82. Die Gotteserkenntnis muss zunehmen

 

  1. Die Bibel gibt uns Aufschluss

 

Der Apostel Paulus sagt uns, warum die Gottserkenntnis bei us allen zunehmen muss. Er sagt zu der Gemeinde in Kolossäa: „Deshalb hören wir auch... nicht auf, für euch zu beten und zu bitten, das ihr erfüllt werdet mit der Erkenntnis Seines Willens in aller geistlicher Weisheit und Einsicht, damit ihr des Herrn würdig wandelt und Ihm in allem wohlgefällig seid: in  jedem gutem Werg fruchtbar und in der Erkenntnis Gottes wachsend, mit aller Kraft gestärkt gemäß der Macht Seiner Herrlichkeit zu allem standhaften Ausharren und aller Langmut, mit Freuden, indem ihr dem Vater Dank sagt, der uns tüchtig gemacht hat, teilzuhaben am Erbe der Heiligen  im Licht.“ (Kol. 1, 9- 12)

 

Das ist ein langer und schwerer Satz, den wir teilen und stückweise betrachten müssen. 

  1. Paulus spricht zuerst von der „Erkenntnis Seines Willens in aller geistlicher Weisheit und Einsicht.“ Sind wir denn dazu von Natur aus in der Lage? Nein, sind wir nicht. Und deshalb sagt der Apostel in Römer 12, Vers 2: „Und passt euch nicht diesem Weltlauf an, sondern lasst euch in eurem Wesen verwandeln durch die Erneuerung eures Sinnes, damit ihr prüfen könnt, was der gute und wohlgefällige und vollkommene Wille Gottes ist.“

Also: Unsere Herzenseinstellung und die Ausrichtung zu Gott müssen stimmen, um den guten, wohlgefälligen und vollkommenen Gotteswillen prüfen zu können. Wie eine Sattelitenschüssel genau auf den Satelliten ausgerichtet werden muss um einen guten Empfang zu bekommen. So müssen auch wir auf Gott ausgerichtet sein, um den Willen Gottes zu erkennen, und um Gottes Reden zu vernehmen. Dann folgt der zweite Punkt:

 

2. „...damit ihr des Herrn würdig wandelt!“ „Dann nämlich könnt ihr so leben, dass der Herr dadurch geehrt wird!“ (Hfa) 

Das ist die entscheidende Frage: Möchtest du so leben, dass der Herr dadurch geehrt wird? Gib Gott die Antwort!

3. „... und Ihm in allem wohlgefällig seid“; das bedeutet, immer das zu tun, was Gott gefällt. Man kann es auch so sagen: "Lasst euer Leben von Gottes Geist bestimmen. Wenn Er euch führt, werdet ihr allen selbstsüchtigen Wünschen widerstehen können." (Gal. 5, 16,Hfa)

Wer geistlich wandelt, spürt, was Gott gefällt. Möchtest du Gott wohlgefällig sein? Dann sage es Gott!

 

4. „in jedem guten Werk fruchtbar- und in der Erkenntnis Gottes wachsend.“ 

Gute Werke und Gotteserkenntnis gehören zusammen.

Paulus sagt an anderer Stelle: „Lasst uns aber im Gutestun nicht müde werden; denn zu seiner Zeit werden wir auch ernten, wenn wir nicht ermatten. So lasst uns nun, wo wir Gelegenheit haben, an allen Gutes tun, besonders aber an den Hausgenossen des Glaubens.“ (Gal. 6, 9- 10) Er sagt nicht „Gutes reden!“,sondern: "Gutes tun!"

Auch hier die Frage: Möchtest du in jedem guten Werk fruchtbar sein, dann sage es deinem Gott. Dann wirst du auch in der Erkenntnis wachsen.

 

5. „Und dann werden wir „mit aller Kraft gestärkt werden gemäß der Macht Seiner Herrlichkeit.“ 

 

Wau! Das ist wie ein sanfter Hammerschlag, der den Nagel auf den Kopf trifft.

Wer möchte denn nicht mit aller Kraft gestärkt werden! Aber das hängt auch von der Erfüllung der vorigen Punkte ab. Wenn wir darin einstimmen und tun, was Gott will, dann gibt Gott Seine Zustimmung, indem Er uns neu erfüllt mit Seiner Kraft. Gotteskinder müssen viel mehr vom Hören zum Tun gelangen.

Man kann es auch so sagen: Wir müssen viel häufiger das Gehörte Wort in die Tat umsetzen, dann wird auch Gott sich uns mehr zuwenden, indem er uns mit Seiner Kraft erfüllt. Auch das hat Jesus uns vorgelebt. Im Johannesevangelium, Kapitel acht, lesen wir: „Und der, welcher Mich gesandt hat, ist mit mir; der Vater läßt Mich nicht allein, denn Ich tue allezeit, was Ihm wohlgefällt.“ (Joh. 8, 29)

 

Das ist der entscheidende Punkt! Jesus bringt es mit dem, was Er sagt, immer auf den Punkt. Und alle Punkte Seiner Lehre sind absolut vollkommen, wahrhaftig und gut. Wir müssen nur Seinen Worten in allen Punkten folgen und sie tun.

Gott, der Vater, ließ Ihn nicht im Stich. Er lässt auch dich nicht im Stich; sondern du wirst von Ihm honoriert, wenn du allezeit tust, was Gott wohlgefällt.

 

B) Wachst in der Gnade und Erkenntnis!

 

Petrus erwähnt auch dieses Thema: „Und seht die Langmut unseres Herrn als eure Rettung an, wie auch unser geliebter Bruder Paulus euch geschrieben hat nach der ihm gegebenen Weisheit, so wie auch in allen Briefen, wo er von diesen Dingen spricht. In ihnen ist manches schwer zu verstehen, was die Unwissenden und Unbefestigten verdrehen, wie auch die übrigen Schriften, zu ihrem eigenen Verderben. Ihr aber, Geliebte, da ihr dies im Voraus wisst, so hütet euch, das ihr nicht durch die Verführung der Frevler mit fortgerissen werdet und euren eigenen festen Stand verliert! Wachst dagegen in derGnade und in der Erkenntnis unseres Herrn und Retters Jesus Christus“ (2. Petr. 3, 15- 18a)

Also: Gnade und Erkenntnis schützen den Gläubigen davor, fortgerissen zu werden aufgrund falscher Lehren und verdrehter Auslegung. 

 

C) Gefahren falscher Lehre

 

Gefahren von falscher Lehre gab es schon damals, nachdem Paulus auf seiner ersten Missionsreise mit Barnabas die Gemeinden gegründet hatte. Drum warnte er sie in seinem Brief an die Galater, nicht vom rechten Weg abzukommen und einer falschen Lehre Gehör zu schenken.

Die falsche Lehre war damals der Judaismus, der lehrte, man müsse zuerst Jude werden und das Gesetz Mose halten, bevor man Christ werden könne. Welch ein Irrtum: Erst in die Zwangsjacke rein, dann Errettung erfahren. Religionen haben schon immer ein „Muss“ vor der Erlösung: Buddhismus - Hinduismus - Islamismus - Judaismus.

In Sünden gebundene und versklavte Menschen wollen nicht ihr Gefängnis wechseln; von einem Gefängnis in das andere, sondern sie wollen Freiheit und Erlösung.

Paulus mahnte die Gemeinden in Galatien, dass sie nicht vom rechten Weg der Rechtfertigungslehre abkommen: Gerecht allein aus Glauben! Und deshalb weist Paulus sie auch darauf hin, dass er sein Evangelium nicht von Menschen, sondern direkt von Gott empfangen habe.

 

Das ist ja Hoch interessant in dem Zusammenhang, was Jesus sagt: „Meine Lehre ist nicht von Mir, sondern von dem, der mich gesandt hat. Wenn jemand Seinen Willen tun will, wird er erkennen, ob diese Lehre von Gott ist, oder ob Ich aus Mir selber rede.“(Joh. 7, 16- 17)

 

Jesus zwingt niemanden in Seine Nachfolge, sondern Er sagt: Wer Mir nachfolgen will, darf nicht mehr sich selbst in den Mittelpunkt stellen, sondern muss sein Kreuz auf sich nehmen und Mir nachfolgen.“ (Mat. 16, 24, Hfa)

Religion kennt nur Gesetz und Zwang, aber Jesus hat aus Liebe zu uns Sein Leben hingegeben zu unserer Erlösung. Und Er bittet uns, diese Liebestat anzunehmen.

