thema lange Zeit verdrängt oder ignoriert. Jetzt darf man offen darüber sprechen, nachdem wir 2018 in Deutschland von März bis November ein Dürrejahr mit hohen Temperaturen und Ernteausfall erlebten. Der Klimawandel hat inzwischen die ganze Erde erreicht und kann nicht mehr geleugnet werden. In Portugal wurden 2018 Temperaturen von 47 Grad Celsius gemessen. Das ist sehr heftig! Tsunamis (also Seebeben) mit nachfolgenden hohen Meereswellen hatten wir bereits im Jahre 2004 mit fast 200.000 Toten, auch häufig große Erdbeben, Überschwemmungen und starke Wirbelstürme, die große Schäden in der Welt anrichteten, auch in Deutschland. (Siehe: „Flutwellen“) 

Diese Umweltkatastrophen dürfen uns Gläubige nicht beunruhigen. Das ist uns vorhergesagt.

 

Jesus sagt:  „Wenn dies anfängt zu geschehen, erhebt eure Häupter, weil eure Erlösung naht!“ 

 

Er sagt es zu den Juden. Ist es falsch, wenn die Christen den Schlaf abschütteln und ihre Häupter erheben? Es ist sogar notwendig! Denn bevor Jesus für Sein Volk, die Juden, Seine Füße auf den Ölberg setzt, kommt Er zur Entrückung der Gemeinde, aber nicht auf die Erde, sondern in den Wolken zur Begegnung mit der Gemeinde. Den vielen Millionen Erlösten hat Jesus eine Wohn-Stätte bereitet. Nun wartet Er auf das Zeichen des Vaters zur Abholung Seiner  Gemeinde. Die Entrückung wird das größte und einflussreichste Ereignis dieses Zeitalters (Äons) sein. Als Jesus vom Ölberg gen Himmel fuhr und eine Wolke Ihn aufnahm, schauten Seine Jünger Ihm ganz erstaunt nach. Dann erschien zwei Engel, die sprachen zu ihnen: "Ihr Männer von  Galiläa, was steht ihr hier und seht zum Himmel? Dieser Jesus, der von euch weg in den Himmel aufgenommen worden ist, wird in derselben Weise wiederkommen, wie ihr Ihn habt in den Himmel auffahren sehen!" (Apg. 1, 11)

 

Damit haben die Jünger damals eine mündliche Zusage der Wiederkunft Jesu erhalten, und wir heute eine schriftliche. Jesus sprach vorher schon zu den Jüngern von Seiner Wiederkunft. Doch wir Menschen sind schwerfällig im Glauben und benötigen eine mehrfache Bestätigung Seiner Worte. Es genügt aber nicht, nur die Häupter zu erheben und gewisse Dinge wahrzunehmen; man muss auch die Knie beugen und für die Obrigkeit und für alle Menschen beten, damit wir "ein stilles Leben führen können in aller Gottesfurcht und Ehrbarkeit..." (1. Tim. 2, 1- 4)

Und das sollten wir umso mehr tun, je chaotischer und brenzlicher die Lage wird.

 

 

2. Schlimme Zeiten

 

Unsere Zeit ist eine schlimme Zeit, und sie wird tatsächlich immer schlimmer, wie es Paulus vorausgesagt hat: „Das aber sollst du wissen, dass in den letzten Tagen schlimme Zeiten eintreten werden. Denn die Menschen werden sich selbst lieben, geldgierig sein, prahlerisch, überheblich, Lästerer, den Eltern ungehorsam, undankbar, unheilig, lieblos, unversöhnlich, verleumderisch, unbeherrscht, roh, dem Guten feind, Verräter, leichtsinnig, aufgeblasen; sie lieben das Vergnügen mehr als Gott; dabei haben sie eine äußere Form von Gottseligkeit, deren Kraft aber verleugnen sie. Von solchen wende dich ab!“ (2. Tim. 3, 1- 5)

 

Ein kraftloses Christentum, welche die Liturgien und die äußeren Formen in den Vordergrund stellt, aber die Kraft des Wortes Gottes verleugnet, gibt es schon sehr lange. Menschen, die Jesus nicht persönlich kennengelernt haben, die haben auch die Kraft Gottes nie kennengelernt. Bei solchen kannst du weder die Kraft Gottes noch die Gotteserkenntnis kennenlernen. „Von solchen wende dich ab!“

 

Den wahren Christen wird es hart ergehen, sagt der Apostel. Und alle, die gottselig leben wollen in Christus Jesus, werden Verfolgung erleiden. Böse Menschen aber und Betrüger werden es immer schlimmer treiben, indem sie verführen und sich verführen lassen.“ (2. Tim. 3, 1; 12, 13)

 

Tatsächlich: Das Böse nimmt zu an Heftigkeit und Ausmaß in unserer Zeit, in unserem Land und in der ganzen Welt. Paulus spricht hier von den letzten Tagen bevor Jesus für die Gemeinde wiederkommt. Wir leben in den letzten Tagen, denn wir erfahren täglich, was der Apostel vorausgesagt hat. Der geistliche Verfall und Abfall von Gott nimmt auf allen Ebenen zu; und der Alltag da draußen bestätigt, was die Bibel sagt. Die Bosheit vieler Menschen spricht von einer gerichtsreifen Zeit. So war es schon zu Noahs Zeit und zu Sodoms Zeit; so ist auch heute wieder. (1. Mo. 6, 5; 18, 20; 19, 13)

 

Es ist gefährlich geworden, die Wahrheit zu sagen und gleichzeitig bestimmte Namen zu nennen, wie der Fall Jakob Tscharntke klar beweist. Für wahre Worte will man ihn vor Gericht ziehen. Die Wahrheit schmeckt manchen Leuten nicht. Wer es noch nicht weiß und auch nicht spürt, dem sei es gesagt: Die Zeit der Drangsal für Gotteskinder und für Juden hat längst begonnen. Aber die "Große Drangsal", von der Jesus sprach, und auch der Prophet Daniel, die steht noch bevor. Jesus hat auch vorhergesagt, dass die Liebe in vielen erkalten wird. Ja, die Kaltherzigkeit, die Brutalität und die Gewalttat haben sehr zugenommen.

Heute ist nichts nötiger als Gebet und Fürbitte für die Obrigkeit, die Könige und für alle Menschen! (1. Tim. 2, 1- 2; Röm. 13)

 

3. Die Entrückung

 

Ich erwähnte schon die Himmelfahrt Jesu (Apg. 1, 11) und die erschrockenen Jünger in Galiläa. Gott sandte ihnen die zwei Engel und informierte die Jünger. Auch bei der Geburt Jesu sandte Gott Engel zu den Hirten mit der frohen Botschaft: "Fürchtet euch nicht..., denn euch ist heute in der Stadt Davids der Retter geboren, welche ist Christus, der Herr." (Luk. 2, 11)

Engel sind Gottes Diener. Sie sind schon im Alten Bund den Menschen erschienen. Sie sind von Gott ausgesandt, frohe Botschaft zu überbringen; sie werden aber auch bei den Gerichten Gottes in Aktion treten, und beim Weltende die Auserwählten aus allen Erdteilen versammeln.

Mehr als 2.000 Jahre sind vergangen; und die Gemeinde Jesu ist eine Himmelfahrts-Gemeinde. Lesen wir was die Bibel über die Entrückung der Gläubigen und über die verstorbenen Gläubigen sagt: „Denn wenn wir glauben, dass Jesus Christus gestorben und auferstanden ist, so wird Gott auch die Entschlafenen durch Jesus mit Ihm führen. Denn das sagen wir euch in einem Wort des Herrn: Wir, die wir leben und bis zur Wiederkunft des Herrn übrig bleiben, werden den Entschlafenen nicht zuvorkommen; denn der Herr Selbst wird, wenn der Befehl ergeht und die Stimme des Erzengels und die Posaune Gottes erschallt, vom Himmel herabkommen, und die Toten in Christus werden zuerst auferstehen.“ (1. Thess. 4, 14- 16)

 

Bei der Entrückung werden zuerst die in Christus Verstorbenen auferstehen. Jesus erhielt Vollmacht, Tote aufzuwecken und Gericht zu halten. (Joh. 5, 27; Mat. 25, 31f) Er sagt Selbst: „Verwundert euch nicht darüber! Denn es kommt die Stunde, in der alle, die in den Gräbern sind, Seine Stimme hören werden, und sie werden hervorgehen: die das Gute getan haben zur Auferstehung des Lebens; die aber das Böse getan haben zur Auferstehung des Gerichts.“ (Joh. 5, 26- 29) Alle Toten müssen auferstehen! Jesus wird alle Toten rufen, die einen zur Entrückung, die anderen zum ewigen Gericht. Hierbei muss unterschieden werden zwischen Jesu Gericht auf der Preisrichterbühne und dem Gericht am Großen Weißen Thron. (Offb. 20, 11f).

 

„Danach werden wir, die wir leben und übrigbleiben, zusammen mit ihnen entrückt werden in den Wolken, zur Begegnung mit dem Herrn, in die Luft, und so werden wir bei dem Herrn sein allezeit. So tröstet nun einander mit diesen Worten!“ (1. Thess. 4, 17. 18)

 

 

4. Nicht in Unkenntnis lassen

 

Paulus sagt: „Ich will euch aber, Brüder, nicht in Unkenntnis lassen über die Entschlafenen, damit ihr nicht traurig seid wie die anderen, die keine Hoffnung haben.“ (1. Thess. 4, 13)

Wir haben keinen Grund, traurig zu sein wie anderen, die keine Hoffnung haben. Paulus nennt die Ungläubigen die „die anderen“, die keine Hoffnung haben. Wir haben eine lebendige Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten. (1. Petr. 1, 3)

 

Diese Worte trösten die Gläubigen gerade jetzt in einer traurigen Zeit, die nicht mehr schön ist auf Erden. Der „Tag Jesu Christi“ wird ein herrlicher Tag sein; und je näher er rückt, desto mehr treten auch die Anzeichen des Antichristen auf. Paulus sagt, dass Verführer und Irrlehren auftreten werden. Ja, sie nehmen sogar zu. Die Vorbereitungen für den Menschen der Sünde und der Gesetzlosigkeit wollen uns ängstigen und traurig machen; aber Gottes Wort will uns trösten. Denken wir nur an die Legalisierung der Homo-Ehe, Ehe für alle und so weiter. Das ist schauderhaft. Christen müssen darum ihre Bibel lesen, auch die Propheten, damit wir nicht in Unkenntnis der zukünftigen Dinge sind, und damit wir gestärkt werden und fest im Glauben stehen. Christen müssen heute sehr wachsam sein, wachen und beten! Christen müssen auf der Hut sein.

 

Es gibt nur zwei Gruppen Menschen in dieser Welt: Auf der einen Seite die Christen, und auf der anderen Seite „alle anderen“, die Nichtchristen. Die Trennung der Gläubigen von den Ungläubigen setzt hier auf Erden schon ein. Deshalb ruft die Bibel die „herausgerufene Ecclesia- Gemeinde“ zur Absonderung auf. Der Apostel beschreibt die zwei Gruppen Menschen, die nicht zueinander passen und auch nicht zusammen gehören; (2. Kor. 6, 14-17) denn die einen sind „von der Welt“, und die anderen sind „aus Gott geboren.“ (1. Joh. 5, 19)

Das sind die Erlösten, Bürger des Himmels, die in Christus Jesus geborgen sind. Sie sind schon eingestiegen in die rettende Arche, die Gott am Ende zuschließen wird, wie Er es bei Noah auch tat. Gott lässt uns nicht in Unkenntnis. Aber die Kenntnis verpflichtet uns wiederum. „So wartet nun geduldig, ihr Brüder, bis zur Wiederkunft des Herrn... denn die Wiederkunft des Herrn ist nahe!“ (Jak. 5, 7a. 8)

 

 

5. Zeitpunkt der Wiederkunft Jesu

 

Die Jünger fragten Jesus: „Stellst Du in dieser Zeit für Israel die Königsherrschaft wieder her?“„Es ist nicht eure Sache, die Zeiten oder Zeitpunkte zu kennen, die der Vater in Seiner eigenen Vollmacht festgesetzt hat, sondern ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch gekommen ist, und ihr werdet Meine Zeugen sein in Jerusalem... und bis an das Ende der Erde!“ (Apg. 1, 7.8)

 

Wir Menschen kümmern uns mehr um Zeitpunkte und Ereignisse, statt um den Befehl Jesu. „Um jenen Tag aber und die Stunde weiß niemand, auch die Engel im Himmel nicht, sondern allein Mein Vater.“

 

