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Aus dem Buch der 

"Offenbarung Jesu Christi"

von Günter Masuch im Selbstverlag

 

Zu erfragen unter:

e-mail: guentermasuch37@gmail.com

 

 

 

Bild oben: Die Insel Patmos

 

 

 

4. Blick in den Himmel

 

Johannes gehörte zu den zwölf Aposteln, zu den drei Jüngern, die  auf dem Berg der Verklärung waren; ihm wurde auf Patmos das Vorrecht zuteil, in den Himmel hineinzuschauen, zu sehen und zu hören die Herrlichkeit Gottes, und was am Ende geschehen wird.

„Nach diesem schaute ich, und siehe, eine Tür war geöffnet im Himmel; und die erste Stimme, die ich gleich einer Posaune mit mir reden gehört hatte, sprach: Komm hier herauf, und Ich will dir zeigen, was nach diesem geschehen muss!“ (Offb. 4, 1)

Während auf der Erde immer mehr Türen für Jesus geschlossen werden, schließt Gott die Tür zum Himmelreich auf. Nach dem Sündenfall Adams wurde die Tür zum Paradies verschlossen, Jesus hat sie für Seine Gemeinde wieder geöffnet. 

Ab Kapitel vier der Offenbarung ist die Gemeinde bereits in den Himmel entrückt, denn sie wird fortan nicht mehr erwähnt. Mit einer gewaltigen Stimme des Erzengels und der Posaune Gottes wird das Signal für die Entrückung ertönen (1. Th. 4, 13-18). Jesus wird die Seinen holen in die Wohnstätten, die Er Selbst bereitet hat. Zuvor wird Er die verstorbenen Gläubigen rufen beim Schall der „letzten Posaune“ (1. Kor. 15, 51- 52; Joh. 5, 28. 29). 

 

Beim Hören dieser gewaltigen Stimme, wie eine Posaune, war Johannes momentan im Geist. Er sah, er hörte und er erlebte im Geist den Himmel. Die geöffnete Tür zum Himmel bedeutet, dass die Gemeinde Zugang hat. Jesus sagt: „ Ich bin die Tür. Wenn jemand durch Mich hineingeht, wird er gerettet werden.“ (Joh. 10, 9a)

 

Er sagt aber auch: „Und Ich habe noch andere Schafe, die nicht aus dieser Schafhürde sind; auch diese muss Ich führen, und sie werden Meine Stimme hören und es wird eine Herde und ein Hirte sein.“ (Joh. 10, 16)

 

Im Himmel sind alle Glieder mit dem Haupt vereint (Eph. 2, 14-18). Dort gibt es nur durch das Blut des Lammes erlöste Glieder. Immer mehr Juden erkennen ihren Messias (Röm. 11, 25). Diese gehören jetzt schon zu der Gemeinde Jesu und werden an der Entrückung teilhaben. „Meine Schafe hören Meine Stimme, und Ich kenne sie (alle), und sie folgen Mir (alle) nach; und Ich gebe ihnen (allen) das ewige Leben...“ (Joh. 10, 27-28a)

 

 

5. Der Thron Gottes

 

„Und sogleich war ich im Geist; und siehe, ein Thron stand im Himmel, und auf dem Thron saß Einer. Und der darauf saß, war in Seinem Aussehen einem Jaspis und einem Sardisstein gleich; und ein Regenbogen war rings um den Thron, der glich in seinem Aussehen einem Smaragd. Um rings um den Thron waren Throne, und auf den Thronen sah ich 24 Älteste sitzen, die mit weißen Kleidern bekleidet waren und auf ihren Häuptern goldene Kronen hatten. “ (Offb. 4, 2-4)

 

Der auf dem Thron Sitzende ist in Herrlichkeit gehüllt. Diese Herrlichkeit wird besonders durch die zwei Edelsteine Jaspis und Sardis zum Ausdruck gebracht. Als Hesekiel die Herrlichkeit Gottes sah, fiel er auf sein Angesicht (Hes. 1. 28b); als Daniel sie sah, fiel er in Ohnmacht (Dan. 10, 9), wie auch Johannes. Der Ort des Geschehens ist jetzt der Himmel, in den Johannes versetzt worden ist. Die Herrlichkeit Gottes wird symbolisch mit kostbaren Edelsteinen beschrieben (Hes. 1, 26-28). Der Regenbogen ist ein Zeichen der Gnade Gottes, wie es bei Noah nach der Sintflut ein Zeichen des Bundes und der Gnade war (1. Mo. 8, 20-22).