 

D) Gotteserkenntnis

 

In seinem Brief an die Epheser sagt Paulus: „Darum lasse auch ich, nachdem ich von eurem Glauben an den Herrn Jesus und von eurer Liebe zu allen Heiligen gehört habe, nicht ab, für euch zu danken und in meinen Gebeten an euch zu gedenken...

Paulus war ein Vorbild in der Hingabe an Christus, in seinem Dienst, besonders auch im Missionsdienst für Christus, in seinem Leiden um des Namens Jesu willen und in seinen Gebeten und der Fürbitte. „Ich lasse nicht ab, für euch für euch zu danken in meinen Gebeten...“

 

Wie ist das bei uns? Wir beten eine Zeit lang, und dann lassen wir ab weiter zu beten. Paulus ließ nicht ab... Und nun der Gegenstand seiner Fürbitte: "dass der Gott unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Herrlichkeit, euch den Geist der Weisheit und Offenbarung gebe in der Erkenntnis Seiner Selbst, erleuchtete Augen eures Verständnisses...“

 

Drei Dinge müssen wir Gläubige beachten und noch verbessern: Bibelkenntnis - Erleuchtung - Gotteserkenntnis. Die Gotteserkenntnis muss besonders jetzt in der Endzeit zunehmen, wo Nicht-Wiedergeborene und Politiker den Gläubigen sagen wollen, was richtig und was falsch ist. Von der Gotteserkenntnis hängt das ewige Leben ab. Jesus sagt: „Das ist aber das ewige Leben, dass sie Dich, den allein wahren Gott, und den Du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen.“ (Joh. 17, 3)

Durch den Glauben erkennen wir! (Hebr. 3, 11)

 

Der gläubige Christ liest die Bibel, betet um Erleuchtung, dass er das Wort Gottes recht versteht, und um Gotteserkenntnis. Ein hohes Bibelwissen haben alle Theologen, eine Erleuchtung und wahre Gotteserkenntnis nur wenige. Darum sollt ihr beten, dass der Geist Gottes euch erleuchtete Augen eures Verständnisses gibt. In Epheser 5, Vers 14 steht: „Wache auf , der du schläfst, und stehe  auf aus den Toten, so wird Christus dich erleuchten.“

Der von Gott gesalbte und wird dich salben, der von Gott gesandte wird dich senden, der von Gott erleuchtete wird dich erleuchten. Und du wirst strahlen und leuchten und andere Menschen werden angestrahlt und erleuchtet werden.

 

Alle sollen zu der Erkenntnis der Wahrheit kommen. Alle sollen gerettet werden! Alle sollen den Wahrhaftigen erkennen! Alle sollen sich freiwillig vor Gott beugen. Denn einmal müssen sich alle Knie vor Ihm beugen und bekennen, dass Er der Herr ist. (Phil 2, 10)

 

E) Gotteserkenntnis ist nötig

 

Gotteserkenntnis ist nötig, damit unser Glaube gestärkt wird und wachsen kann. Gotteserkenntnis ist nötig in jedem Land und bei aller Bevölkerung, damit der Glaube wächst und das Land und die Bevölkerung gesegnet werden. Und Gotteserkenntnis ist nötig, um ein Volk und Land vor falschen Lehren, vor Götzenanbetung und Satanismus und vor dem Niedergang zu schützen. Nachfolgende Schilderung aus dem Alten Testament bestätigt obige Aussage:

 

Nachdem Josua gestorben war und auch die Ältesten des Volkes Israels und die ganze Generation, kam eine andere Generation nach ihnen auf, die den Herrn nicht kannte, auch nicht die Wunderwerke, die Er an dem Volk getan hatte. Die Bibel sagt: „Da taten die Kinder Israels, was böse war in den Augen des Herrn und dienten den Baalen; und sie verließen den Herrn, den Gott ihrer Väter, der sie aus dem Land Ägypten herausgeführt hatte, und folgten anderen Göttern der Völker, die um sie herum wohnten, und beteten sie an und ergrimmten den Herrn und dienten Baal und den Astarten.“ (Rich. 2, 10- 13)

 

Was dann folgte eine traurige Geschichte durch das ganze Buch der Richter hindurch: Die heidnischen Völker gewannen Überhand über das Volk Israel. Gott gab sie in die Hand von Räubern und verkaufte sie in die Hand ihrer Feinde, so lesen wir. (Rich. 2, 14) Doch Gott sandte einen Engel nach Bochim, der sprach zu ihnen folgendes: „Ich habe euch aus Ägypten herausgeführt und euch in das Land gebracht, das Ich euren Vätern zugeschworen habe;... und Ich will meinen Bund mit euch nicht aufheben ewiglich! Ihr aber sollt mit den Einwohnern dieses Landes keinen Bund machen, sondern ihre Altäre niederreißen. Aber ihr habt Meiner Stimme nicht gehorcht! Warum habt ihr das getan?“ (Rich. 2, 1- 2)

 

Das könnte man auch heute zu vielen vom Glauben an Gott abgefallenen Menschen sagen: „Warum habt ihr das getan?“ "Jesus hat euch doch erlöst, und ihr hattet diesen Glauben am Anfang! Warum habt ihr den Bund mit Ihm verlassen? Warum habt ihr die Flinte ins Korn geworfen und wurdet zu Deserteuren, zu Fahnenflüchtigen? Warum habt ihr alles hingeworfen: Die Vergebung der Sünden, die Erlösung Schuld, die Rechtfertigung durch den Glauben, das Erbe im Himmel und die ewige Herrlichkeit bei Gott. Das alles setzt ihr aufs Spiel? Wer hat euch bezaubert, Gott den Rücken zuzuwenden und das Gesicht von Ihm abzuwenden? Ihr habt den falschen Weg eingeschlagen, den Weg des Verderbens! Ihr habt den Gnadenthron verlassen und seid auf dem Weg zum Gerichtsthron Gottes! Warum habt ihr das getan?

 

Gott muss doch heute sehr betrübt darüber sein, dass die jetzige Generation sich vom Glauben ihrer Väter und Großväter abgewandt und gleichzeitig sich dem Islam und anderen heidnischen Religionen zugewandt hat, die einen toten Götzen anbeten und dem lebendigen Gott in Jesus Christus den Rücken zugewandt haben.

Die Folgen ihres Fehltritts werden auch heute nicht ausbleiben. Die Reaktion des Volkes Israels damals auf diese Klage, oder Anklage des Engels war positiv: Das Volk erhob seine Stimme und weinte. Daher nannten sie den Ort „Bochim“= Ort der Weinenden.

 

Wer sein Fehlverhalten einsieht und bereut, und die Reue mit Weinen zu Ausdruck bringt, macht den ersten Schritt zur Umkehr. Aber wir wollen die Menschen, die sich von Gott abwenden und einen falschen Weg eingeschlagen haben, nicht verurteilen sondern für sie beten. Deshalb ist Gotteserkenntnis im Volk nötig.

Und deshalb ist die Christenlehre in den Schulen und auch Elternhäusern bitter nötig geworden, damit die Kinder in den Spuren ihrer gläubigen Eltern und den Wegen Gottes folgen. Das ist auch der Grund, warum Gott das Volk Israel wiederholt ermahnte, dass sie das Gesetz und die Bestimmungen Gottes ihren Kindern einschärfen sollten. Im fünften Buch Mose lesen wir:  „Höre Israel, der Herr ist unser Gott, der Herr allein! Und du sollst den Herrn, deinen  Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen Kraft. Und diese Worte, die Ich dir heute gebiete, sollst du auf dem Herzen tragen, und du sollst sie deinen Kindern einschärfen und davon reden wenn du in deinem Haus sitzt oder auf dem Weg gehst, wenn du dich niederlegst und wenn du aufstehst.“ (5. Mo. 6, 4- 7)

 

Also sollen auch wir jede Gelegenheit nutzen und mit den Kindern über den christlichen Glauben reden. Das christliche Abendland ist so tief gesunken, dass die Menschen hier die christliche Lehre nicht mehr kennt. Im Religionsunterricht der Schulen werden die Lehren der heidnischen Religionen der Christenlehre gleichwertig nebeneinander gestellt. Wie sollen  unsere Kinder den Unterschied erkennen und zur wahren Gotteserkenntnis gelangen?