Den Zeitpunkt Jesu Wiederkunft kennen wir nicht. Aber Jesus hat uns gewisse Erkennungszeichen für Seine Wiederkunft mitgeteilt: Wie es aber in den Tagen Noahs war, so wird es auch beim Kommen des Menschensohnes sein. Denn wie sie in den Tagen vor der Sintflut aßen und tranken, heirateten und verheirateten bis an den Tag, da Noah in die Arche ging, und nichts merkten, bis die Sintflut kam und sie alle dahinraffte, so wird auch das Kommen des Menschensohnes sein.“ (Mat. 24, 36- 39. 42) 

 

Die Tage Noahs waren Gerichtstage, und der Tag Jesu wird auch ein Gerichtstag für die Menschen sein, die Gott leugnen. „So wachet nun, da ihr nicht wisst, in welcher Stunde euer Herr kommt! Von den Zeiten und Zeitpunkten aber braucht man euch Brüdern nicht zu schreiben. Denn ihr wisst ja genau, dass der „Tag des Herrn“ so kommen wird wie ein Dieb in der Nacht.“ (1. Thess. 5, 1- 2; Joel 2,11; Off)b. 6, 17)

 

Mit „Tag des Herrn“ ist der große Gerichtstag Gottes gemeint, im Gegensatz dazu der „Tag Jesu Christi.“ Der Tag der Wiederkunft Jesu ist für die, die nicht daran teilhaben, schon ein Gerichtstag

 

Für diejenigen, die Jesus erwarten (Hebr. 9, 28), wird der Herr nicht wie ein Dieb (plötzlich und unerwartet) kommen. Hast du schon einmal unerwarteten Besuch bekommen? Es klingelt an der Tür, aber es ist nicht der Briefträger, sondern ein Gast, mit dem du nicht gerechnet hast. Wie reagierst du? „Ach, ich habe noch keinen Hausputz gemacht?“

 

Wer Jesus nicht erwartet, wird Ihn auch nicht sehen, wer Ihn erwartet, muss sein Haus in Ordnung haben. Wir sollen allezeit bereit sein. „Unser Bürgerrecht aber ist im Himmel, von woher wir auch den Herrn Jesus Christus als den Retter erwarten!“ (Phil. 3, 20)

Also warte auf deinen Heiland indem du betest: "Komme bald, Herr Jesus!" 

 

 

6. Alle schliefen ein

 

„Habt acht, wachet und betet! Denn ihr wisst nicht, wann die Zeit da ist. Es ist wie bei einem Menschen, der außer Landes reiste, sein Haus verließ und seinen Knechten Vollmacht gab und einem jeden sein Werk, und dem Türhüter befahl, dass er wachen solle. So wachet nun! Denn ihr wisst nicht, wann der Herr des Hauses kommt, am Abend oder zur Mitternacht oder um den Hahnenschrei oder am Morgen; damit er nicht, wenn er unverhofft kommt, euch schlafend findet.“ (Mk. 13, 33f)

 

Jesus reiste außer Landes und verließ die Gemeinde. In dem Gleichnis von den zehn Jungfrauen, die ihre Lampen nahmen und dem Bräutigam entgegen gingen, lesen wir: „Als nun der Bräutigam auf sich warten ließ, (2. Petr. 3, 3f) wurden sie alle schläfrig (auch die klugen) und schliefen ein. Um Mitternacht aber entstand ein Geschrei: Siehe, der Bräutigam kommt! Geht aus, ihm entgegen!“ (Mat. 25, 5- 6)

 

Die Verzögerung der Wiederkunft Jesu ist durchaus in Gottes Plan, und niemand kann Ihm etwas befehlen. Gott schiebt es wohl deshalb etwas hinaus, dass noch immer Menschen gerettet werden. Und Gott will, dass alle zur Erkenntnis der Wahrheit gelangen und alle gerettet werden. (1. Tim. 2, 4)

 

In beiden Fällen kann man keinen genauen Zeitpunkt festlegen. Es ist zwar Mitternacht an der Weltenuhr, weil sich alle Zeichen der Endzeit erfüllt haben, bis auf eine: Mat. 24, 14. Ein besonders wichtiges Zeichen ist der seit 1948 existierende Staat Israel, nun seit etwas über 70 Jahren. Wer den Zeitpunkt errechnen will, der hat Gott nicht auf der Rechnung, der das Signal für die Stimme des Erzengels und für die Posaune Gottes (1. Thess. 4, 16) gibt.

 

Fünf von den Jungfrauen waren klug, und fünf waren töricht. Was war das Versäumnis der törichten? Ihre Lampen verloschen, sie hatten keine Leuchtkraft. Weil ihnen das Öl ausging, ging auch das Licht aus. Und die klugen Jungfrauen konnten ihnen nichts von ihrem Öl abgeben. Das ist das große Dilemma: Viele werden vor verschlossnen Türen stehen. Es war zu spät, als sie anklopften und riefen: „Herr, Herr, tue uns auf!“ (Siehe Noah)

 

Er sagte: „Wahrlich, Ich sage euch: Ich kenne euch nicht!“(Mat. 25, 4)

„Habt Öl bei euch!“ Wer betet, kann nicht schlafen, aber wer schläft, kann nicht beten!

Zu der Gemeinde in Sardes sprach Jesus: „Werde wach und Bete... So gedenke nun, wie du empfangen und gehört hast und halte es und tue Buße. So du nicht wachen wirst, werde Ich über dich kommen wie ein Dieb, und wirst nicht wissen, welche Stunde Ich über dich kommen werde. (Offb. 3, 3)

 

 

7. Ein Geheimnis (musterion)

 

„Ich sage euch ein Geheimnis: Wir werden zwar nicht alle entschlafen, wir werden aber alle verwandelt werden, plötzlich, in einem Augenblick, zur Zeit der letzten Posaune, denn die Posaune wird erschallen, und die Toten werden auferweckt werden unverweslich, und wir werden verwandelt werden. Denn dieses Vergängliche muß Unvergänglichkeit anziehen, und dieses Sterbliche muß Unsterblichkeit anziehen.“ (1. Kor. 15, 50-53)

Und wenn das so geschieht, „dann wird das Wort erfüllt werden, das geschrieben steht: „Der Tod ist verschlungen in den Sieg!“ V. 54)

 

1. Es gibt ein Geheimnis Gottes (= Christus, Kol. 2, 2).

2. Es gibt ein Geheimnis Israels: „Verstockung ist Israel zum Teil widerfahren, bis die Vervollständigung der Nationen eingehe. Und sodann wird Israel als Gesamtheit gerettet werden.“ (Röm. 11, 25, Konk.) 

 

Paulus sagt: „Ihm aber, der euch festigen kann gemäß meinem Evangelium und der Heilsbotschaft von Christus Jesus, gemäß der Enthüllung eines Geheimnisses (Eph. 6, 19), das in äonischen Zeiten verschwiegen war, nun aber offenbar wurde und... für alle Nationen bekannt gemacht worden ist, um Glaubensgehorsam zu wirken.“ (Röm. 16, 25. 26, Konk.)

 

Gleichgestaltung mit Jesus: „Geliebte, wir sind jetzt Kinder Gottes, und noch ist nicht offenbar geworden, was wir sein werden; wir wissen aber, dass wir Ihm gleichgestaltet sein werden, wenn Er offenbar werden wird; denn wir werden IHN sehen, wie Er ist. Und jeder, der diese Hoffnung auf Ihn hat, reinigt sich, gleichwie auch Er rein ist.“ (1. Joh. 3)

Bewahre den Glauben und die Hoffnung bis zur Vollendung. Durch den Glauben sind wir jetzt schon erlöst, gerecht gemacht und geheiligt durch Jesus Christus, unseren Herrn für den großen Tag der Entrückung. Die Söhne Gottes werden verwandelt in Sein Bild

 

3. Es gibt ein Geheimnis der Gesetzlosigkeit:

„Denn das Geheimnis der Gesetzlosigkeit ist schon am Wirken, nur muss der, welcher jetzt zurückhält, erst aus dem Weg sein; und dann wird der Gesetzlose offenbart werden, den der Herr umbringen wird durch den Hauch Seines Mundes, de Er durch die Erscheinung Seiner Wiederkunft beseitigen wird.“(2. Thess. 2, 7. 8)

 

 

8. Hinweise auf den Antichristen

 

„Das Geheimnis der Gesetzlosigkeit ist schon wirksam."

Es regt sich bereits die Gesetzlosigkeit in den Parlamenten, in den Schulen, und bis hinein in den Kindergärten; es regt sich weltweit!

Das Kommen des Antichristen erfolgt aufgrund der Wirkung Satans. Der Antichrist erfasst für sich alle Bereiche, alle Gremien, alle Menschen aller Hautfarben, aller Nationen und aller Religionen. Und deshalb überschlägt man sich mit Eile die Digitalisierung weltweit für alle Menschen erreichbar zu machen, um sie zu erfassen. Der Antichrist macht sich das dann zu Nutze.

Er wird auch durch Satans Kraft viele Zeichen und Wunder tun; und die Menschen werden darauf hereinfallen und ihm glauben. Und Gott lässt das zu, weil sie der Wahrheit nicht geglaubt haben.

„Mit seinen Verführungskünsten wird er alle auf seine Seite bringen, die verloren sind. Sie wollten die Wahrheit nicht anerkennen, die ihre Rettung gewesen wäre. Deshalb lässt Gott sie auf diesen Irrtum hereinfallen, und sie werden der Lüge Glauben schenken.“ (2. Thess. 2, 10- 11, Hfa)

 

Johannes weist in seinen Briefen auf den Antichristen hin. Er sagt: „Kinder, es ist die letzte Stunde! Und wie ihr gehört habt, dass der Antichrist kommt, so sind nun viele Antichristen aufgetreten; daran erkennen wir, dass es die letzte Stunde ist. Wer ist der Lügner, wenn nicht der, welcher leugnet, dass Jesus der Christus ist? Das ist der Antichrist, der den Vater und den Sohn leugnet. Wer den Sohn leugnet, der hat auch den Vater nicht,“ (1. Joh. 2, 18, 22- 23) 

Eigenschaft des Antichristen: Lügner!

 

Unsere Welt ist voller Lügner, voller Menschen, die Jesus als Sohn Gottes verleugnen. Und damit haben sie keinen Gott und leben in der Finsternis. Der Antichrist ist der große Widersacher Gottes und widersetzt sich dem Plan Gottes und dem Sohn Gottes. Der große Verführer der Menschheit steht auf dem Plan. Eigentlich müsste es jetzt bei vielen Halbchristen und Mitläufern laut klingeln. Wer die Kirchenglocken nicht hört, wird auch die Alarmglocken überhören.

Darum glaubt nicht jedem Geist! Prüft die Geister! Es ist Zeit, wach zu werden und sich auf die Wiederkunft Jesu vorzubereiten.

 

 

9. Die Folgen der Entrückung

 

Zum Zeitpunkt der Entrückung werden die Menschen sehr beschäftigt sein. Jeder trachtet nur nach materiellen Dingen. Aber die Bibel sagt: Jesus sagt: „Man wird euch zwar einreden wollen:“Hier ist er!“ oder „Dort ist er!“ Geht nicht dorthin, und lauft solchen Leuten niemals nach! Denn der Menschensohn kommt für alle sichtbar - wie ein Blitz, der den ganzen Horizont erhellt.“(Luk. 17, 23- 24, Hfa.) 

 

Er sagt auch: „In dieser Nacht werden zwei in einem Bett sein; der eine wird genommen, der andere zurückgelassen werden.“ (V. 34) 

Familien werden getrennt werden, und Firmen werden ihre besten Mitarbeiter plötzlich verlieren. Man stelle sich vor: Piloten, die ein vollbesetztes Flugzeug führen, Busfahrer, Zugführer, Taxifahrer und viele Pkw- Fahrer, die gläubig sind und an der Entrückung teilhaben werden: Welche Folgen wird das haben? Wochenlang wird man Suchmeldungen im Radio und im Fernsehen hören: „Auf unerklärliche Weise sind Herr X und Frau Y verschwunden. Man fand keine Nachricht und keinerlei Hinweise auf ihr mysteriöses Verschwinden.“

 

Es wird plötzlich getrennte Familien geben. Unzählige Arbeitsplätze sind frei geworden. Aus dieser Sicht ist die Entrückung wie ein Gericht zu sehen. Die Folgen werden gravierender sein als wir es uns vorstellen können. Ich vermute, es wird vielerorts ein Weinen und Klagen geben, ähnlich, wie bei der Begegnung des Messias mit Seinem Volk, den Juden. Gott sagte zu Adam: „Macht euch die die Erde untertan!“ 1. Mo.1, 28 Er sagte nicht: „Baut euch ein Nest zwischen den Sternen!“ (Ob. 4) Der Mensch aber forscht nach Lebensmöglichkeiten auf dem Mond oder den Planeten. Die Erforschung des Weltraums verschluckt Unsummen. 