 

Die 24 Ältesten, die auf 24 Thronen saßen, hatten goldene Kronen auf ihren Häuptern. Die goldenen Kronen sind Siegeskronen griechisch= stephanoi. Engel haben keine Kronen und sitzen nicht auf Thronen. 

Die 24 Ältesten sind die Repräsentanten der geschaffenen himmlischen Wesen und Häupter der himmlischen Priesterschaft, wie die vier Lebewesen die der irdischen Schöpfung sind. Die Zahl zwölf hat in Israel und im Himmel hohe Bedeutung: Zwölf Stämme, zwölf Jünger; und zwölf Tore hat das Neue Jerusalem und an den Toren zwölf Engel und Namen angeschrieben, nämlich die der zwölf Stämme der Söhne Israels. (Offb. 21, 12)

Im Alten Bund war die Stiftshütte der Tempel Gottes. Sie wurde errichtet nach dem himmlischen Vorbild (2. Mo. 25, 40; 26, 30). Das Gesetz ist nur der Schatten aber nicht das Wesen des Himmlischen (Hebr. 8,5; 10,1). Die Geräte des irdischen Tempels der Schaubrottisch, der siebenarmige Leuchter, der goldene Rauchaltar, die Bundeslade und der Gnadenthron mit den Cherubim waren von Hand gemachte Abbilder der himmlischen Hütte. Hier aber, in Kapitel 4 und 5 sehen wir den wahren erhabenen Thron Gottes. Die himmlische Hütte Gottes ist nicht von Händen gemacht.“ Sie ist nicht Sinnbild sondern Wirklichkeit. Auch wir selbst bekommen eine Hütte von Gott, nicht mit Händen gemacht (2. Kor. 5, 1).

Der heilige Gottesaltar, die Glut des himmlischen Feuers, das siebenfache Licht des Geistes, das himmlische Manna, der Kelch des Heils und das Blut Jesu Christi sind Wirklichkeit. Wir treten jetzt schon hinzu zu dem Himmlischen (für uns noch unsichtbaren) Gnadenthron Gottes. Jesus hat und den Zugang ins Heiligtum freigemacht, den neuen, lebendigen Weg.(Hebr. 4, 16; 10, 19)

 

„Und von dem Thron gingen Blitze und Donner und Stimmen aus, und sieben Feuerfackeln brennen vor dem Thron, welche die sieben Geister Gottes sind. Und vor dem Thron war ein gläsernes Meer, gleich Kristall; und in der Mitte des Thrones und rings um den Thron waren vier lebendige Wesen, voller Augen vorn und hinten. Und das erste lebendige Wesen glich einem Löwen, das zweite lebendige Wesen glich einem jungen Stier, das dritte lebendige Wesen hatte ein Angesicht wie ein Mensch, und das vierte lebendige Wesen glich einem fliegenden Adler. Und jedes einzelne von den lebendigen Wesen hatte sechs Flügel; ringsherum und innwendig waren sie voller Augen, und unaufhörlich rufen sie bei Tag und Nacht: Heilig, heilig, heilig ist der Herr, Gott der Allmächtige, der war und der ist und der kommt!“ (Offb. 4, 5-8)

 

Die sieben Geister Gottes werden auch in Kapitel 1, 4 und 5, 6 erwähnt. (Jes. 11, 2). Wir lesen auch von sieben Sendschreiben an sieben Gemeinden, sieben Engel, sieben Siegel, sieben Posaunen, sieben Schalen des Zorns. „Wie ein gläsernes Meer“ erscheint in der Vision des Hesekiel lesen (Hes. 1). Die vier lebendigen Wesen am Thron sind voller Augen, sie sehen alles. Sie loben Gott, die 24 Ältesten fallen nieder vor dem Thron und beten an, sie werfen ihre Kronen nieder: „Würdig bist Du, o Herr, zu empfangen Ruhm und die Ehre und die Macht; denn Du hast alle Dinge geschaffen...“(Offb. 4, 10-11)