 

 

 

F) Das helle Licht des Evangeliums

 

Wenn ein Mensch im Dunkeln wandelt, kann er den Weg nicht recht sehen. In den geistlichen Dingen ist es so: Wer im Dunklen wandelt, kann mangels Licht den Weg des Heils nicht finden. Evangelium ist „Frohe Botschaft“, und es ist Licht auf dem Weg:

„Dein Wort ist meins Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Weg.“ (Ps. 119, 105)

 

Wir Christen sind zum Licht in dieser dunklen Welt gesetzt. Wir müssen das Licht in die Häuser derer tragen, die noch im Dunkeln sitzen. Paulus sagt: „Wenn aber unser Evangelium verhüllt ist, so ist es bei denen verhüllt, die verlorengehen; bei den Ungläubigen; denen der Gott dieser Weltzeit (Satan) die Sinne verblendet hat, so dass ihnen das helle Licht des Evangeliums von der Herrlichkeit des Christus nicht aufleuchtet, welcher Gottes Ebenbild ist.“ (2. Kor. 4, 2- 4)

Alle sollen zur Erkenntnis der Wahrheit gelangen und im Licht wandeln, in dem Licht des Wortes Gottes. Johannes sagt: „Wir wissen aber, dass der Sohn Gottes gekommen ist und uns Verständnis gegeben hat, damit wir den Wahrhaftigen erkennen. Und wir sind in dem Wahrhaftigen, in Seinem Sohn Jesus Christus. Dieser ist der wahrhaftige Gott und das ewige Leben. Kinder, hütet euch vor den Götzen! Amen.“ (1.Joh. 5, 20- 21)

 

G) Der neue Bund

 

Das Volk Israel hatte den Bund mit Gott gebrochen. Das hinderte Gott nicht daran, einen neun Bund mit Israel und mit allen Menschen zu schließen. Der Prophet Jeremia sagt: „Siehe, es kommen Tage, spricht der Herr, da Ich mit dem Haus Israel und mit dem Haus Juda einen neuen Bund schließen werde; nicht wie der Bund, den Ich mit ihren Vätern schloß an dem Tag, da Ich sie bei der Hand ergriff, um sie aus dem Land Ägypten herauszuführen; denn sie haben Meinen Bund gebrochen, obwohl Ich doch ihr Eheherr war, spricht der Herr. 

Sondern das ist der Bund, den Ich mit dem Haus Israel nach jenen Tagen schließen werde, spricht der Herr: Ich will Mein Gesetz in ihr Innerstes hineinlegen und es auf ihre Herzen schreiben, und Ich will ihr Gott sein, und sie sollen Mein Volk sein; und es wird keiner mehr seinen Nächsten und keiner mehr seinen Bruder lehren und sagen: „Erkenne den Herrn!“ Denn sie werden Mich alle kennen, vom Kleinsten bis zum Größten unter ihnen, spricht der Herr; denn Ich werde ihre Missetat vergeben und an ihre Sünde nicht  mehr gedenken!“ (Jer. 31, 31- 34)

Jesus ist der vollkommene Hohepriester. Er hat mit Seinem eigenen Blut Seinen neuen Bund unterzeichnet. Er hat das levitische Priestertum abgelöst, sogar abgeschafft, denn es konnte uns nicht erlösen. Jesus ist Priester in Ewigkeit und Bürge eines besseren Bundes und einer besseren Hoffnung. (Hebr. 7, 6- 13) Juden und Nichtjuden können teilhaben an diesem Bund. Und so lesen wir im Epheserbrief: „Durch Christus haben wir Frieden. Er hat Juden und Nichtjuden in Seiner Gemeinde vereint und die Mauer zwischen ihnen niedergerissen. Durch Sein Sterben hat Er das jüdische Gesetz mit all seinen Geboten und Forderungen endgültig außer Kraft gesetzt. (Eph. 2, 14f, Hfa) 

 

 

41. Liebt Gott von ganzem Herzen!

 

Nahet euch zu Gott!

 

Die Propheten im Alten Bund weisen zwar auch auf den Erlöser hin, der kommen sollte und der auch kam. Aber das Gesetz konnte uns nicht erlösen. Wir lesen im Hebräerbrief: „Die frühere Vorschrift ist außer Kraft gesetzt worden, weil sie schwach und nutzlos war. Denn das Gesetz Moses konnte die Menschen nicht vollkommen machen und ans Ziel führen. Jetzt aber haben wir eine bessere Hoffnung gewonnen, die uns wirklich in die Nähe Gottes bringt.“ (Hebr. 7, 18. 19, Hof.)

Jetzt heißt es: „Naht euch zu Gott, so naht er sich zu euch!“ (Jak. 4, 8a)

Jesus hat uns diese Hoffnung gebracht: Wir können zu Gott nahe kommen. Wenn doch die Menschen Jesus kennen würden, sie würden voller Liebe zu ihm seine Nähe suchen. Und je näher wir ihm kommen, desto mehr Licht und Erkenntnis gewinnen wir über ihn. Der Grund für das fehlende Licht und die fehlende Erkenntnis liegt darin, dass wir nicht, oder zu wenig darauf achten, was er sagt. Würden wir Jesu Worte mehr beachten und auch das tun, was er sagt, dann könnte und dann würde er allen unseren Mangel ausfüllen, uns Leben und volles Genüge schenken. Der Liederdichter hat es selbst erfahren: Nahe bei Jesus, o Leben so schön, seliges Wandeln auf sonnigen Höh’n! Nicht einen Schritt mehr von Jesus entfernt, selig, ja selig, wer dieses gelernt! (B. Kühn)

 

Wirkt Gottes Werke!

Einmal kam ein Gesetzesgelehrter zu Jesus, versuchte ihn und sprach: „Meister, was muss ich tun, um ewiges Leben zu erben?“ Jesus sprach: „Was steht im Gesetz geschrieben?“ Er antwortete: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen Kraft und deinen Nächsten wie dich selbst.“ Was sagte Jesus dazu? „Du hast recht geantwortet; tue dies, so wirst du leben!“ (Luk. 10, 25- 28)

Diese Geschichte will uns lehren: Das Kennen der Gebote genügt nicht, es hilft uns nicht weiter in unserem Glaubensleben. Wir müssen Werke des Glaubens haben! (vgl: Jak. 2, 17f., 1. Joh. 2, 17). Im Tun der Werke Gottes beweisen wir unseren Glauben und unsere Liebe zu Gott, und wir empfangen wir Leben aus Gott.

 

Werke für Gott beweisen unsere Liebe zu Gott

Jesus hat viele Werke gewirkt, durch Gott und für Gott. Wer an den Sohn Gottes glaubt, der wird auch Werke Gottes tun. (Joh. 14, 12) Sie bringen uns näher zu Gott. Er sagt: „Wer meine Gebote festhält und sie befolgt, der ist es, der mich liebt; wer aber mich liebt, der wird von meinem Vater geliebt werden, und ich werde ihn lieben und mich ihm offenbaren.“ (Joh. 14, 21) 

Weil wir Jesus lieben, arbeiten wir für das Reich Gottes. Die Liebe zu Jesus macht uns aktiv, eifrig und brennend für Gott. Das Licht des Evangeliums muss leuchten in der dunklen Welt; und das Feuer des Heiligen Geistes muss brennen in den Herzen der Gotteskinder. Damit viele Menschen die Herrlichkeit Gottes erfahren. Jesus hat uns schon geliebt, als wir noch in Dunkelheit unseres Herzens und in Übertretung des Gesetzes wandelten. (Röm. 5, 8) Aus lauter Liebe hat er uns zu sich gezogen und in sein Licht geführt, und aus der Gottesferne in die Gottesnähe gebracht. Johannes sagt: „Meine Kinder, lasst uns nicht mit Worten lieben, noch mit der Zunge, sondern in der Tat und Wahrheit!“ (1. Joh. 3, 18) Und Jesus sagt: „Wenn jemand mich liebt, so wird er mein Wort befolgen, und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm machen.“ (Joh. 14, 23)

 

Sei ganz sein, oder lass es ganz sein!