Gleichzeitig sterben täglich viele Kinder an Hunger. In den Himmel kann er nicht hinein, nur erlöste, verherrlichte und verwandelte! Die Astronauten suchen Wohnmöglichkeiten auf den Planeten. Die Bibel sagt: „Unser Bürgerrecht aber ist im Himmel, von woher wir auch den Herrn Jesus Christus erwarten als den Retter, der unseren Leib der Niedrigkeit umgestalten wird, so dass er gleichförmig wird Seinem Leib der Herrlichkeit, vermöge der Kraft, durch die Er sich selbst auch alles unterwerfen kann.“ (Phil. 3,20- 21)

 

 

10. Nöte der Endzeit

 

Der Abfall, von dem Paulus spricht, er muss unbedingt zuerst kommen, dann kommt das Ende. Der Abfall ist längst da.

Auch die Jünger Jesu wollten den genauen Termin Seiner Wiederkunft und des Endes der Welt erfahren. So lesen wir: „Als Er aber auf dem Ölberg saß, traten die Jünger allein zu Ihm und sprachen: „Sage uns, wann wird dies geschehen, und was wird das Zeichen Deines Kommens und des Endes der Weltzeit sein? Erschreckt nicht; denn dies muss geschehen; aber es ist nicht das Ende. Denn ein Volk wird sich gegen das andere erheben und ein Königreich gegen das andere; und es werden hier und da Hungersnöte, Seuchen und Erdbeben geschehen.“ (Mat. 24, 3. 6- 7)

 

Jesu Antwort: „Habt acht, dass euch niemand verführt!“

 

Wahrscheinlich waren die Jünger über Seine Antwort enttäuscht. Aber der Herr sagt immer das Richtige, das Notwendige, das, was was gesagt werden muss. Er sprach über Merkmale der Endzeit: Er sprach von Kriegen und Kriegsgerüchten, von Hungersnöten und Seuchen und Unruhen, von großen Erdbeben und Zeichen am Himmel (Luk. 21,11). „Dies ist der Anfang der Wehen.“

 

Die Juden haben doch wahrlich genug gelitten. Und doch sagt Jesus: „Dann wird eine Drangsal sein, wie von Anfang der Welt an bis jetzt keine gewesen ist und auch keine kommen wird.“ (Mat. 24, 24)

 

Die Menschheit befindet sich hier nach der Entrückung der Gemeinde und kurz vor der Wiederkunft Jesu auf die Erde, wo Er Sein “Tausendjähriges Friedensreich“ (Millennium) aufrichten wird. Vom Ölberg ist Jesus gen Himmel gefahren, auf den Ölberg wird Er Seine Füße setzen und Sein Volk Israel besuchen. 

 

Die Große Trübsal beginnt nach 42 Monaten, in der Mitte der 7 Jahre. Jesus sagt: „Dann wird man euch der Drangsal preisgeben und euch töten, und ihr werdet gehaßt sein von allen Völkern um Meines Namens willen. Und dann werden viele Anstoß nehmen, einander verraten und einander hassen. Und es werden viele falsche Propheten auftreten und werden viele verführen. Und weil die Gesetzlosigkeit überhand nimmt, wird die Liebe in vielen erkalten. Wer aber ausharrt bis ans Ende, der wird gerettet werden.“ (Mat. 24, 9- 13)

 

 

11. Die Entrückung vor der Trübsalszeit

 

Die Entrückung der Gemeinde wird vor dem Offenbarwerden des Antichristen und vor der Großen Trübsal stattfinden. Wir lesen in der Bibel, dass etwas in der Welt ist, das nicht zu dieser Welt gehört. Das muss zuvor hinweggetan werden; erst dann kann der Antichrist offen hervortreten und seine Macht offenbaren. Paulus sagt: „Denn es muss unbedingt zuerst der Abfall kommen und der „Mensch der Sünde“ geoffenbart werden, der Sohn des Verderbens, der sich widersetzt und über alles erhebt, was Gott oder Gegenstand der Verehrung heißt, so dass er sich in den Tempel Gottes setzt als ein Gott und sich selbst für Gott ausgibt... Und ihr wisst ja, was jetzt noch zurückhält, damit er geoffenbart werde zu seiner Zeit.“ (2. Thess. 2, 3-6

 

Dieses „Etwas“, das noch in der Welt ist, ist fast so wie ein Fremdkörper, ein Splitter im Fleisch. Es muss hinweggetan werden!. Tatsächlich: Wir Christen sind „in der Welt, aber nicht von der Welt.“

 

Die Gemeinde Jesu hält die totale Gesetzlosigkeit noch auf. Deshalb kann sich der gottlose Mensch, der Mensch der Sünde nicht, voll durchsetzen. Der Antichrist wird Unheil bringen, Not und Verderben weltweit. Hier ist eine Parallele zu Sodom zu erkennen. In Sodom war es so, dass Lot nur zögerlich den Anweisungen der Engel Folge leistete. Die Bibel sagt: „Da er aber verzog, ergriffen die beiden Männer ihn und sein Weib und seine beiden Töchter bei der Hand, weil der Herr ihn verschonen wollte, und führten ihn hinaus und ließen ihn draußen vor der Stadt.“ (1. Mo. 19, 16)

 

Lot wurde vor dem Gericht von den Engeln herausgerissen und bewahrt. Das ist ein Bild auf die Gemeinde Jesu. Sie wird vor der Großen Trübsal herausgerissen und entrückt werden. Solange Lot noch in Sodom war, konnten die Engel das Gericht an der Stadt nicht vollziehen. Es ist die Gegenwart der Gemeinde Gottes auf dieser Erde, die das Offenbarwerden des „Gesetzlosen“, des „Menschen der Sünde“, also des Antichristen noch aufhält.

 

Es sind die bluterkauften Seelen, die mit Gottes Geist erfüllten, die zur Errettung bestimmten, die müssen zuvor hinweggetan werden. Der Geist Gottes in den Kindern Gottes hält das Gericht noch auf. Antichrist freie Bahn. Dann zeigt er auch sein wahres, brutales Gesicht.

 

 

12. Vision des Daniel

 

Auch im Alten Testament finden wir Hinweise auf den Antichristen. Im ersten Regierungsjahr des Königs Belsazar hatte Daniel einen Traum von den vier Tieren und dem Menschensohn. Darüber wurde Daniel tief beunruhigt. Er sagt: „Nach diesem sah ich in den Nachtgesichten und siehe, das vierte Tier war furchterregend, schrecklich und außerordentlich stark; es hatte große Zähne, fraß und zermalmte und zertrat das Übrige mit den Füßen; es war ganz anders als die vorigen Tiere und hatte zehn Hörner. Während ich achtgab auf die Hörner, siehe, da stieg ein anderes kleines Horn zwischen denselben auf, und drei der vorherigen Hörner wurden vor ihm ausgerissen; und siehe, dieses Horn hatte Augen wie Menschenaugen und ein Maul, das große Dinge redete.“ (Dan. 7, 7. 8)

 

Dieses kleine Horn, davon Daniel spricht, deutet auf den Antichristen hin. Davon spricht Johannes in der Offenbarung: „Und ich sah aus dem Meer ein Tier aufsteigen, das sieben Köpfe und zehn Hörner hatte und auf seinen Hörnern zehn Kronen und auf seinen Köpfen einen Namen der Lästerung. Und das Tier, das ich sah glich einem Panther, und seine Füße waren wie die eines Bären und sein Rachen wie eines Löwenrachen; und der Drache gab ihm seine Kraft und seinen Thron und große Vollmacht.“ (Offb. 13, 1- 2)

 

Die vier Tiere bedeuten vier Weltreiche. Zur Erklärung: Der Antichrist ist der Gegenspieler Jesu und wird in der Offenbarung Tier genannt, der Teufel ist der Gegenspieler Gottes und wird Drache und die alte Schlange genannt, und der Falsche Prophet ist der Gegenspieler des Heiligen Geistes. 

„Ich sah fortwährend hin wegen des Lärms der hochfahrenden Reden, die das Horn führte; ich sah zu, bis das Tier getötet und sein Leib umgebracht und einem brennenden Feuer überliefert wurde. Auch der anderen Tiere Gewalt verging; und ihre Lebensdauer ward ihnen auf Zeit und Stunde bestimmt.“ (Dan 7, 11- 12)

 

Ja, der Antichrist wird ein großes und freches Maul haben und große Reden führen und die Menschen verführen und von Gott weg ziehen. Er erhebt sich gegen Gott und alles Göttliche. Daniel war außer sich von dem, was er sah. 

Er setzt sich sogar in den Tempel und läßt sich als Gott anbeten. Im gleichen Kapitel in den Versen 19 und 20 heißt es: „Hierauf verlangte ich nach sicherer Auskunft über das vierte Tier, das sich von allen anderen unterschied, das so furchterregend war, eiserne Zähne und eherne Klauen hatte, fraß und zermalmte und das Übrige mit seinen Füßen zertrat; auch betreffs der zehn Hörner auf seinem Haupte und über das andere, das hervorbrach und vor welchem drei ausfielen, von jenem Horn, welches Augen hatte und ein Maul, das große Dinge redete und das so viel größer aussah als seine Gefährten.“ (Dan. 7, 19. 20)

 

Wie sich die Aussagen mit den in der Offenbarung doch gleichen. „Und es wurde ihm ein Maul gegeben, das große Worte und Lästerungen redete; und es wurde ihm Macht gegeben, 42 Monate lang zu wirken.“ (Offb. 13, 5, auch Kap. 11, 2)

 

Die 42 Monate werden an anderen Stellen auch mit eine Zeit und Zeiten und eine halbe Zeit angegeben (Dan. 12, 7; Offb. 12, 14) oder 3 1/2 Jahre oder 1.260 Tagen. (Siehe Offb. 11,  3; 12, 6.) 

 

„Aber am Ende ihrer Regierungszeit, wenn die Frevler das Maß voll gemacht haben, wird ein frecher und listiger König auftreten.“ (Dan. 8, 23) In der „Hoffnung für alle“- Übersetzung heißt es: „Am Ende ihrer Herrschaft wird die Gottlosigkeit überhand nehmen und das Maß der Schuld voll sein. Dann kommt ein rücksichtsloser und hinterlistiger König und erlangt große Macht, wenn auch nicht aus eigener Kraft. Schreckliches Verderben richtet er an, und was er unternimmt, das hat Erfolg. Er schaltet mächtige Herrscher aus, sogar Gottes heiliges Volk stürzt er ins Verderben.“ (Dan. 8, 23. 24, Hfa)

 

Der Antichrist wird Lästerungen gegen Gott auszusprechen. Die Gottlosen schrecken nicht einmal vor Gott zurück. Kinderehen, Homosexualität und Ehe für alle. Unfassbar, was heute geschieht. (Röm. 1, 18f) Also: Aus der Norm in die Abnorm. 

Es heißt: „Denn obwohl sie schon immer von Gott wussten, wollten sie Ihn nicht anerkennen und Ihm nicht danken. Stattdessen kreisten ihre Gedanken um Belangloses, und da sie so unvernünftig blieben, wurde es schließlich in ihren Herzen finster. Deshalb hat Gott sie auch all ihren Trieben und Leidenschaften überlassen, so dass sie sogar ihre eigenen Körper entwürdigten.“(Röm.1, 21. 24)

Deshalb sind sie von Gott dahingegeben!  Das bedeutet: Es gibt keine Gnade für sie. Das ist traurig und schlimm.

 

 

13. Die Große Trübsal

 

Einige werden also auch dann gerettet werden. Jesus nimmt dann Bezug auf den Propheten Daniel und sagt: „Wenn ihr nun den Greuel der Verwüstung, von dem durch den Propheten Daniel geredet wurde, an heiliger Stätte stehen seht (wer es liest, der achte darauf), dann flieht auf die Berge...Denn dann wird eine große Drangsal sein, wie sie von Anfang der Welt an bis jetzt keine gewesen ist und auch keine mehr kommen wird.“ (Mat. 24, 15f, 21) 

 

Der Antichrist wird mit Israel einen Bund auf sieben Jahre schließen, um ihn nach Ablauf der Hälfte der Jahre zu brechen. Der Lügner hat das Lügen gelernt. Der Antichrist wird das „Heilige Volk“ betrügen. „Und er wird mit den Vielen einen festen Bund schließen, eine Woche lang (also 7 Jahre); und in der Mitte der Woche wird er Speis- und Schlachtopfer aufhören lassen, und neben dem Flügel wird ein Greuel der Verwüstung aufgestellt und zwar bis die fest beschlossene Vernichtung sich über den Verwüster ergießt.“(Dan. 9, 27)

 

War nicht die Zeit des Zweiten Weltkriegs für die Juden schlimm genug? Doch es wird so schlimm kommen wie Jesus es sagt; darum werden auch diese Tage um der Auserwählten willen verkürzt werden. Sonst würde kein Mensch gerettet werden, sagt der Herr.

