Die Schöpfung bewahren - den Schöpfer loben!

 

Die güldne Sonne voll Freud' und Wonne bringt unser'n Grenzen mit ihrem Glänzen ein herzerquickendes, liebliches Licht. Mein Haupt und Glieder, die lagen darnieder;

aber nun steh ich, bin munter und fröhlich, schaue den Himmel mit meinem Gesicht.

 

 

Mein Auge schauet, was Gott gebauet

zu Seinen Ehren und uns zu lehren,

wie sein Vermögen sei mächtig und groß und wo die Frommen dann sollen hinkommen,

wann sie mit Frieden von hinnen geschieden aus dieser Erden vergänglichen Schoß.


 

Abend und Morgen sind Seine Sorgen;

segnen und mehren, Unglück verwehren

sind Seine Werke und Taten allein.

Wenn wir uns legen, so ist Er zugegen;

wenn wir aufstehen, so lässt Er aufgehen

über uns Seiner Barmherzigkeit Schein.

 

Ich hab' erhoben zu Dir hoch droben

all meine Sinnen; lass mein Beginnen

ohn' allen Anstoß und glücklich ergehn.

Laster und Schande, des Satanas Bande,

Fallen und Tücke treib ferne zurücke;

lass mich auf deinen Geboten besteh'n.

 

 

Alles vergehet. Gott aber stehet

ihn' alles Wanken; Seine Gedanken,

Sein Wort und Wille hat ewigen Grund.

Sein Heil und Gnaden, die nehmen nicht Schaden, heilen im Herzen die tödlichen Schmerzen,

halten uns zeitlich und ewig gesund.

 

Kreuz und Elende, das nimmt ein Ende,

Nach Meeresbrausen und Windessausen

leuchtet der Sonnen gewünschtes Gesicht.

Freude die Fülle und selige Stille

hab' ich zu warten im himmlischen Garten; dahin sind meine Gedanken gericht'.

(Paul Gerhardt)


Die Schöpfung bewahren!  Den Schöpfer ehren!


 

Geh aus, mein Herz, und suche Freud

in dieser schönen Sommerszeit

an deines Gottes Gaben;

schau an der schönen Gärten Zier

und siehe, wie sie mir und dir

sich ausgeschmückte haben. 

(Paul Gerhardt)

 

Die Bäume stehen voller Laub,

das Erdreich decket seinen Staub

mit einem grünen Kleide;

Narzissmus und die Julipan,

die ziehen sich viel schöner an

als Salomons Seide.

 

 

Die Lerche schwingt sich in die Luft,

das Täublein fliegt aus seiner Kluft

und macht sich in die Wälder;

die hochbegabte Nachtigall

ergötzt und füllt mit ihrem Schall

Berg, Hügel, Tal und Felder.

(Paul Gerhardt)

 

Die unverdrossne Bienenschar

fliegt hin und her, sucht hier und da sich süße Honigspeise,

des edlen Weinstocks starker Saft

bringt täglich neue Stärk' und Kraft

in seinem schwachen Reise.

 

Wie lieblich ist der Maien

aus lauter Gottes Güt'!

Des sich die Menschen freuen,

weil alles grünt und blüht.

Die Tiere sieht man springen

mit Lust auf grüner Weid',

die Vöglein hört man singen,

die loben Gott mit Freud'.

 

(Martin Behm 1557- 1622)

 

Du durchdringest alles; lass Dein schönstes Lichte, Herr, berühren mein Gesichte.

Wie die zarten Blumen willig sich entfalten 

und der Sonne stille halten,

lass mich so still und froh Deine Strahlen fassen und Dich wirken lassen.

(Gerhard Tersteegen  vor 1727)


Gottes Wort bewahren!


"Wir wissen: Wer ein Kind Gottes ist, der sündigt nicht, weil der Sohn Gottes ihn bewahrt. Darum kann der Teufel ihn nicht zu Fall bringen."  (1. Joh. 5, 18)

 

"Glückselig sind vielmehr die, die Gottes Wort hören und bewahren!" (Luk. 11, 28)

 

"Und der Friede Gottes, der allen Verstand übersteigt, wird eure Herzen und eure Gedanken bewahren in Christus Jesus!"

(Phil. 4, 7)