Jesus möchte uns ganz haben, denn er hat ein Ganzopfer gebracht zu unserer Erlösung. Wir gehören nicht uns selbst, sondern dem, der  uns erkauft mit seinem Blut. Wie heißt es doch: „Du sollst Gott, deinen Herrn, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen Kraft und deinen Nächsten wie dich selbst.“

Lasst uns Gott nicht halbherzig lieben, auch nicht mit doppelter Seele, wie es Jakobus sagt: „Naht euch zu Gott, und er wird sich zu euch nahen. Reinigt eure Hände, ihr Sünder, und  läutert eure Herzen, die ihr eine doppelte Seele habt.“ (Jak. 4, 8, Konkordante Übers.)

„Macht eure Herzen keusch, ihr Wankelmütigen!“ (Luther)

„Heiligt eure Herzen, ihr Zwiespältigen!“ (Bruns Übers.)

„Schenkt Gott eure Herzen, ihr Schwankenden!“ (Gute Nachricht Übers.

„Lasst Gott allein in euren Herzen wohnen!“ (Hoffnung für alle Übers.)

„Come near to God and he will come near to you. Wash your hands, you sinners, and purify your heards, you doublemindet.“ (New International Version)

 

 

40. Der König der Herrlichkeit

 

„O Herr, der König freut sich in deiner Kraft, und wie frohlockt er so sehr über dein Heil! Du hast ihm gegeben, was sein Herz wünschte, und ihm nicht verweigert, was seine Lippen begehrten. Denn du kamst ihm entgegen mit köstlichen Segnungen, du hast eine Krone aus Feingold auf sein Haupt gesetzt. Er bat dich um Leben, du hast es ihm gegeben; Dauer der Tage für immer und ewig. Groß ist seine Herrlichkeit durch deine Rettung; Hoheit und Pracht hast du auf ihn gelegt. Denn du setzt ihn zum Segen für immer, erquickst ihn mit Freude vor deinem Angesicht. Denn der König vertraut auf den Herrn und durch die Gnade des Höchsten wird er nicht wanken.“ (Ps. 21, 2- 8)

Welch großartige Worte eines Königs über den „König der Herrlichkeit.“ Nicht irgend ein König, sondern der große, gottgeweihte König David, der Sänger und Psalmist schrieb diese Worte. David hatte innigen Kontakt zu seinem Gott; er lobte und verherrlichte Gott. Vor jeder Schlacht, vor jedem Kampf rief der König Israels Gott an. Er rief auch das Volk zur Fürbitte auf, wie wir im zwandzigsten Psalm lesen können. David kannte seinen Gott; er kannte auch die Macht des Gebets und erfuhr häufig Erhörung. Deshalb vergisst er auch nicht, Gott zu danken und ihm Anbetung und Lobpreis darzubringen. Den Sieg über die Feinde erwartet er allein von Gott. Seine Seele konnte allezeit frohlocken und die Siege des Herrn im Glauben ausrufen, bevor die Schlacht geschlagen war. 

Genau das ist ein Glaubensakt! Denn darin wird das Vertrauen zu Gott (in Gott) offenbar. David ging es immer um die Ehre Gottes. Deshalb heißt es auch von ihm: „Ein Mann nach dem Herzen Gottes!“ Er wollte sich nichts selbst zuschreiben, denn er wusste: Alle Gaben sind Leihgaben von Gott. Darum gebührt Gott alle Ehre. Deshalb war das Gotteslob und die Ehre und Verherrlichung Gottes ein fester Bestandteil seines Lebens, was in allen seinen Psalmen klar erkennbar ist. Sein persönliches, gutes Verhältnis zu Gott kommt in diesem Psalm durch die häufige persönliche Anrede Gottes zum Ausdruck. (das „Du“ erscheint hier zehn mal, bei Bruns siebzehn mal.) In allen Königs- Psalmen wird auch der prophetische Charakter deutlich. Das ist dem geistlichen Bibelleser sicher längst aufgefallen.

Hier und in Psalm 24 ist die Rede von dem „großen König“ und dem „König der Herrlichkeit:“ „Hebt eure Häupter empor, ihr Tore, und hebt euch, ihr ewigen Pforten, damit der König der Herrlichkeit einziehe! Wer ist dieser König der Herrlichkeit? Es ist der Herr, der Starke und Mächtige, der Herr, der Held im Streit!“ (Ps. 24, 7. 8)

Der Psalmist will alle Menschen, vor allem aber, die Priester des Heiligtums aufwecken, die Herzenstüren zu öffnen für den König der Herrlichkeit. Er trägt nicht mehr die Dornenkrone, welche die Kriegsknechte ihm auf sein Haupt drückten, die Krone der Leiden und der Schmach. Nein! Er trägt die goldene Krone der Ehre und der Herrlichkeit. Wir haben allen Grund, diesen König zu ehren!

Der Psalmist ruft uns auf: „Kommt, lasst uns dem Herrn zujubeln und jauchzen dem Fels unseres Heils!… Denn der Herr ist ein großer Gott und ein großer König über alle Götter.“ (Psalm 95, 1. 3)

Jesus schließt das „Vater Unser“ mit den Worten: „Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit! Amen.“

Jesus spricht selbst von seiner Wiederkunft, indem er sagt: „Und dann wird das Zeichen des Menschensohnes am Himmel erscheinen, und dann werden sich alle Geschlechter der Erde an die Brust schlagen, und sie werden den Sohn des Menschen kommen sehen auf den Wolken des Himmels mit großer Kraft und Herrlichkeit.“ (Matth. 24, 30)

Der König der Herrlichkeit wird sich aufmachen und die Königskinder und Erben seines Königreichs zu sich zu holen. Es heißt:„Dann werden die Heiden den Namen des Herrn fürchten und alle Könige auf Erden deine Herrlichkeit, wenn der Herr Zion gebaut hat und erschienen ist in seiner Herrlichkeit …“ (Ps. 102, 16- 17) 

Die zwei Engel sprachen: „Dieser Jesus, der von euch weg in den Himmel aufgenommen worden ist, wird in derselben Weise wiederkommen, wie ihr ihn habt in den Himmel auffahren sehen!“ (Apg. 1, 11) Jesus sagt: „Siehe, ich komme bald; halte fest, was du hast…“ Und: „Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wenn jemand meine Stimme hört und die Tür öffnet, …“ Hören und Öffnen ist angesagt! Dem König der Herrlichkeit Einlass gewähren! Erwartest du den König der Herrlichkeit? 

 

 

39. Sorgenkinder oder Königskinder?

 

Gibt es Sorgenkinder unter  den Gotteskindern? Ja, leider viele! Wir schaffen uns selbst Probleme und Sorgen, und merken oft nicht, dass sie unseren Glauben behindern und den Segen Gottes verhindern. Es heißt: „Mit Sorgen und mit Grämen läßt Gott sich gar nichts nehmen; es muss erbeten sein.“ Für Sorgen und Probleme gibt es eine Abladestelle: Golgatha. Petrus sagt: „Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch.“ (1. Petr. 5, 7)  Und Paulus  sagt: „Sorgt euch um nichts; sondern in allem laßt durch Gebet und Flehen mit Danksagung eure Anliegen vor Gott kundwerden.“ (Phil. 4, 6. 7)

Königskinder haben keine Sorgen; der König sorgt für sie. Paulus fügt hinzu: „Und der Friede Gottes, der allen Verstand übersteigt, wird eure Herzen und eure Gedanken bewahren (verbergen) in Christus Jesus!“ Wir versäumen es häufig, unsere Anliegen (unsere Sorgen) durch Gebet und Flehen und mit Danksagung vor Gott kundwerden zu lassen! Und darum gehören wir auch zu den Sorgenkinder. Wenn wir aber unser Versäumnis nachholen und alles, was uns bedrückt Gott im Gebet unterbreiten, dann gelangen unsere Anliegen an die rechte Stelle, und unsere Sorgen liegen in guten Händen. Dann haben wir abgelegt, was uns bedrückt; wie man Akten ablegt, die erledigt sind, oder die in eine andere Abteilung, an eine höhere Instanz gehören. Ein anderer kümmert sich nun darum. Ich habe damit nichts mehr zu tun. Wenn ihr das Weiterleiten der Sorgen an die zuständige Behörde, die höhere Instanz, vollzogen habt, bekümmert euch das nicht mehr. Das meint Paulus, wenn er sagt: „Und der Friede Gottes, der allen Verstand übersteigt, wird eure Herzen und Gedanken bewahren in Christus Jesus!“ 

Unser Augenmerk ist auf Jesus gerichtet, nicht auf die Sorgen. Jesus sagt: „Seid nicht besorgt für euer Leben, was ihr essen und was ihr trinken sollt, noch für euren Leib, was ihr anziehen sollt! Ist nicht das Leben mehr als die Speise und der Leib mehr als die Kleidung? Seht hin auf die Vögel des Himmels, dass sie weder säen noch ernten, noch in Scheunen sammeln, und euer himmlischer Vater ernährt sie doch. Seid ihr nicht viel wertvoller als sie? Wer aber unter euch kann mit Sorgen seiner Lebenslänge eine Elle zusetzen?“(Matth. 6, 25- 27, Elb.)