 

Eine Bedingung muss noch erfüllt werden, dass Jesus wieder kommen kann. Und die Bedingung lautet: „Und dieses Evangelium vom Reich wird in der ganzen Welt verkündigt werden, zum Zeugnis für alle Heiden, und dann wird das Ende kommen.“ (Mat. 24, 14)

 

Es sind nur noch ganz wenige Stämme, die das Evangelium hören müssen. Also steht die Wiederkunft Jesu sehr nahe vor der Tür! Die Drangsal der dann lebenden Christen wird sehr groß sein.

Jesus muss wieder auf die Erde kommen und den Antichristen beseitigen, um dann Sein Friedensreich aufzurichten.

„Zu der Zeit werden Zeichen geschehen an Sonne, Mond und Sternen Unheil verkünden. Die Menschen fürchten sich und wissen nicht mehr weiter, weil Sturmfluten und Katastrophen über sie hereinbrechen. Ungewissheit und Angst treiben sie zur Verzweiflung. Sogar die Kräfte des Weltalls geraten durcheinander. Doch dann werden alle Völker sehen, wie der Menschensohn in den Wolken mit großer Macht und Herrlichkeit kommt.“(Luk. 21, 25- 27)

 

 

 

14. Die sichtbare Wiederkunft Jesu

 

Sacharia sagt: „Es kommt ein Tag für den Herrn, da wird man deine Beute verteilen in deiner Mitte. Da werde Ich alle Heidenvölker bei Jerusalem zum Krieg versammeln; und die Stadt wird erobert, die Häuser werden geplündert und die Frauen geschändet werden, und die Hälfte der Stadt muss in Gefangenschaft ziehen...“ (Sach. 14, 1-2a)

 

Ein großes Weltereignis steht bevor!

 

Das ist die zweite Wiederkunft Jesu, wenn Er Seine Füße auf den Ölberg setzen wird. Der Herr Selbst wird dann in den Kampf gegen die Heidenvölker eintreten. Der Ölberg, auf dem Jesus gekreuzigt wurde und von dem Er auch gen Himmel fuhr, wird dann in der Mitte gespalten werden.

In Vers 5b- 6 heißt es: „Dann wird der Herr, mein Gott, kommen, und alle Heiligem mit Dir! (Judas 14)

 

"Und es wird geschehen an jenem Tag, da wird es kein Licht geben; die glänzenden Gestirne werden sich verfinstern.“ (Sach. 14, 6)

 

 

 

Am Abend wird das Licht zurückkehren.

 

Wir sprechen hier von der sichtbaren Wiederkunft Jesu, die nach der Entrückung der Gemeinde sein wird. Seine Ankunft wird plötzlich sein wie ein Blitz, und für alle sichtbar:

„Denn der Menschensohn kommt für alle sichtbar - wie ein Blitz, der von Ost nach West am Himmel aufzuckt. Dies wird so gewiss geschehen, wie sich die Geier um ein verendetes Tier scharen. Unmittelbar nach dieser großen Schreckenszeit wird sich die Sonne verfinstern und der Mond nicht mehr scheinen. die Sterne werden aus ihrer Bahn geschleudert, und die Kräfte des Weltalls geraten durcheinander.“ (Mat. 24, 27- 29, Hfa)

 

„Dann wird das Zeichen des Menschensohnes am Himmel erscheinen. Die Menschen auf der ganzen Erde werden vor Entsetzen jammern und heulen. Alle sehen dann, wie der Menschensohn in großer Macht und Herrlichkeit in den Wolken des Himmels kommt. Mit gewaltigem Posaunenschall wird Er Seine Engel aussenden, und sie werden Seine Auserwählten aus allen Teilen der Welt zu Ihm bringen.“ (Verse 30- 31)

 

Von Gott erwählte Engel sind dazu bestimmt. Das erfolgt gleich nach der Trübsal. Bei Seinem Kommen werden die Gestirne des Alls sich verdunkeln, die Sterne und der Schrott der Satelliten werden auf die Erde fallen. Die Astronauten können sich das Beseitigen des Schrotts im All ersparen. Auch Johannes bestätigt aus göttlicher Sicht, dass Jesus sichtbar wiederkommen wird.

 

Johannes sagt: „Siehe, Er kommt mit den Wolken, und jedes Auge wird Ihn sehen, auch die, welche Ihn durchstochen haben; und es werden sich Seinetwegen an die Brust schlagen alle Geschlechter der Erde! Ja, Amen.“ (Offb. 1, 7)

Es übersteigt unsere Vorstellungskraft. Aber es wird so sein.

Alle Königreiche auf Erden werden dann zusammenfallen.

 

 

A) Das Königreich Jesu Christi

 

„Und der Herr wird König sein über die ganze Erde. Neben Ihm wird es keinen anderen Gott mehr geben. Nur noch IHN werden die Menschen als GOTT anrufen.“ (Sach. 14, 9, Hfa)

 

„Ja, es wird geschehen am Ende der Tage, da wird der Berg des Hauses des Herrn festgegründet stehen an der Spitze der Berge, und er wird erhaben sein über alle Höhen, und alle Heiden werden zu ihm strömen. Und viele Völker werden hingehen und sagen: „Kommt, lasst uns hinaufziehen zum Berg des Herrn, zum Haus des Gottes Jakobs, damit Er uns belehre über Seine Wege und wir auf Seinen Pfaden wandeln!“ Denn von Zion wird das Gesetz ausgehen und das Wort des Herrn von Jerusalem.“(Jes. 2, 2.3)

 

Johannes sagt: „Und ich hörte etwas wie die Stimme einer großen Volksmenge und wie das Rauschen vieler Wasser und wie der Schall starker Donner, die sprachen: Halleluja, denn der Herr, Gott, der Allmächtige, hat die Königsherrschaft angetreten! Lasst uns fröhlich sein und jubeln und Ihm die Ehre geben! Denn die Hochzeit des Lammes ist gekommen, und Seine Frau hat sich bereit gemacht.“ (Offb. 19, 6- 7)

  

 

15. Der „Tag des Herrn“- Gerichtstag

 

 Am Ende wird die große Schlacht von Harmagedon, im Tal Josaphat geben, zu der Gott alle Nationen in das Tal von Megiddo rufen und Jesus dort Selbst kämpfen wird. Joel sagt: „Die Heidenvölker sollen sich aufmachen und in das Tal Josaphat hinaufziehen! Dort will Ich zu Gericht sitzen über die Heidenvölker ringsum. Legt die Sichel an, denn die Ernte ist reif... Scharen um Scharen treffen ein im Tal der Entscheidung; denn nahe ist der TAG DES HERRN im Tal der Entscheidung. Sonne und Mond kleiden sich in Trauer, und die Sterne verlieren ihren Schein.“ (Joel 3, 12- 15)

 

Der Messias Selbst wird das Leid Seines Volkes beenden und Frieden schaffen. Der Prophet Sacharia sagt uns: „An jenem Tag wird der Herr die Einwohner Jerusalems beschirmen, so dass an jenem Tag der Schwächste unter ihnen sein wird wie David, und das Haus David wie Gott, wie der Engel des Herrn vor ihnen her. Und es wird geschehen an jenem Tag, dass Ich danach trachten werde, alle Heidenvölker zu vertilgen, die gegen Jerusalem anrücken.“ (Sach. 12, 8- 9)

 

„Warum toben die Heiden? „Ich habe Meinen König eingesetzt auf Zion, Meinem heiligen Berg!“ (Ps. 2, 1- 6) (Ölberg, Sach. 14, 2- 4)

Das ist der „Tag des Herrn“, der Gerichtstag Gottes. Gott versammelt die Völker zum Krieg und schlägt sie. Der Zorn Gottes wird ausgegossen werden am Tag des Herrn. (Jes, 42, 25; Offb. 6, 17; 16,1)

 

Sacharia sagt: „Aber über das Haus David und über die Einwohner von Jerusalem will Ich den Geist der Gnade und des Gebets ausgießen, und sie werden auf Mich sehen, den sie durchstochen haben, ja sie werden um Ihn klagen, wie man klagt um den eingeborenen Sohn, und sie werden bitterlich über Ihn Leid tragen, wie man bitterlich Leid trägt über den Erstgeborenen...Dann wird der Herr, mein Gott, kommen, und alle Heiligen mit Dir!“ (Sach. 12, 10; 14,5b)

 

Dieser Tag ist einzig. „Und der Herr wird König sein über die ganze Erde!“ Das Königreich Jesu nimmt seinen Anfang. Mit Daniels Gesichten von den Weltreichen, ihren Gewaltherrschern und dem Antichristen wurde Daniel auch die Offenbarung des des Friedensreiches Jesu Christi gezeigt (Dan. 7, 13. 14. 18). Schon in Seinem Kreuzestod hat Er den „Bösen“ entmachtet. Seine völlige Beseitigung ist notwendig, damit das tausendjährige Friedensreich auf Erden errichtet werden kann. 1.000 Jahre wird der Teufel gebunden und dann für kurze Zeit gelöst werden. Jesus wird zunächst die Armeen des Antichristen vernichten und so die Zeit des Gerichts einläuten. 

 

Johannes sagt: „Und ich sah das Tier (Antichrist) und die Könige der Erde und ihre Heere versammelt, um Krieg zu führen mit dem, der auf dem Pferd sitzt, und mit seinem Heer. Und das Tier wurde ergriffen, und mit diesem der falsche Prophet, der die Zeichen vor ihm tat, durch welche er die verführte, die das Malzeichen des Tieres annahmen, und die sein Bild anbeteten; die beiden wurden lebendig in den Feuersee geworfen, der mit Schwefel brennt.“ (Offb. 19, 20)

Also, das Tier und der falsche Prophet wurden in der Feuersee geworfen, von dem wir häufig in der Schrift lesen. Für sie und den Teufel ist die Hölle (gr.= Gehenna) gemacht worden. 

 

Wenn Jesus das Gericht über die Heidenvölker sprechen wird, dann wird Er zu denen zu Seiner Linken sagen: „Geht hinweg von Mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das dem Teufel und seinen Engeln bereitet ist!“ (Mat. 25, 41) 

Jesus braucht keine menschlichen Waffen für Seinen Kampf. Sein Schwert geht aus Seinem Mund (Offb. 1, 16; Jes. 49, 2; 2. Thess. 2, 8).„Und die übrigen wurden getötet mit dem Schwert dessen, der auf dem Pferd sitzt, das aus Seinem Mund hervorgeht, und alle Vögel sättigen sich an ihrem Fleisch.“ (Offb. 19, 21)

 

Ein Engel war dafür bestimmt, den Teufel mit einer großen Kette zu binden. Er hatte auch den Schlüssel des Abgrunds in seiner Hand. Johannes schildert alle Einzelheiten: „Und er ergriff den Drachen, die alte Schlange, die der Teufel und der Satan ist, und band ihn für tausend Jahre und warf ihn in den Abgrund und schloss ihn ein und versiegelte über ihm, damit er die Völker nicht mehr verführen kann, bis die tausend Jahre vollendet sind. Und nach diesen muss er für kurze Zeit losgelassen werden.“ (Offb. 20, 2. 3)

 

Der Teufel, der Fürst dieser Welt, wird beseitigt werden am Gerichtstag Gottes. So ebnet Gott den Weg für das Friedensreich Jesu Christi auf Erden. Und wir, die Heiligen, werden mit Christus herrschen. Paulus sagt: „Wißt ihr nicht, dass die Heiligen die Welt richten werden?“ (1. Kor. 6, 2a)

 

 

 

16. Seht den Feigenbaum!

 

 Jesu Worte sind gewiss, sie werden nicht vergehen. Und darum ist seine Wiederkunft in den Wolken zur Entrückung der Gemeinde gewiss, und Seine sichtbare Wiederkunft nach Israel ist auch gewiss. Das Gleichnis vom Feigenbaum veranschaulicht die Gewissheit des zweites Kommen Jesu; denn das Eintreffen der Zeichen, die dort aufgeführt sind, soll in der schweren Trübsalszeit das Kommen des Messias so gewiss ankündigen, wie neue Triebe am Feigenbaum den nahenden Sommer ankündigen. Jesus spricht zu den Juden.

 

Jesus sagte den Jüngern ein Gleichnis und sprach: „Seht den Feigenbaum und alle Bäume! Wenn ihr sie schon ausschlagen seht, so erkennt ihr von selbst, dass der Sommer jetzt nahe ist. So auch ihr: Wenn ihr seht, dass dies geschieht, so erkennt, dass das Reich Gottes nahe ist. Wahrlich, Ich sage euch: Dieses Geschlecht (Generation) wird nicht vergehen, bis alles geschehen ist.“ (Luk. 21, 29- 32)

 

Der Feigenbaum ist Israel. Alle Bäume sind alle übrigen Nationen. Der Feigenbaum hat im Mai 1948 ausgeschlagen. Und die afrikanischen Staaten haben sich von der Kolonialherrschaft befreit, und die Staaten der damaligen Sowjetunion von der kommunistischen Herrschaft in den 90er Jahren. Wenn das geschieht, ist der Sommer (Reich Gottes) nahe.

 

„Habt aber acht auf euch selbst, dass eure Herzen nicht beschwert werden durch Rausch und Trunkenheit und Sorgen des Lebens, und jener Tag unversehens über euch kommt! Darum wachet jederzeit und bittet, dass ihr gewürdigt werdet, diesem allen zu entfliehen, was geschehen soll, und zu stehen vor dem Sohn des Menschen! (Luk. 21, 34, 36)

Zur Zeit Noahs, Lots und während des Auszugs Israels aus Ägypten war stets Unzucht und Götzendienst im Spiel. (4. Mo. 25, 1- 3)„Und Israel ließ sich in Sittim nieder; und das Volk fing an, Unzucht zu treiben mit den Töchtern der Moabiter, und diese luden das Volk zu den Opfern ihrer Götter ein. Und das Volk aß mit ihnen und betete ihre Götter an. Und Israel begab sich unter das Joch des Baal Peor. Da entbrannte der Zorn des Herrn über Israel.“ 

Unzucht und des Götzendienstes Israels waren die Folge oder die Frucht der Lehre Bileams (4. Mo. 31, 16; Offb. 2, 14). Es gelang ihm, Israel von Gott wegzuführen zu fremden Göttern.

 

 

 

17. Der Zorn Gottes

 

Baal Peor heißt Herr der Öffnung. So öffnete sich das Volk damals fremden Göttern. Und auch heute wenden sich die Menschen von Gott ab und öffnen sich fremden Religionen. Die Abtrünnigen, 24.000 Menschen an der Zahl, wurden damals im Lager Israels auf Gottes Befehl getötet (1. Kor. 10, 8, hier kommen 1.000 Führer noch hinzu). Gottes Zorn entbrannte damals. Wenn heute die gleiche Sünde in gleichem Maße geschieht, wird Gottes Zorn wieder entbrennen.

Im Lied des Mose lesen wir: „Sie haben Mich zur Eifersucht gereizt mit dem, was kein Gott ist!“ (5. Mo. 32, 21)

Es kommt die Zeit, da wird der Herr mit allen Völkern reden in Seinem Zorn (Ps. 2, 5).

 

„Angst und Schrecken ergriff die Mächtigen und Herrscher der Erde, die Heerführer, die Reichen und die Starken, die Herren ebenso wie die Sklaven. Sie alle suchten Schutz in Höhlen und zwischen den Felsen der Berge. Und alle schrieen zu den Bergen: „Stürzt doch auf uns herab! verbergt uns vor den Augen dessen, dem alle Macht gehört! Bewahrt uns von dem Zorn des Lammes! Der Tag, an dem sie Gericht halten, ist jetzt gekommen. Wer kann da bestehen?“ (Offb. 6, 15- 17, Hfa)

 

Die Bibel spricht von Gefäßen des Zorns und Gefäßen der Barmherzigkeit. „Gott hat mit großer Langmut die Gefäße des Zorns getragen, die zumVerderben zugerichtet sind, damit Er auch den Reichtum Seiner Herrlichkeit an den Gefäßen der Barmherzigkeit erzeige, die Er zuvor zur Herrlichkeit bereitet hat.“ (Röm. 9, 22).

 

Wenn der Tag des Zornes Gottes da ist, werden viele Menschen zu Gott schreien. Ihr Schreien bleibt ungehört, weil sie Gottes Gnade abgewiesen haben. Und deshalb bleibt der Zorn Gottes über ihnen. 

Sie haben die Zeit der Gnade verspielt und verpasst. Jesus sagt: „Wer aber dem Sohn nicht glaubt, der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf Ihm.“ (Joh. 3, 36)

 

Wer nicht an Gott glauben will, über den bleibt der Zorn Gottes. Das ist ein Gesetz. Gott hält sich an dem, was Er sagt, und auch daran, was Er den Gläubigen zugesagt hat. Gottes Wort kann nicht trügen, und Gott kann Sein Wort nicht ändern!

 

 

 

18. Rettung vor dem Zorn Gottes

 

Fünf Kapitel weiter sagt derselbe Apostel: „...Wieviel mehr nun werden wir, nachdem wir jetzt durch Sein Blut gerechtfertigt worden sind, durch Ihn vor dem Zorngericht gerettet werden!“ (Röm. 5, 8- 9)

 

Verlass dich auf Sein Wort, damit du nicht von Ihm verlassen wirst. Wer Gottes Wort bewahrt, den bewahrt Gott vor der Stunde der Versuchung, (Offb. 3, 10). Für Viele wird das Verderben plötzlich kommen.

 

Und Paulus sagt: „Ihr alle seid Söhne des Lichts und Söhne des Tages. Wir gehören nicht der Nacht an, noch der Finsternis. So lasst uns auch nicht schlafen wie die anderen, sondern lasst uns wachen und nüchtern sein. Denn Gott hat uns nicht zum Zorngericht bestimmt, sondern zum Besitz des Heils durch unseren Herrn Jesus Christus, der für uns gestorben ist, damit wir, ob wir wachen oder schlafen, zusammen mit Ihm leben sollen.“ (1. Thess. 5, 5- 6. 9- 10)

 

Und der nächste Vers ist der schönste Vers in diesem Abschnitt; der ist leider oft nicht korrekt übersetzt. Überall wo das Wort Ermahnung steht, zum Beispiel in Römer 12, 1, wäre genauer: „Ich spreche euch zu“.

Das griechische Wort nouthesia= Zuspruch, enthält auch das Wort Trost.

„Darum sprecht einander zu, und einer baue den anderen auf, so wie ihr es auch tut.“ (1. Thess. 5, 11, Konk.)

Bruns übersetzt: „Damit tröstet euch untereinander und fördert euch gegenseitig, wie ihr es auch schon tut!“ (Bruns Übersetzung)

 

Wir, die Gläubigen, sind nicht zum Zorngericht bestimmt wie die anderen, die Ungläubigen, sondern zum Besitz des Heils, damit wir zusammen mit Ihm leben sollen, für Zeit und Ewigkeit. Denn nicht nur das Volk der Juden hat schwer gelitten, sondern alle Gotteskinder haben leiden müssen unter den Ungläubigen und unter dem Zorn des Teufels, um des Namens Jesu willen (Apg. 14, 22; Mat. 5, 10- 12).

 

Gott ist ein guter Vater, ein Vater der Güte und Barmherzigkeit, der Gott der Geduld und des Trostes (Röm. 15, 5), der Gott der Hoffnung und des Friedens (Röm. 15, 13. 33). Er bewahrt Seine Kinder vor dem Gericht. 

 

„Wir lieben Ihn, denn Er hat uns zuerst geliebt.“ (1. Joh. 4, 19)

 

 

 

19. Vorsorge zur Errettung

 

Gott trifft Vorsorge für Seine Kinder, Er bewahrt sie vor dem Gericht. Dafür gibt die Bibel Beispiele: Von der ersten Menschheit bis Noah wissen wir nur sehr wenig, nur, dass die Menschheit gottlos und gerichtsreif geworden war. Bis auf einen Mann, das war Noah. Er war gerecht und untadelig unter seinen Zeitgenossen.

Wir lesen: „Als aber der Herr sah, dass die Bosheit der Menschen sehr groß war auf der Erde und alles Trachten und Denken seines Herzens allezeit nur böse, da reute es den Herrn, dass Er die Menschen gemacht hatte auf der Erde, und es betrübte Ihn in Seinem Herzen.“ (1. Mo. 6, 5- 6)

 

Was dann folgte, war die Vernichtung der Menschheit durch die Sintflut. Aber Erstens: Gott fiel es nicht leicht, die Menschen, die Er geschaffen hatte, zu vernichten. Er trug Leid um sie; doch das Gericht war unvermeidbar, wie auch das spätere Gericht über Sodom und vier weitere Städte.

 

Und zweitens: Gott traf Vorsorge für Noah und seine Familie. Noah baute ein Schiff mit seinen beiden Söhnen nach Gottes Anweisungen auf trockenem Land in der Wüste und wurde dafür von den Menschen verspottet. Ihr Spott hörte jedoch auf, als ihnen das Wasser bis zum Hals stand. Sie klopften an die Arche, aber Noah konnte die Tür nicht öffnen, denn Gott Selbst hatte sie verschlossen. Noah und seine Familie und alle Tiere, die er in die Arche holte, wurden gerettet, alles übrigen Lebewesen auf Erden mussten sterben.Gott läßt den Gerechten nicht umkommen.

Gott liebt Noah, Gott spricht zu ihm, und Gott rettet ihn.

 

Der Zorn Gottes wird nur über die boshaften und gerichtsreifen Menschen ausgegossen. Jesus sprach davon, dass die Menschen nicht mehr ein noch aus wissen bei dem Tosen des Meeres und die Kräfte des Himmels erschüttert werden. Dann wird des Menschen Sohn kommen. Und nun achtet genau darauf, was Er dann sagt: „Wenn aber dies anfängt zu geschehen, so richtet euch auf und erhebt eure Häupter, weil eure Erlösung naht.“ (Luk. 21, 28)

 

Bei Lot trafen die Engel ebenfalls eine Vorsorge: Sie zogen Lot sogar am Ärmel und halfen ihm zur Rettung, weil er noch zögerlich war. Erst als Lot in Sicherheit war, kam das Gericht.

 

 

 

20. Fluten der Bosheit

 

Der Menschen Bosheit war groß auf Erden zu Noahs Zeit. In der Zeit der zweiten Hälfte von sieben Jahren Trübsal, also in den letzten 3 1/2 Jahren wird der Antichrist das Volk der Juden schrecklich verfolgen, peinigen und unterdrücken. Ein Schatten darauf ist die Zeit, in welcher die Juden in Ägypten unter dem Pharao gepeinigt wurden und litten. Gott sah damals die Not des Volkes und sandte den Ägyptern Plagen durch Mose, die den Pharao anfangs nicht beeindruckten. Mose und Aaron sprachen zu Pharao: „So spricht der Herr, der Gott Israels: „Lass mein Volk ziehen, damit es Mir in der Wüste ein Fest hält!“ Das beeindruckte den Pharao gar nicht; das war auch so zu erwarten.

Antwort des Pharao: „Wer ist der Herr, dass ich auf Seine Stimme hören sollte, um Israel ziehen zu lassen? Ich kenne den Herrn nicht, und ich will Israel auch nicht ziehen lassen.“ (2. Mo. 5, 1- 2)

 

Das waren ja billige Arbeitskräfte für Pharao. Aber er hat das Volk Israel geplagt, nun wurden die Ägypter und Pharao geplagt. In der 10. Plage starben alle Erstgeborenen Söhne der Ägypter, auch der Sohn des Pharao. Das reichte ihm! Er sprach zu Mose: „Zieht aus!“

Jeremia sagt: „...sie schreiten fort von Bosheit zu Bosheit; Mich aber erkennen sie nicht! spricht der Herr.“ (Jer. 9, 2b)

Der Prophet Hosea sagt: „Hört das Wort des Herrn, ihr Kinder Israel! Denn der Herr hat einen Rechtsstreit mit den Bewohnern des Landes, weil es keine Wahrheit, keine Liebe und keine Gotteserkenntnis im Land gibt. Fluchen und Lügen, Morden, Stehlen und Ehebrechen hat überhand genommen. Darum trauert das Land, und alle müssen verschmachten, die darin wohnen.“ (Hosea 4, 1- 3a)

 

Gott ging damals mit dem abtrünnigen Volk ins Gericht.

Wie sieht es heute aus? Wie sieht es aus in der Welt? Bosheit, Bosheit, Abtrünnigkeit, Mord und Totschlag jeden Tag! 170.000 Christen werden jedes Jahr getötet; das sind mehr als 450 Menschen täglich. Auch heute: Fluten der Bosheit - Fluten der Sünde

Wann nimmt die Bosheit ein Ende? Und wann hört der Hass auf, die Lüge, das Morden, wann das Töten der Christen und der Juden? Jesus sagt in Seiner Endzeitrede: „Und weil die Gesetzlosigkeit überhand nimmt, wird die Liebe in vielen erkalten. Wer aber ausharrt bis ans Ende, der wird gerettet werden.“ (Mat. 24, 12. 13)

 

Der Antichrist wird auch der Mensch der Sünde und der Gesetzlose genannt. Es ist kalt geworden, nicht da draußen, sondern in den Herzen der Menschen. Der kalte Wind der Kaltherzigen weht vielen ins Gesicht: Sie grüßen nicht, sie sehen die Menschen nicht, sie achten das Alter nicht, sie nehmen den Bettler am Straßenrand nicht wahr, sie sehen die Passanten nicht, weil sie ständig nur auf ihr Smartphone blicken. Eine stumpfsinnige Gesellschaft! Man muss sie trotzdem sanft wecken und freundlich ansprechen, um Schlimmeres zu vermeiden. Und die christlichen Kirchen schrecken vor Sünde nicht zurück. In den Gemeinden ist vielerorts die Welt eingezogen und höhlt die Gemeinde von innen aus; und die Christen schlafen!