 

Trennungen und Ärgernisse

 

Nur wer seine Sorgen auf  Jesus wirft und sein Vertrauen auf Gott setzt, kann unbesorgt sein. Jesus deutet das Gleichnis vom Samen unter die Dornen gesät so: „Unter die Dornen gesät aber ist es bei dem, der das Wort hört, aber die Sorge dieser Weltzeit und der Betrug des Reichtums ersticken das Wort, und es wird unfruchtbar.“ (Matth. 13, 22)

Ärger und Ärgernisse sind Gift für die Seele, destruktiv und zerstören gute Verbindungen. Ärger laugt aus und macht den Menschen krank. Und wer starke Schuldgefühle hat, bei dem werden Hormone freigesetzt, die Krankheiten erzeugen. Sorgen, Ärger und Schuld gehören ans Kreuz. Gebt kein Ärgernis! Nehmt keinen Anstoß und gebt keinen Anstoß, außer Anstöße positiver Art! Paulus sagt: „Ich ermahne euch aber, ihr Brüder: Gebt acht auf die, welche Trennungen und Ärgernisse bewirken im Widerspruch zu der Lehre, die ihr gelernt habt, und meidet sie.“ (Röm. 16, 17; 14, 13)

Trennungen sind niemals gut, weder in einer Ehe noch in der Gemeinde. Hier geht es um die gesunde, biblische Lehre, die nicht allen Gläubigen schmeckt. Manche Leute ärgern sich so sehr über ein Wort des Predigers, dass sie die Gemeinde für immer verlassen und nicht  über die Konsequenz ihres Handelns nachdenken. Andere  laden schwere Schuld auf sich und erwarten dennoch den Segen Gottes. Hier treten die Worte Jesu ins Rampenlicht, der gesagt hat: „Wer nicht mit mir ist, der ist gegen mich, und wer nicht mit mir sammelt,  der zerstreut!“ (Matth. 12, 30)  

Schuldgefühle drücken zu Boden. Gib deine Schuld ab an Jesus! Viele Menschen ärgern sich an Jesus. Das ist ganz schlimm. Jesaja spricht vom „Stein des Anstosses und Fels des Ärgernisses.“ (Jes. 8, 14) Christus war den Juden ein Ärgernis und  den Griechen eine Torheit.  Paulus sagt weiter: „Denen aber, die berufen sind, sowohl Juden als auch Griechen, verkündigen wir Christus, Gottes Kraft und Gottes Weisheit.“ (1. Kor. 1, 24)

Das Evangelium ist Gottes Kraft zum Heil jedem Glaubenden.

Königskinder sind reich gemachte, prädestinierte und prevelegierte Menschen, die sich niemals von ihrem König trennen.

 

Heilung von Leib und Seele

 

Krankheiten jeder Art kann Jesus heilen, die Gebundenen kann er freimachen, die Gefangenen in die Freiheit führen. Der Schöpfer kennt Leib und Seele; er kann sie auch heilen. Zu dem Lahmen sagte Jesus: „Steh auf, nimm deine Liegematte und geh umher!“ (Joh. 5, 8)

Du kannst, wie jener, 38 Jahre an einer Krankheit leiden und immer neue Ausreden für deine Unbeweglichkeit finden und in deiner Unbeweglichkeit verharren, weil dir niemand hilft und andere dir immer zuvor kommen. Du kannst aber auch Mut fassen und im Namen Jesu aufstehen! Schau nicht auf die Krankheit und nicht auf die Probleme, sondern schau auf den, der die Probleme lösen kann! 

Gott bekennt sich zu denen, die im Glauben aufstehen und aufsehen auf Jesus! Er freut sich darüber, wenn Menschen sich erheben, Gott vertrauen und im Aufblick auf ihn aktiv werden. Gott ist gut. Wage etwas mit Gott und für Gott! Er liebt dich so sehr, dass er seinen Sohn für dich in den Tod gab. Und der gute und liebende Gott bittet und nötigt uns, das zu tun, was gut ist, und was heilsam und segensreich ist für uns und für andere. Er wendet alle Not und hilft uns aus dem Tod! Unser Misstrauen und unser Unglaube können Gottes Arm nicht bewegen, aber unser Vertrauen zu ihm kann es. Der Glaube kann Berge versetzen. Petrus sprach zu Jesus: „Meister, auf dein Wort will ich das Netz auswerfen!“ (Luk. 5, 5b) 

Der Erfolg war überwältigend! Auf das Wort Jesu ging Petrus auch auf dem Wasser. Lasst uns mutig sein und dem Allmächtigen mehr zutrauen! Auf sein Wort wollen wir etwas wagen und handeln.

 

Der Vorläufer und Herold des Königs 

 

Johannes der Täufer wurde im Alten Testament angekündigt (Jes. 40, 3- 5; Mal. 3, 1). Er erscheint als Vorläufer und Wegbereiter Jesu. Mit seiner Botschaft „Tut Buße, denn das Reich der Himmel ist nahe herbeigekommen“ (Matth. 3, 2), hat Johannes das messianische Königreich erneut angekündigt, das die Propheten geweissagt hatten. Es ist das Königreich des Himmels, weil es die Regierung des Himmels auf der Erde darstellt (vgl. Matth. 6, 10). Daniel weist darauf hin (Dan. 2, 34- 35. 44; 7, 23- 27). Johannes wies immer wieder auf Jesus hin: „Ich zwar taufe mit Wasser zur Buße; der aber nach mir kommt, ist stärker als ich, dessen Sandalen zu tragen ich nicht würdig bin; er wird euch mit Heiligem Geist und Feuer taufen.“ (Matth. 3, 11)

Er war überzeugt, dass Jesus der Messias und der König aller Könige und Erlöser aller Menschen ist. Wohl aufgrund seiner scharfen Reden geriet Johannes ins Gefängnis. Dort hörte er dann von den Werken, die Jesus tat. Plötzlich überfielen ihn Zweifel.  Er sandte zwei seiner Jünger zu Jesus und ließ ihm sagen: „Bist du derjenige, der kommen soll, oder sollen wir auf einen anderen warten?“ (Matth. 11, 3f)

Das ist erstaunlich! Wo er doch den Messias und das Königreich Gottes angekündigt hatte. Hatte Johannes etwa an einer Sache Anstoß genommen? Dann sandte Jesus Jünger zu Johannes und ließ ihm sagen, was sie hörten und sahen: „Blinde werden sehend und Lahme gehen, Aussätzige werden rein und Taube hören, Tote werden auferweckt, und Armen wird das Evangelium verkündigt. Und glückselig ist, wer nicht Anstoß nimmt an mir!“ (Matth. 11, 6)

Als diese unterwegs waren, sprach Jesus zu der Volksmenge über Johannes und sagte auch: „Wahrlich, ich sage euch: Unter denen, die von Frauen geboren sind, ist kein Größerer aufgetreten als Johannes der Täufer; doch der Kleinste im Reich der Himmel ist größer als er. Aber von den Tagen Johannes des Täufers an bis jetzt leidet das Reich der Himmel Gewalt, und die, welche Gewalt anwenden, reißen es an sich.“ (V. 11. 12) Jesus ließ sich selbst von Johannes im Jordan taufen, obwohl er kein Sünder ist und die Taufe nicht benötigte. Damit stellte er sich den Sündern gleich und erfüllte das Vorbild des Aaron, der als Priester an den Waschungen teilnahm. Jesus wollte den Forderungen des Gesetzes Genüge leisten. Johannes wehrte ihm, doch Jesus sprach: „Lass es jetzt so geschehen; denn so gebührt es uns, alle Gerechtigkeit zu erfüllen!“ (Matth. 3, 15)

Der Vater hat ihn zweimal bestätigt, bei der Taufe und auf dem Verklärungsberg. Auf die Taufe des Königs folgte die Salbung, als sich der Himmel öffnete und der Heilige Geist auf ihn herabkam. (Matth. 3, 16) So wurde Jesus vom Vater selbst für das Werk der Erlösung geweiht (Apg. 4, 27; 10, 38). 

 

 

38. Der Anfang der Erkenntnis

 

„Die Furcht des Herrn ist der Anfang der Erkenntnis.“ (Spr. 1, 7a)

Die fehlende Gottesfurcht in den Gemeinden zieht viele Fehler nach sich, offenbart geistlichen Mangel, auch den Mangel an Schriftkenntnis und Gotteserkenntnis. Man muss zum Anfang der Erkenntnis zurückkehren, also die Furcht des Herrn und die Ehrfurcht Gottes wieder annehmen, damit die geistliche Mangeler-scheinung aufhört. Nie war dies nötiger als heute. Die Sprüche des Königs Salomo sind uns dabei hilfreich. Wer liest sie? Und die ganze Bibel verhilft uns zur Gotteserkenntnis; wer liest sie?

Die Christen in Beröa forschten täglich in der Schrift (Apg. 17, 11).  Nach Pfingsten blieben die Gläubigen beständig in der Lehre der Apostel, sie blieben auch beständig in der Gemeinschaft, in der Abendmahlsfeier und in den Gebetsstunden (Apg. 2, 42f),  die heute vielerorts aufgelöst werden. Sie hielten alle Dinge gemeinsam, verkauften ihre Güter und verteilten sie unter den Bedürftigen. Jeden  Tag hatten sie Gottesdienst. Täglich bekehrten sich auch die Menschen. Und kein Wunder: „Es kam aber Furcht (Gottesfurcht) über alle Seelen, und viele Wunder und Zeichen geschahen durch die Apostel. “ (Vers 43)

Ehrfurcht vor Gott

Wenn der Geist Gottes die Menschenherzen bewegt, dann folgt die geistliche Gesinnung wie von selbst. Dann zerbricht der Stolz und der Eigensinn, die Hartherzigkeit und die Selbstsucht. Es kommt eine Gottesfurcht und eine Ehrfurcht über alle. Plötzlich gibt es keine Rangordnung mehr; die Amtsträger schmelzen dahin, weil die Liebe Gottes, seine Barmherzigkeit und Gnade den Menschen so spürbar und greifbar nahe kommt. Dann begreifen wir Erkenntnis, dann ergreifen wir Verständnis! Es fehlt in den Gemeinden an gesunder biblischer Lehre, es fehlt an Gotteserkenntnis und an Gottesfurcht. Es fehlt an Unterweisung. In den Familien fehhlt es an Unterweisung und Zurechtweisung. Salomo sagt: „Höre, mein Sohn, auf die Unterweisung deines Vaters, und verwirf nicht die Lehre deiner Mutter! Denn sie sind ein schöner Kranz für dein Haupt und ein Schmuck um deinen Hals. Mein Sohn, wenn dich Sünder überreden wollen, so willige nicht ein.“ (Spr. 1, 8- 10)

Unverständige Menschen lieben mehr den Spott als Erkenntnis der Wahrheit. Unverständige sind unbelehrbar; und Unbelehrbare sind recht-haberrisch, selbstsicher und Besserwisser. Darum klopft das Unglück an ihre Türen und das Verderben ereilt sie. Die Weis-heit spricht weiter: „Weil ihr vielmehr allen meinen Rat verwerft und meine Zurechtweisung nicht begehrt, so werde ich auch über euer Unglück lachen, wenn das kommt, was ihr fürchtet.“ (Spr. 1, 25- 26)

Das Annehmen der Ermahnung und das Bewahren der Gebote wendet das Ohr zur Weisheit und das Herz zur Einsicht hin. „Die Furcht des Herrn ist die Schule der Weisheit, und der Ehre geht Demut voraus.“ (Spr. 15, 16)

 

Gesunde Lehre

 

Die Bibel sagt: „Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Belehrung, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, damit der Mensch Gottes gaz zubereitet sei, zu jedem guten Werk völlig ausgerüstet.“ (2. Tim. 3, 16)

Paulus schreibt an Timotheus: „Habe acht auf dich selbst und auf die Lehre; bleibe betsändig dabei! Denn wenn du dies tust, wirst sowohl dich selbst retten als auch die, welche auf diech hören.“ (1. Tim. 4, 16)

Heute haben sich viele fremdartige und bibelfremde Lehren in die Gemeinden eingeschlichen. Da gilt es wachsam zu sein, zu korrigieren und sich korrigieren zu lassen.  „Wenn jemand fremde Lehren verbreitet und nicht die gesunden Worte unseres Herrn Jesus Christus annimmt und die Lehre, die der Gottesfurcht entspricht, so ist er aufgeblasen und versteht doch nichts, sondern krankt an Streitfragen und Wortgefechten, woraus Neid, Zwietracht, Lästerung, böse Verdächti-gungen entstehen, unnütze Streitgespräche von Menschen, die eine ver-dorbene Gesinnung haben und der Wahrheit beraubt sind …“ (K. 6, 3- 5)

Die Aufgeblasenen, die Paulus erwähnt, müssen Dampf ablassen und die Hochgestellten herunterkommen vom „hohen Ross“. Vielleicht gibt es noch eine Chance, dass die Gemeinde gesundet. Ohne Gottesfurcht und die gesunde Lehre wird es nicht gelingen.

Denkt daran: Wir sind Gottes Hausgenossen, „auferbaut auf der Grundlage der Apostel und Propheten, während Jesus Christus selbst der Eckstein ist, in dem der ganze Bau, zusammengefügt, wächst zu einem heiligen Tempel im Herrn, in dem auch ihr miterbaut werdet zu einer Wohnung Gottes im Geist.“ (Eph. 2, 20- 21)

Darum wollen wir in allem, was wir tun, seine Gnade rühmen und ihm die Ehre geben, damit der geistliche Bau wächst zu einem Tempel in Gott, und wir in diesem Tempel miterbaut werden zu einer Wohnung Gottes im Geist. Gottes Wort soll uns dazu ermutigen, dass wir „in Liebe zusammengeschlossen und mit völliger Gewissheit im Verständnis bereichert werden, zur Erkenntnis des Geheim-nisses Gottes, des Vaters,  und des Christus, in welchem alle Schätze der Weisheit und Erkenntnis verborgen sind.“ (Kol. 2, 2- 3)

 

Gottesfurcht und der Obrigkeit untertan

 

Der Verfall der Werte und der Niedergang eines Volkes hängen ganz eng mit der zunehmenden Säkularisierung und der fehlenden Gottesfurcht zusammen. Das Böse in der Welt nimmt in gleichem Maße zu, wie die Gottesfurcht abnimmt. Die fehlende Gottesfurcht zieht eine fehlende Weisheit und den Mangel an Erkenntnis nach sich. Das ist lehrt uns die Geschichte der Menschheit; das ist auch heute so. Gottesfürchtige Menschen sind der Obrigkeit untertan, denn sie halten sich an das Wort der Bibel: „Jedermann ordne sich den Obrigkeiten unter, die über ihn gesetzt sind; denn es gibt keine Obrigkeit, die nicht von Gott wäre; die bestehenden Obrigkeiten aber sind von Gott eingesetzt. Deshalb zahlt ihr ja auch Steuern…“ (Röm. 13, 1. 6a)

Das Verhältnis aller Menschen zu ihrem Staat ist hier festgelegt. Paulus sagt abschließend: „So gebt nun jedermann, was ihr schuldig seid: Steuer, dem die Steuer, Zoll, dem der Zoll, Furcht, dem die Furcht, Ehre, dem die Ehre gebührt.“ (Röm. 13,7)