 

 

 

21. Würdig werden zu entfliehen!

 

Zu einer Flucht vor Gefahren, Chaos oder Krieg entscheidet sich der Mensch normalerweise selbst. Das Entfliehen vor dem Gericht Gottes hat eine andere Dimension. Hierzu musst du gewürdigt werden. Das bedeutet: Nicht jeder kann dem Gericht entfliehen! Nur der, der gerettet und gewürdigt wurde, dessen Name im Buch des Lebens eingetragen ist. Frieden und Sicherheit und Geborgenheit haben die, die in Christus Jesus sind.(Eph. 1, 13- 14, Kor) 

 

In Ihm sind wir in Sicherheit! Sind wir in Ihm? Das sind also Leute wie du und ich, die sich im Glauben zu Christus hingewandt und die Vergebung der Sündenschuld haben. Solche sind jetzt schon versiegelt worden mit dem Heiligen Geist. Und dieser Heilige Geist ist eine Anzahlung für unser Erbe, das im Himmel für uns aufbewahrt wird (1. Petr. 1, 4). Ihr, die ihr das habt, könnt jetzt schon jubeln; die anderen, die noch zweifeln, müssen auch noch zittern bis sie durch den Glauben zur Gewissheit des Heils gelangen. 

 

Jakobus sagt: „Meine Brüder und Schwestern, wartet geduldig, bis der Herr kommt! Klagt nicht übereinander, liebe Brüder und Schwestern! Sonst wird Gott euch verurteilen. Bedenkt: Der Richter steht schon vor der Tür.“ (Jak. 5, 7a, 9, Hfa)

 

 

  1. Wir müssen von Gott gewürdigt werden

 

Darum seid wachsam und seid bereit eurem Herrn zu begegnen! 

Jesus sagt: „Darum wacht jederzeit und bittet, dass ihr gewürdigt werdet, diesem allen zu entfliehen, das geschehen soll, und vor dem Sohn des Menschen zu stehen!“ (Luk. 21, 36)

 

Niemand von uns Menschen ist würdig, denn alle haben gesündigt. Einzig der Sohn des lebendigen Gottes ist würdig, denn Er war und ist ohne Sünde, wahrhaftiger Mensch und wahrhaftiger Gott. Deshalb nennt Jesus sich selbst „Menschensohn.“ Wir müssen alle gewürdigt werden. In vorhergehenden Abschnitten haben wir gesehen, dass mit der Entrückung der Gemeinde auch ein Gericht stattfinden wird. Die Hinwegnahme der wahren Gläubigen hinterläßt Ungläubige und Halbgläubige, denen das Öl (Salbung und Heiligung) ausgegangen ist, wie den fünf törichten Jungfrauen. Sie waren nicht gewürdigt. Sie standen am Ende vor verschlossenen Türen, und Jesus sagte zu ihnen:

 

„Ich kenne euch nicht!“ Wir müssen dafür Sorge tragen, dass wir Öl in unseren Gefäßen haben. Die klugen nahmen Öl in ihren Gefäßen (Mat. 25); sie waren gewürdigt. Paulus weist auf die Gotteserkenntnis hin: „Gott hat es auch in unseren Herzen licht werden lassen, damit wir erleuchtet werden mit der Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes im Angesicht Jesu Christi.“ Der Apostel fügt hinzu: „Wir haben aber diesen Schatz in irdenen Gefäßen, damit die überragende Kraft von Gott sei und nicht von uns.“ (2. Kor. 4, 6b-7)

 

Um bei den Gefäßen zu bleiben, möchte ich noch eine Bibelstelle anführen, die auch in unsere Zeit passt. Paulus sagt: „In einem großen Haus gibt es aber nicht nur goldene und silberne Gefäße, sondern auch hölzerne und irdene (also vergängliche), und zwar die einen zur Ehre, die anderen aber zur Unehre. Wenn nun jemand sich von solchen reinigt, der wird ein Gefäß zur Ehre sein, geheiligt und dem Hausherrn nützlich, zu jedem guten Werk zubereitet.“ (2. Tim. 2, 20- 21)

Ja, in einer großen Gemeinde gibt es verschiedene Leute, wertvolle geheiligte, und solche die am Rande stehen und noch geheiligt werden müssen, damit sie gewürdigt werden, dem weltlichen Wesen zu entfliehen und zu stehen vor dem Herrn der Herren und dem König der Könige, dem Lamme Gottes, der uns teuer erkauft hat.

 

 

 

22. Wandelt würdig des Evangeliums!

 

Die ersten Apostel wurden verfolgt und geschlagen, weil sie den Namen Jesus verkündigten und in Jesu Namen Zeichen und Wunder taten. Man verbot ihnen auch, in dem Namen Jesu zu reden. Die Reaktion der Apostel ist sehr auffallend: „Sie nun gingen voll Freude vom Hohen Rat hinweg, weil sie gewürdigt worden waren, Schmach zu leiden um Seines Namens willen.“ (Apg. 5, 41- 42)

Und auch das andere fällt auf: „... und sie hörten nicht auf, jeden Tag im Tempel und in den Häusern zu lehren und das Evangelium von Jesus, dem Christus, zu verkündigen.“ Und auch ihr: Wandelt nur würdig des Evangeliums Christi und des Herrn! Paulus spricht von seinem guten Kampf: „Ich habe den guten Kampf gekämpft, den Lauf vollendet, den Glauben bewahrt. Von nun an liegt für mich die Krone der Gerechtigkeit bereit, die mir der Herr, der gerechte Richter, an jenem Tag zuerkennen wird, nicht aber mir allein, sondern auch allen, die Seine Erscheinung liebgewonnen haben.“ (2. Tim. 4, 7- 8)

Wer sagen kann: „Ich habe einen guten Kampf gekämpft, ich habe nun den Lauf vollendet, ich habe den Glauben bewahrt!“ Der kann auch sagen: „Mir liegt die Krone der Gerechtigkeit bereit?“ Ohne Kampf gibt es keinen Sieg. Aber was ist das für ein Gericht, wenn dort Lorbeerkränze und Kronen verteilt werden? Daran merken wir, dass nur Gotteskinder an dem Preisgericht teilhaben werden. Der Richterstuhl Jesu ist nur für die Erlösten. Darum sagt die Bibel auch: „Denn wir müssen vorne vor der Preisrichterbühne des Christus offenbar gemacht werden, damit ein jeder das wiederbekomme, was er durch den Körper verübte, sei es gut oder schlecht.“ (2. Kor.5, 10)

Die Darstellung der Erlösten geschieht auf der Preisrichterbühne, nicht am Gerichtsthron Gottes (Offb. 20). Alle unsere Werke, die wir aufgebaut haben auf den Grund Jesus Christus, werden an jenem Tag offenbar werden. (1. Kor. 3, 11-15)

Durch Liebe und gute Taten können wir die Ungläubigen überzeugen und den Kritikern den Wind aus den Segeln nehmen; und durch unser vorbildliches und authentisches Leben können wir sie überführen. Unsere Taten müssen immer mit unseren Worten übereinstimmen.

 

 

 

23. Der Richterstuhl Jesu Christi- der Tag Jesu Christi

 

Paulus schreibt an die Philipper: „Ich danke meinem Gott, so oft ich an euch gedenke, indem ich allezeit, in jedem meiner Gebete für euch alle mit Freuden Fürbitte tue, wegen eurer Gemeinschaft am Evangelium, vom ersten Tag an bis jetzt, weil ich davon überzeugt bin, dass der, welcher in euch ein gutes Werk angefangen hat, es auch vollenden wird bis auf den Tag Jesu Christi.“ (Phil. 1, 3- 6)

 

Genau über diesen Tag sprechen wir hier. An diesem Tag müssen wir alle einmal Rechenschaft ablegen, für unsere Taten, und auch für unsere Worte. (Mat. 12, 36- 37) Darum lasst uns weise sein gegen die, welche draußen sind.

 

Jesaja sagt: „Mein Knecht, der Gerechte, wird viele gerecht machen, und ihre Sünden wird Er tragen. Darum will Ich Ihm die Vielen zum Anteil geben...“ (Jes. 53, 11b- 12a)

 

Gehörst du schon zu diesen Vielen, die Jesus gerecht gemacht hat, indem Er alle unsere Schuld auf sich nahm und für uns (an unserer Stelle) am Kreuz von Golgatha gestorben ist? Jesus hat einen hohen Preis zu unserer Erlösung gezahlt. Er hat sich selbst erniedrigt um unseret willen. Er hat sich selbst mit unser aller Schuld belastet, also die ganze Hypothek unserer Schuld auf sich genommen und mit Seinem Blut bezahlt. Ihr seid teuer erkauft worden!

 

Die Erlösten werden am Richterstuhl Jesu Christi Gott dem Vater dargestellt werden, die Unerlösten aber Gott dem Richter, am Ende der Weltzeit. Jesus ist Gründer und Grundstein der Gemeinde. Einen anderen Grund kann niemand legen. Gott Selbst hat ihn gelegt. Ein jeder gebe acht, wie er auf den Grund, der gelegt ist, aufbaut. 

 

Paulus sagt: „Wenn jemandes Werk, das er darauf gebaut hat, bleibt, so wird er Lohn empfangen; wird aber jemandes Werk verbrennen, so wird er Schaden erleiden; er selbst aber wird gerettet werden, doch so wie durchs Feuer hindurch.“(1. Kor. 3, 9- 15

 

Alles muss durch das göttliche Feuer bewährt werden. Ist nicht auch Gottes Wort wie ein Feuer?! (Jer. 23, 29) Der Glaube und seine Werke müssen durchs Feuer bewährt werden! Dann werdet ihr jubeln! (1. Petr. 1, 6- 7) Und nun, Kinder, bleibt in Ihm! (1. Joh. 2, 28)

„Glückselig sind die, welche zum Hochzeitsmahl des Lammes berufen sind!“ (Offb. 19, 9)

 

 

 

24. Wenn Gott aufsteht...

 

Gott verschont nicht den Sünder und Verderber. Er hat die vorige Welt nicht verschont, Er hat auch Sodom und Gomorrha und die Engel, die gesündigt haben, nicht verschont. (1. Mo. 6, 5-7; 19, 13; 2. Petr. 2, 4- 6) Wer den Tempel Gottes verderbt, den wird Gott verderben“, haben wir gelesen. Die Zeit ist nahegerückt, von der es heißt: „Die Königreiche der Welt sind unseren Herrn und Seinem Christus zuteil geworden, und Er wird herrschen von Ewigkeit zu Ewigkeit! Und die 24 Ältesten, die vor Gott auf ihren Thronen saßen, fielen auf ihr Angesicht und beteten Gott an und sprachen: Wir danken Dir, o Herr, Gott, Du Allmächtiger, der Du bist und der Du warst und der Du kommst, dass Du Deine große Macht an Dich genommen und die Königsherrschaft angetreten hast! Und die Heidenvölker sind zornig geworden, und Dein Zorn ist gekommen, und die Zeit, dass die Toten gerichtet werden, und dass Du Deinen Knechten, den Propheten, den Lohn gibst, und den Heiligen, und denen, die Deinen Namen fürchten, den Kleinen und den Großen, und dass du die verdirbst, welche die Erde verderben!“ (Offb. 11, 15- 18)

 

Gott wird also Lohn austeilen den Propheten, den Heiligen und denen, die Gott fürchten, den Großen und den Kleinen. Was ist mit denen, die Gott nicht fürchten, die Kriege anzetteln und Menschen töten, die die Heiligen verfolgen und verdammen, die den Tempel Gottes verderben und die Schöpfung, die Gott geschaffen hat, und die sie doch bewahren sollten? Gott wird sie verderben!

Was nützt es, wenn die Gottlosen zornig werden. Sie entfachen nur den Zorn Gottes. Jesaja kündet seinem Volk das Strafgericht über die Heidenvölker an und sagt dann zu ihnen: „Stärkt die schlaff gewordenen Hände und macht fest die strauchelnden Knie; sagt zu denen, die ein verzagtes Herz haben: Seid tapfer und fürchtet euch nicht! Seht, da ist euer Gott! Die Rache kommt, die Vergeltung Gottes; Er selbst kommt und wird euch retten!“ (Jes. 35, 3- 4)

Und David sagt: „Steh auf, o Herr, in Deinem Zorn...“

 

„Steh auf, o Herr! Erhebe, o Gott, Deine Hand! Vergiss die Elenden nicht!“ (Ps. 7, 7a; 10, 12)

Die Bibel sagt: „Warum toben die Heiden und ersinnen die Völker Nichtiges?... und sie schrecken mit Seinem Grimm!“ (Ps. 2, 1- 6)

 

Die Spötter spotten und die Heiden toben nur solange, bis Gott aufsteht zum Gericht. Dann wird Er zu ihnen reden in Seinem Zorn

„Verhaltet euch auf diese Weise: Und zwar in richtiger Erkenntnis der gegenwärtigen Zeit, dass nämlich die Stunde nunmehr für uns da ist aus dem Schlaf zu erwachen; denn jetzt ist die Rettung uns näher als damals, als wir zum Glauben gekommen sind; die Nacht ist vorgerückt und der Tag nahe gekommen.“ (Röm. 13, 11-12a, Me)

 

Das nahende Ende der Weltzeit mahnt uns zum Wandel im Licht und in der Wahrheit und zur Heiligung. Ohne Heiligung wird niemand den Herrn sehen. (Hebr, 12, 14) Auch Daniel sagt am Schluss des Buches mahnende, ernste Worte: „Viele sollen gesichtet, gereinigt und geläutert werden; und die Gottlosen werden weiter gottlos bleiben...“ (Dan. 12, 10)

 

Wir leben in einer gespannten Zeit, aber auch in einer Zeit, der wir voller Erwartung und Hoffnung entgegen sehen können. Jesus kommt wieder! Sein Tag ist nicht mehr fern. Petrus nennt sich selbst „Teilhaber der Herrlichkeit“ Er sagt: Versorgt die Gemeinde gut, die euch Gott anvertraut hat. Hütet die Herde Gottes als gute Hirten, und das nicht nur aus Pflichtgefühl, sondern aus freien Stücken. Das erwartet Gott. Seid nicht darauf aus, euch zu bereichern, sondern arbeitet gern, auch ohne Gegenleistung. Spielt euch nicht als Herren eurer Gemeinde auf, sondern seid ihre Vorbilder. Nur dann werdet ihr den unvergänglichen, herrlichen Siegeskranz erhalten, wenn Christus kommt, der ja der oberste Hirte der Gemeinde ist.“ (1. Petr. 5, 2-4, Hfa) 

 

Die Bibel zeigt uns verschiedene Arten von Belohnungen. Lukas 6, 23 spricht von großem Lohn, in Matthäus 5, 46 wird der Lohn in frage gestellt. Jesus gibt uns Klarheit mit Seiner Aussage: „Wer euch aufnimmt, der nimmt Mich auf; und wer Mich aufnimmt, der nimmt den auf, der Mich gesandt hat. Wer einen Propheten aufnimmt, weil er ein Prophet ist, der wird den Lohn eines Propheten empfangen; und wer einen Gerechten aufnimmt, weil er ein Gerechter ist, der wird den Lohn eines Gerechten empfangen; und wer einem dieser auch nur einen Becher mit kaltem Wasser zu trinken gibt, weil er ein Jünger ist, wahrlich, Ich sage euch, der wird seinen Lohn nicht verlieren.“ (Mat. 10, 40- 42) 

 

 

 

25. Christen erwacht!

 

Das Christentum ist massiv bedroht und wird unmerkbar auf Abwege gelenkt. Mit Denkweisen entgegen der göttlichen, mit Raffinessen, mit List und mit säkularen Ideen wird eine systematische Demontage biblischer Werte seit langem vorangetrieben. Dabei werden Wahrheiten des Evangeliums zugedeckt und verdunkelt. Die Gute Nachricht wird systematisch zu einer schlechten Nachricht gemacht. Wer nicht bibelfest ist, wird ein leichtes Opfer dieser teuflischen Machenschaften, was unweigerlich zum Abfall von der reinen, biblischen Lehre führt. Dies ist ein Beweis dafür, dass unsere Zeit die ENDZEIT ist.

 

Die endzeitlichen Turbulenzen häufen sich sehr schnell. Das Motto lautet in der Tat: Anpassung! Den Nichtwissenden fällt es nicht schwer, sich an die Welt anzupassen, religiöse Toleranz zu üben und Kompromisse zu schließen. Sie schlucken widerspruchslos und ungeprüft alles, was da kommt. Am Ende tragen auch sie mit Verantwortung am geistlichen Abwärtstrend. Das geistliche Leben verflacht und verkommt schließlich. Genau das ist die Strategie des Teufels! Er tritt in Scheinfrömmigkeit auf, um die Autorität des Wortes Gottes zu untergraben.

Die Menschen geraten immer mehr in den Sog der Massenmeinung, werden den göttlichen Werten entfremdet und einer globalen Ökumene zugeführt. Der Antichrist wird eine Einheitskirche einführen, Anbetung von allen Menschen fordern, sich in den Tempel setzen und als Gott verehren lassen. Schon jetzt strebt man, unter Druck von Politikern, die Vereinigung aller Religionen an, unter der raffinierten Ausnutzung der Friedens- und Versöhnungssehnsucht der Menschen und unter dem Motto der Europa- Hymne: „Alle Menschen werden Brüder“.

„Die Stunde ist schon da, dass wir vom Schlaf aufwachen sollten, denn jetzt ist unsere Errettung näher, als da wir gläubig wurden. Die Nacht ist vorgerückt, der Tag aber ist nahe.“ (Röm. 13, 11b. 12a) 

 

Die Gottes Wort bewahren, die bewahrt auch der Herr, nämlich bis an den „Tag Jesu Christi“. (Luk. 11, 28)

 

26. Eschatologie - Die endzeitlichen Dinge

 

Eschatologie ist die Lehre von den letzten Dingen. Die Jünger wiesen Jesus auf den Prachtbau des Tempels hin. Doch Jesus sprach zu ihnen: „Wahrlich, Ich sage euch: Hier wird kein Stein auf dem anderen bleiben, der nicht abgebrochen wird!“ (Mat. 24, 2)

Damit wies Jesus auf die römische Eroberung und Zerstörung Jerusalems hin. Später, als sie auf dem Ölberg waren, fragten Ihn die Jünger: „Sage uns, wann wird dies geschehen, und was wird das Zeichen Deiner Wiederkunft und des Endes der Weltzeit sein?“ (V. 3)

Auf das „Wann“ hätten viele gern eine genaue zeitliche Angabe. Jesus gab uns keine, somit müssen wir allezeit bereit sein. Einen wichtigen Hinweis hinsichtlich des Endes dieses Zeitalters gab Er doch als Er sagte: „Und dieses Evangelium vom Reich wird in der ganzen Welt verkündigt werden, zum Zeugnis für alle Heidenvölker, und dann wird das Ende kommen.“ (Mat. 24, 14)

Auf die Frage der Jünger antwortete Jesus mit folgenden Worten: „Habt acht, dass euch niemand verführt! Denn viele werden unter Meinem Namen kommen und sagen: Ich bin der Christus! Und sie werden viele verführen. Ihr werdet aber von Kriegen und Kriegsgerüchten hören; habt acht, erschreckt nicht; denn dies alles muss geschehen; aber es ist noch nicht das Ende. Denn ein Heidenvolk wird sich gegen das andere erheben und ein Königreich gegen das andere; und es werden hier und dort Hungersnöte, Seuchen und Erdbeben geschehen. Dies alles ist der Anfang der Wehen.“ (Mat. 24, 4- 8)

Der Anfang der Wehen geschieht schon heute. Und viele Gotteskinder erschrecken bei diesen Aussagen und fragen sich: Müssen wir auch durch die Trübsal? Darauf sagt die Bibel ein klares „Nein!“ Dieses Nein gilt, wenn du Gottes Wort bewahrst und treu zu Jesus hälst (Offb. 3, 10). Im letzten Halbsatz liegt ein verdeckter Hinweis darauf, dass wir Gotteskinder dann nicht mehr auf der Erde wohnen werden. Wir sollen aber bis zuletzt wachsam sein, die Christenverfolgung aushalten, und sehnsüchtig unseren Herrn vom Himmel erwarten. Auch Daniel spricht von Prüfung und Läuterung. Er sagt: „Viele sollen gesichtet, gereinigt und geläutert werden; und die Gottlosen werden gottlos bleiben, und kein Gottloser wird es verstehen; aber die Verständigen werden es verstehen“ (Dan. 12, 10).

Das Volk Gottes wird in den Endzeitreden Jesu wiederholt auf die Wachsamkeit und Bereitschaft Seines Kommens hingewiesen. „Habt acht!“ „So wacht nun, da ihr nicht wißt, in welcher Stunde euer Herr kommt!“ „Darum seid auch ihr bereit! Denn der Sohn des Menschen kommt zu einer Stunde, da ihr nicht meint.“ (Mat. 24, 4. 42. 44)

„Wenn aber diese Dinge anfangen zu geschehen, so blickt auf und hebt eure Häupter empor, weil eure Erlösung naht.“ (Luk. 21, 28)

 

Auch Paulus sagt es, dass wir vor dem Zorn errettet werden: „... um Seinen Sohn aus dem Himmel zu erwarten, den Er aus den Toten auferweckt hat, Jesus, der uns errettet vor dem zukünftigen Zorn.“ 

Dieses Wort lässt uns erkennen, dass die Entrückung der Gemeinde vor der großen Trübsal zu erwarten ist. Aber doch werden wir ermahnt, wachsam zu sein, weil der Herr plötzlich erscheinen wird: „Wacht nun und betet zu aller Zeit, dass ihr würdig geachtet werdet, diesem allem, was geschehen soll, zu entfliehen und vor dem Sohn des Menschen zu stehen.“ (Luk. 21, 36)

Die Bibel sagt: „Denn es wird eine Drangsal sein, wie von Anfang der Welt bis jetzt keine gewesen ist und auch keine mehr kommen wird. Und wenn jene Tage nicht verkürzt werden, so würde kein Fleisch gerettet werden; aber um der Auserwählten willen sollen jene Tage verkürzt werden.“ (Mat. 24, 21- 22) 

Die Verse 15- 26 in Matthäus 24 beschreiben die zweite Hälfte der Trübsal, die wir noch in der Schrift betrachten wollen. Christen haben es ohnehin schwer, den Widerwärtigkeiten und Versuchungen zu widerstehen. Wer meint, das der Weg ins Reich Gottes auf Rosen gebettet sei, der irrt. Zur Zeit der Apostel wurden die Gläubigen ermahnt, „unbeirrt im Glauben zu bleiben und dass wir durch viele Bedrängnisse in das Reich Gottes eingehen müssen.“ (Apg. 14, 22b)

 

A) Wer kann bestehen?

„Wenn Du, o Herr, Sünden anrechnest, wer kann dann bestehen?“ 

(Ps. 130, 3) „Darum werden die Gottlosen nicht bestehen im Gericht, noch die Sünder in der Gemeinde der Gerechten.“ (Ps. 1, 5)

Wenn es immer härter wird, wer kann dann als Christ bestehen? Antwort: Die Treuen. Jesus kommt wieder, um die Erlösten heimzuholen, dann kommt Er zu Seinem Volk Israel und zum Weltgericht. Maleachi sagt: „Wer aber wird den Tag Seines Kommens ertragen, und wer wird bestehen, wenn Er erscheint?“ (Mal. 3, 2)

Wer kann bestehen bei Seiner Parusie (= Ankunft Anwesenheit)? „Warum toben die Heiden und ersinnen die Völker Nichtiges? Die Könige der Erde lehnen sich auf, und die Fürsten verabreden sich gegen den Herrn und gegen Seinen Gesalbten... Dann wird Er zu ihnen reden in Seinem Zorn und sie schrecken in Seinem Grimm.“ (Ps. 2, 1- 2. 5)

Darin liegt ein Hinweis auf das Endgericht. „Wer an den Sohn Gottes glaubt, hat ewiges Leben; wer aber dem Sohn nicht glaubt, der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm.“ (Joh. 3, 36)

Der Zorn Gottes bleibt auf denen, die nicht glauben wollen. Die Gotteskinder werden ermahnt, wachsam zu sein, weil der Herr plötzlich erscheinen wird: „Wacht nun und betet zu aller Zeit, dass ihr würdig geachtet werdet, diesem allem, was geschehen soll, zu entfliehen und vor dem Sohn des Menschen zu stehen.“ (Luk. 21, 36)

Wir können also gewürdigt werden, dem Gericht zu entfliehen, Anfechtungen zu bestehen und zu stehen vor dem Menschensohn

Wer fest im Glauben steht, der kann am Ende bestehen. Der Paulus sagt: „... du aber stehst durch den Glauben. Sei nicht hochmütig (den Juden gegenüber), sondern fürchte dich!“ (Röm. 11, 20b)

Israel ist Gottes auserwähltes Volk; und nirgendwo in der Bibel steht, dass diese Erwählung heute nicht mehr gilt. Aber das steht geschrieben: „Aus Zion wird der Erlöser kommen und die Gottlosigkeiten von Jakob abwenden, und das ist Mein Bund mit ihnen, wenn Ich ihre Sünden wegnehmen werde.“ (Röm. 11, 26b- 27; Jes. 59, 20. 21)

Wir müssen zusehen, dass wir selbst mit Gottes Hilfe bestehen. Denn Gott schließt die Tür der Gnade zu. Gott schließt zu, und niemand schließt auf. Der Allmächtige sprach das erste Wort, Er spricht auch das letzte Wort. Jesus ist A und O, der Anfang und das Ende.