 

 

37. Worte des Trostes und der Hoffnung

 

Am letzten Passahfest nahm Judas den Bissen aus Jesu Hand und ging hinaus in die Nacht, um ihn zu verraten.  Danach erwies Jesus den Jüngern beispielhaft einen Liebesdienst in Form einer Fuß-waschung und sagte zu ihnen, dass auch sie einander die Füße waschen sollen. Dann sprach er: „Jetzt ist der Sohn des Menschen verherrlicht, und Gott ist verherrlicht durch ihn!“ (Joh. 13, 31) 

Und dann hörten die Jünger Jesus sagen: „Kinder, nur noch eine kleine Weile bin ich bei euch. Ihr werdet mich suchen, und wie ich zu den Juden sagte: Wohin ich gehe, dorthin könnt ihr nicht kommen!, so sage ich es jetzt auch zu euch.“ (Vers 33)

Jesus gab ihnen ein neues Gebot auf den Weg: Sie sollten einander lieben, „damit, wie ich euch geliebt habe, auch  ihr einander liebt.“ (V. 34)

„Daran (also an dieser Liebe der Jünger zueinander,) wird jedermann erkennen, dass ihr meine Jünger seid.“ 

Jesus musste sie ermutigen: „Euer Herz sei nicht beunruhigt, nicht erschüttert! Glaubt an Gott und glaubt an mich!“ (Joh. 14, 1)

Die Jünger waren traurig geworden, weil ihr Herr und Meister auch von seinem Weggang zum Vater sprach. Darum sprach er Worte des Trostes und der Hoffnung zu ihnen: „So habt ihr nun Traurigkeit; ich werde euch wiedersehen, und dann wird euer Herz sich freuen, und niemand soll eure Freude von euch nehmen.“ (Joh. 16, 22)

Wenn ein guter Freund von uns geht, sind wir traurig darüber.  Jesus ist den Jüngern und uns mehr als ein guter Freund. Und wenn der „gute Freund“ sagt: „Ich komme wieder!“, so muss die Traurigkeit dem Trost Platz machen. Nachdem er auf die Woh-nungen im Vaterhaus hingewiesen hatte, sagte er: „Und wenn ich hingehe und euch eine Stätte bereite, so komme ich wieder und werde euch zu mir nehmen, damit auch ihr seid, wo ich bin.“ (Joh. 14, 3)

Diese Zusage Jesu sollte seinen Jüngern genügen und sie nicht verzagt sein lassen. Die Freude, die Jesus den Seinen gibt, kann niemand von uns nehmen, auch nicht den Frieden Gottes, auch nicht die Hoffnung des ewigen Lebens.

Der einzige Weg zum Vater

Es ist immer gut, wenn man Jesus sucht, sein Angesicht und die Gemeinschaft mit ihm. Ohne ihn können wir keine Gemeinschaft mit dem Vater haben. Jesus ist der einzige Weg zum Vater (Hebr. 10, 19. 20), er ist die personifizierte Wahrheit (Joh. 1, 14; 18, 37, und er ist das Leben in der Erfüllung des Willens Gottes  (Joh. 3, 36; 1. Joh. 5, 12). Jesus sagt: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben, niemand kommt zum Vater als nur durch mich!“ (Joh. 14, 6)

Warum bemühen sich Menschen, die Maria oder andere Personen in die Pflicht einer Vermittlung zu nehmen, wenn doch Jesus der einzige Mittler ist zwischen Gott und den Menschen ist. Es heißt: „Denn es ist ein Gott und ein Mittler zwischen Gott und den Menschen, der Mensch Christus Jesus, der sich selbst als Lösegeld für alle gegeben hat.“ (1. Tim. 2, 5. 6a und Hebr. 9, 15) 

Er sitzt zur Rechten Gottes auf dem Thron. Und durch ihn haben alle Zugang zum Thron der Gnade. (Eph. 2, 18; Hebr. 10, 19) In der Stunde seiner höchsten Anspannung, kurz vor Gethsemane und kurz vor seiner Kreuzigung, tröstet, ermutigt Jesus seine Jünger: „Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt auch an mich!“ Eigentlich heißt es da: „Habt den Glauben Gottes!“ Habt Gottvertrauen und vertraut mir! Habt solches Vertrauen, wie Ich es habe! Jesu dunkelste Stunde wurde durch die Verleugnung des Petrus’ noch mehr verdunkelt. Und die Jünger, die Jesus in seiner schwesten Stunde in Gethsemane Gebetsunterstützung leisten sollten, haben kläglich versagt: Alle schliefen ein. Jesus kannte den Plan seines Vaters und blieb standhaft und gehorsam bis zum Tode am Kreuz. Der Tod konnte den Gerechten nicht halten. 

 

Wohnungen im Vaterhaus

 

Jesus ging hin, viele Wohnungen im Vaterhaus zu bereiten, denn viele Erlöste aus allen Nationen, aus allen Völkern und Stämmen und Sprachen benötigen eine Wohnung. Während Jesus im Himmel für seine erlöste Schar eine Stätte bereitet, bereitet der Heilige Geist auf Erden die Erlösten für den Himmel zu. Die Zahl der Erlösten ist noch nicht erfüllt. Es sind noch Plätze frei im Vaterhaus! 

Er verspricht den Jüngern wiederzukommen. Die Trennung von ihnen ist keine absolute oder endgültige. Diese Trennung ist vielmehr eine Zeit der Bewährung und der Zubereitung der Braut für ihren Bräutigam. Wenn die Zahl der Erlösten aus den Nationen erfüllt ist (siehe Römer 11, 25), wird Jesus wiederkommen und sie heimholen. Er will, dass die bei ihm sind und ewig mit ihm Gemeinschaft haben. Jesus will sammeln und vereinen. Von Anfang an wollte er das. Gott sammelt sein Volk auf Erden. Jeremia sagt: „Der Israel zerstreut hat, der wird es auch sammeln und wird es hüten wie ein Hirte seine Herde.“ (Jer. 31, 10b)

Jesus wollte die Juden sammeln, „wie eine Henne ihre Küken unter die Flügel sammelt, aber ihr habt nicht gewollt!“ (Matth. 23, 37) Jesus will keine Zerstreuten Gotteskinder. Er will sammeln. Und seine Kinder sollen mit ihm sammeln. Wer die Sammlung und die Verewinigung der Kinder Gottes nicht verfolgt, oder zum Ziel hat, der ist schuld an ihrer Zerstreuung. Denn Jesus sagt: „Wer nicht mit mir ist, der ist gegen mich, und wer nicht mit mir sammelt, der zerstreut!“ (Matth. 12, 30)

 

Zeige uns den Vater! 

 

Jesus sagt: „Wenn ihr mich erkannt hättet, so hättet ihr auch meinen Vater erkannt; und von nun an erkennt ihr ihn und habt ihn gesehen.“ (Joh. 14, 7)

 So geht es vielen Menschen: Sie wollen Gott sehen, den man nicht sehen kann, und sie übersehen Jesus, den die Jünger sehen konnten. Jesus, wahrhaftiger Mensch und wahrhaftiger Gott. Johannes  sagt: „Wir wissen aber, dass der Sohn Gottes gekommen ist und uns Verständnis gegeben hat, damit wir den Wahrhaftigen erkennen. Und wir sind in dem Wahrhaftigen, in seinem Sohn Jesus Christus. Dieser ist der wahrhaftige Gott und das ewige Leben.“ (1. Joh. 5, 20)

Jesus ist Gott, und Gott ist sein Vater. Jesus bezeugt von sich, dass er der Sohn Gottes ist, und der Vater legt Zeugnis von seinem Sohn ab. (Joh. 5, 17f) Jesus sagt auch: „Aber auch wenn ich richte, so ist mein Gericht wahrhaftig; denn ich bin nicht allein, sondern ich und der Vater, der mich gesandt hat.“ (Joh. 8, 16)