 

 

 

 

 27. Gott setzt einen Schlusspunkt

 

Bei Seinem ersten Kommen auf die Erde hat der Sohn dem Vater einen Wink gegeben: „Siehe, Ich komme, um Deinen Willen, o Gott, zu tun.“ (Hebr. 10, 9)

Vor Seiner Himmelfahrt gab Jesus den Jüngern und der Gemeinde einen Wink: „Ich gehe hin, euch eine Stätte zu bereiten!“ (Joh. 14, 2b) Bei Seinem zweiten Kommen bekommt der Sohn vom Vater einen Wink: „Geh!“ (Mat. 24, 36)

Der König aller Könige und Herr aller Herren hat von Seinem Vater den Auftrag bekommen, die bewohnte gegen Ihn rebellierende Erde, mit Gewalt in Besitz zu nehmen. Und das, nachdem Er mehr als 2.000 Jahre lang die Rebellen eingeladen hat, zu Gott umzukehren. In dieser Zeit von 2.000 Jahren hat der König viele Menschen erlöst und zu Königskindern gemacht, zu Gotteskindern. Er hat so ein großes Volk des Herrn für Seinen Namen aus den Heiden gemacht. (Apg. 15, 14; Jes. 53, 11. 12) Gott hat nun entschieden, dass die Zeit der Gnade für die Nationen zu Ende ist, wenn die Frevler das Maß (der Sünde) voll gemacht haben. (Dan. 8, 23; Röm. 11, 25) 

Unser Herr Jesus wird Seine teuer erkaufte Brautgemeinde bald ins Vaterhaus heimholen, in die von Ihm vorbereiteten Wohnstätten. So wie Gott 120 Jahre lang auf die Generation Noahs gewartet hat, ob die Menschheit vielleicht Buße tun und zu Gott umkehren würde, so hat er auch der jetzigen Menschheit seit Golgatha 2.000 Jahre Zeit gegeben, zu Ihm umzukehren. Christen müssen in dieser letzten Zeit hellwach sein, sonst verschlafen sie die Wiederkunft Jesu! „Und so gewiss es dem Menschen bestimmt ist, einmal zu sterben, danach aber das Gericht, so wird Christus, nachdem Er sich einmal zum Opfer dargebracht hat, um die Sünden vieler auf Sich zu nehmen, zum zweiten mal denen erscheinen, die auf Ihn warten, nicht wegen der Sünde, sondern zum Heil.“ (Hebr. 9, 27- 28)

Der Apostel Paulus ermahnt die Gotteskinder, die letzte Zeit vor der Wiederkunft Jesu mit Sorgfalt zu nutzen und auszukaufen. „...und kauft die Zeit aus, denn die Tage sind böse.“ (Eph. 5, 16)

 

28. Tag des Zornes Gottes

 

Gottes Zorn wird ausgegossen über die Gottlosen. „Denn es wird geoffenbart Gottes Zorn vom Himmel her über alle Gottlosigkeit und Ungerechtigkeit der Menschen, welche die Wahrheit durch Ungerechtigkeit aufhalten, weil das von Gott Erkennbare unter ihnen offenbar ist, da Gott es ihnen offenbar gemacht hat; denn Sein unsichtbaren Wesen, nämlich Seine ewige Kraft und Gottheit, wird seit Erschaffung der Welt an den Werken durch Nachdenken wahrgenommen, so dass sie keine Entschuldigung haben.“ (Röm. 1, 18- 20)

Paulus spricht hier nicht nur über den kommenden Zorn Gottes, er begründet ihn auch. An der Schöpfung konnten und können die Menschen erkennen, dass da ein Schöpfer im Himmel ist. Die Menschen unterdrücken die Wahrheit, treten sie mit Füßen, verdrehen und verfälschen sie. Und so glauben sie ihrer eigenen Lüge und ziehen andere mit herunter, wohlwissend, dass Gott existiert. Darum haben sie keine Entschuldigung. Zu den Pharisäern und Sadduzäern sprach Johannes: „Schlangenbrut! Wer hat denn euch eingeredet, ihr könntet dem zukünftigen Zorn entfliehen? So bringt nun Früchte, die der Buße würdig sind!“ (Mat. 3, 7b- 8)

Gottes Gnade, Seine große Geduld und Langmut wird abgelöst am Tag des Zorns Gottes. Die Menschen wussten genau, dass sie gottlos gelebt und den lebendigen und wahrhaftigen Gott bewusst herausgefordert, Ihn ignoriert oder verachtet haben. Darum haben sie keine Entschuldigung! Der Gottlose Mensch kann sich für sein gottloses Leben vor Gott nicht entschuldigen und nicht rechtfertigen. Ein Kapitel weiter sagt Paulus: „Oder verachtest du den Reichtum Seiner Güte, Geduld und Langmut, und erkennst nicht, dass dich Gottes Güte zur Umkehr leitet? Aber aufgrund deiner Verstocktheit und deines unbußfertigen Herzens häufst du dir selbst Zorn auf für den Tag des Zorns und der Offenbarung des gerechten Gerichts Gottes, der jedem vergelten wird nach seinen Werken.“ (Röm. 2, 4- 6)

Jesus Selbst ist der Feldherr in dem großen Feldzug, zu dem der Antichrist seine Heere gegen Israel (gegen das Volk des Herrn) mobilisiert. Der Herr zieht in den Kampf, um siegreich daraus hervorzugehen, so sagt es die Bibel (Offb. 6, 2). Heere von 200 Millionen Kriegern werden auf der Erde streiten, wüten, Kriege führen. Die vier Engel an den vier Enden der Erde werden losgebunden, sodass sie Unheil anrichten und ein Drittel der Menschheit töten, wozu sie auch verordnet waren. (Offb. 9, 13- 21) Jesus weist auf diese Zeit hin mit einem Gleichnis im Lukasevangelium, Kapitel 19, 11f. Dort heißt da am Schluss: „Doch jene Meine Feinde, die nicht wollten, dass Ich König über sie werde - bringt sie her und erschlagt sie vor Mir!“

 Die Christus herrschen ließen in ihrem Leben, die werden mit Christus auf Erden herrschen (1. Kor. 6, 2). In dieser Zeit der Trübsal und des Gerichts wird der Antichrist auf Erden herrschen und sieben Jahre lang Chaos und Verderben anrichten, mehr Zeit gibt Gott ihm nicht. Der Zorn Gottes wird über die gerichtsreife Welt ausgegossen werden.

 

 Gott hat die Engel nicht verschont

 

„Denn wenn Gott die Engel nicht verschonte, die gesündigt haben, sondern sie in Fesseln der Finsternis in den Abgrund warf, um sie zum Gericht aufzubewahren, und wenn Er die alte Welt nicht verschonte, sondern nur Noah, den Verkündiger der Gerechtigkeit, als Achten bewahrte, als er die Sintflut über die Welt der Gottlosen brachte, und auch die Städte Sodom und Gomorra einäscherte und so zum Untergang verurteilte, womit Er sie künftigen Gottlosen zum warnenden Beispiel setzte, während Er den gerechten Lot heraus rettete, der durch den zügellosen Lebenswandel der Frevler geplagt worden war (denn dadurch, dass er es mit ansehen musste, quälte der Gerechte, der unter ihnen wohnte, Tag für Tag seine gerechte Seele mit ihren gesetzlosen Werken), so weiß der Herr die Gottesfürchtigen aus der Versuchung zu erretten, die Ungerechten aber zur Bestrafung aufzubewahren für den Tag des Gerichts.“ (2. Petr. 2, 4- 9)

Lot wurde in letzter Sekunde von den zwei Engeln aus der gerichtsreifen Stadt Sodom herausgezogen, wie aus einem Feuer.

Das ist ein Hinweis darauf, dass Gott bis zur letzten Minute die Menschen errettet wie aus einem Feuer, die sich zu Ihm wenden. Die den „Fürst des Lebens“ in ihrem Leben aufnehmen, die sind dann in Sicherheit. Sie haben Frieden mit Gott. Die Christus herrschen ließen in ihrem Leben, die werden mit Christus auf Erden herrschen. Gott hat auch die gewalttätigen und gottlosen Menschen zu Noahs Zeit nicht verschont, sondern gerichtet. 

In dieser furchtbaren Zeit der Trübsal und des Gerichts wird der Antichrist auf Erden herrschen, sieben Jahre lang, mehr Zeit gibt Gott ihm nicht. Wer wird dann bestehen? Die Menschen leben gottlos, verführen zur Sünde und werden verführt.

„Darum werden die Gottlosen nicht bestehen im Gericht, noch die Sünder in der Gemeinde der Gerechten.“ (Ps. 1, 5)

Jesus kam um die Menschen zu erlösen; Er kommt wieder, um die Erlösten heimzuholen, und Er kommt dann zu Seinem Volk Israel und zum Gericht. Die Bibel sagt auch: „Warum toben die Heiden und ersinnen die Völker Nichtiges? Die Könige der Erde lehnen sich auf, und die Fürsten verabreden sich gegen den Herrn und gegen Seinen Gesalbten... Dann wird Er zu ihnen reden in Seinem Zorn und sie schrecken in Seinem Grimm.“ (Ps. 2, 1- 2. 5)

Jesus, unser Erlöser, unser Hohepriester, unser Fürsprecher sitzt zur Rechten Gottes auf dem Thron. Die Bibel sagt: „Der Herr sprach zu Meinem Herrn: Setze Dich zu Meiner Rechten, bis Ich Deine Feinde hinlege als Schemel für Deine Füße! Der Herr wird das Zepter Deiner Macht ausstrecken von Zion: Herrsche inmitten Deiner Feinde! Dein Volk ist willig am Tag Deines Kriegszuges... Der Herr zu Deiner Rechten zerschmettert Könige am Tag Seines Zorns. Er wird Gericht halten unter den Heiden, es wird viele Leichen geben; Er zerschmettert das Haupt über ein großes Land.“ (Ps. 110, 1- 3a. 5- 6)

Wer die Güte und die Gnade Gottes verachtet, wer Seine große Barmherzigkeit und Geduld und Liebe verschmäht, und wer durch dauernde Sünden das Kreuz und das Sühneblut des Lammes Gottes  verspottet und nicht umkehrt und Buße tut, der kann keine Gnade finden und keine Vergebung erlangen. Jesus sagt: „Um jenen Tag aber und die Stunde weiß niemand, auch die Engel im Himmel nicht, sondern allein Mein Vater. Wie es aber in den Tagen Noahs war (1. Mo. 6), so wird es auch bei der Wiederkunft des Menschensohns sein. (Mat. 24, 36. 37f)

Im nächsten Teil wollen wir das Buch der Offenbarung betrachten.

 

 

Inhalt:

 

1. Die Endzeit - Gemeinde

 

2. Schlimme Zeiten

 

3. Die Entrückung

 

4. Nicht in Unkenntnis lassen

 

5. Zeitpunkt der Wiederkunft Jesu

 

6. Alle schliefen ein

 

7. „Ich sage euch ein Geheimnis“

 

8. Hinweise auf den Antichristen

 

9. Folgen der Entrückung

 

10. Nöte der Endzeit

 

11. Entrückung vor der Trübsal

 

12. Vision des Daniel

 

13.Die Große Trübsal

 

14. Die sichtbare Wiederkunft Jesu

 

15. Der „Tag des Herrn“- Gerichtstag

 

16. „Seht den Feigenbaum“

 

17. Der „Zorn Gottes“

 

18. Rettung vor den Zorn Gottes

 

19. Gottes Vorsorge zur Errettung

 

20. Fluten der Bosheit

 

21. Würdig werden zu entfliehen

 

22. „Wandelt würdig des Evangeliums!“

 

23. Der Richterstuhl Jesu- der „Tag Jesu Christi“

 

  24. Wenn Gott aufsteht...

  25. Christen erwacht!

  26. Escatologie - Die endzeitlichen Dinge

  27. Gott setzt einen Schlusspunkt

  28. Der Tag des Zorns Gottes