Der Punkt ist der: Wer nicht glauben will, den kann man weder mit Zeugnissen, noch mit den Worten Jesu, noch mit seinen Werken überzeugen. (Joh. 5, 36) „Die Werke, die ich tue im Namen meines Vaters, diese geben Zeugnis von mir; aber ihr glaubt nicht, denn ihr seid nicht von meinen Schafen, wie ich euch gesagt habe.“ (Joh. 10, 25b- 26) Der Unglaube hält die Menschen fest in Dunkelheit des Geistes, in Realitätsferne und in Gottesferne. Den Glaubenden schenkt Gott erleuchtete Herzen, Sinne und Gedanken. Den Glaubenden öffnet Gott Augen, Ohren und Herzen und schenkt ihnen Verständnis, dass sie den Wahrhaftigen erkennen. Es war Phillippus, der zu Jesus sprach: „Herr, zeige uns den Vater, so genügt es uns!“ (Joh. 14, 8)

Jesus gibt ihm die Antwort: „So lange Zeit bin ich bei euch, und du hast mich noch nicht erkannt, Phillippus? Wer mich gesehen hat, der hat den Vater gesehen. Wie kannst du sagen: Zeige uns den Vater? Glaubst du nicht, dass ich im Vater bin und der Vater in mir ist?“ (Verse 9. 10a)

Viele  Menschen sprechen von Jesus und über ihn, jahrelang, aber sie kennen ihn nicht. Und Verkündiger des Evangeliums predigen den Menschen von Jesus, aber sie kennen ihn nicht. Wer Jesus erkennt, erkennt auch den Vater.

Wenn die Menschen die Gottheit Jesu leugnen, dann verleugnen sie damit auch die Werke Gottes, die Jesus tat. Menschen, die Jesus nicht kennen und nicht aufgenommen haben in ihrem Leben, die haben keinen Gott, unabhängig von ihrer Religionszugehörigkeit. Du kannst es nachlesen im Epheserbrief, Kapitel 2, Vers 12.

Jesus war so eng mit dem Vater verbunden, dass er sagen konnte: „Die Worte, die ich zu euch rede, rede ich nicht aus mir selbst, sondern der Vater, der in mir wohnt, der tut die Werke.“ 

Gott zu erkennen und den er gesandt hat, bedeutet ewiges Leben. (Joh. 17, 3) Wer Jesus nicht erkennt, der doch unzählige Wunder Gottes vor den Augen der Weltöffentlichkeit tat, wie sollte der Gott erkennen, den er nicht sieht? Der Vater, der in mir wohnt, der tut diese Werke!

 

 

Einen anderen Tröster

 

„Wenn ihr mich liebt, so werdet ihr meine Gebote halten; und ich werde den Vater bitten, und er wird euch einen anderen Beistand geben, dass er bei euch sei in Ewigkeit, den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, weil sie ihn nicht sieht noch ihn kennt. Ihr kennt ihn, denn er bleibt bei euch und wird in euch sein.“ (Joh. 14, 15- 17, Elb.)

Wenn sich Ehepartner im Eheversprechen ihr „Ja- wort“ geben, dann sollte das gelten „bis der Tod sie scheidet.“ Die Scheidung erfolgt in vielen Fällen schon nach wenigen Jahren. Wer zu Jesus ja sagt, so ist das bindend für alle Zeiten. Die Liebe zu ihm macht das Halten seiner Gebote zur Bedingung. Anders gesagt: Das Halten der Gebote Jesu ist der Beweis der Liebe zu Jesus. Wer diese Bedingung erfüllt und seine Gebote hält, der erfüllt auch die Voraussetzung für den Empfang des Parakletos, den anderen Beistand, Tröster und Anwalt. Der Ausdruck „einen anderen“ verrät, dass Jesus selbst auch  „Beistand - Tröster - Helfer und Anwalt“ leibhaftig auf Erden war. Das Wort „Ich lasse euch nicht als Waisen zurück; ich komme zu euch.“ (V. 18) weist sicherlich darauf hin, dass er in der „dritten Person“ der Gottheit zu den Jüngern kommt und Wohnung in ihnen macht. Der andere Beistand ist der herbeigerufene Geist vom Vater und vom Sohn, also der Geist Gottes und der Geist Jesu Christi (Röm. 8, 14; Gal. 4,6; Phil. 1, 19) Der griechische Begriff, der mit „Tröster“ übersetzt wird, wurde in der juristischen Sprache für einen Verteidiger gebraucht, oder auch für jemanden, der zur Hilfe gerufen wurde. Jesus war und ist selbst solch ein Helfer und Fürspreche, Tröster und Anwalt, den wir zur Hilfe rufen können (1. Joh. 2, 1). Die Welt kann diesen Parakletos nicht empfangen, denn sie sieht ihn nicht und kennt ihn nicht. Alles hängt vom Glauben ab, und von der Liebe zu Jesus. Er sagt: „Wenn jemand mich liebt, so wird er mein Wort halten, und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm machen.“ (Joh. 14, 23 u. 26) „Der Beistand aber, der Heilige Geist, den der Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren …“

 

 

36.  Ausgießen des Heiligen Geistes

 

„Und als der Tag der Pfingsten sich erfüllte, waren sie alle einmütig beieinander. Und es entstand plötzlich vom Himmel her ein Brausen wie von einem dahinfahrenden gewaltigen Wind und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen. Und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer,  die sich zerteilten und sich auf jeden von ihnen setzten. Und sie wurden alle vom Heiligen Geist erfüllt und fingen an, in anderen Sprachen zu reden, wie der Geist es ihnen auszusprechen gab.“ (Apg. 2, 1- 4)

 

1.Erfüllung der Verheißung

 

Der Tag des Pfingstfestes musste erfüllt werden, genauso, wie auch die Zeit des Kommens Jesu auf diese Erde erfüllt werden musste. (Gal. 4, 4- 5) Jesus hatte vor seiner Himmelfahrt zu den Jüngern davon gesprochen, als er sagte: „Ich will den Vater bitten, und er wird euch einen anderen Beistand geben, dass er bei euch bleibt in Ewigkeit, den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, denn sie beachtet ihn nicht und erkennt ihn  nicht; ihr aber erkennt ihn, denn er bleibt bei euch und wird in euch sein.“ (Joh. 14, 16- 17)

Der Begriff Beistand (gr. = Parakleton) bedeutet auch Helfer, Trö-ster, Anwalt, Fürsprecher.

Pfingsten (gr.= Pentekoste) d.h. der 50. Tag nach dem Ernteanfang (3. Mo. 23, 11), der immer auf den ersten Tag der Woche (Sonntag) fiel. Das Pfingstfest bildete den Abschluss der Ernte, die mit dem Fest der ungesäuerten Brote begann. Pfingsten bedeutet ein neuer Zeitabschnitt in Bezug auf die Errichtung des Reiches Gottes. Mit Pfingsten begann die Herrschaft Christi im Herzen der Gläubigen. Sie hatten sich im Namen Jesu versammelt, um mit dem Heiligen Geist erfüllt zu werden. Pfingsten begann das Zeitalter des Heiligen Geistes. Und das Datum für die Einführung dieses Zeitalters wurde durch den Kalender der jüdischen Feste bestimmt. Es war am Morgen nach dem Sabbat, an dem die Juden die Erstlingsgabe dem Herrn darbrachten, und dass Christus als der Erstling aus den Toten auferstanden ist. Das war der Tag, an dem die große Zusam-menkunft der Juden aus aller Welt begann. Das war auch der Jahrestag der Gesetzgebung vom Sinai.

 

2. Erfüllung der Gläubigen

 

Wie kam es dazu? Sie waren alle einmütig beieinander. Das ist  entscheidend dafür, dass auch alle erfüllt wurden mit dem Geist.

Alle hatten die gleiche Gesinnung. Alle beteten einmütig, wie ein Mann, im Namen Jesu um die Erfüllung des Heiligen Geistes. Das ist sehr wichtig, wenn Menschen um die Fülle des Geistes beten. Dann entstand vom Himmel her ein Brausen, wie ein gewaltiger Wind, der das ganze Haus erfüllte. Alle 120 Jünger empfingen, worum sie gebetet hatten. Alle 120 Jünger und Jüngerinnen waren einmütig beieinander. Alle 120 fingen an in anderen Sprachen zu reden, denn allen 120 erschienen feurige Zungen. Sie hörten mit der Zungen-sprache nicht so schnell auf. Das Feuer des Heiligen Geistes brannte in ihren Herzen noch lange Zeit. Petrus zitiert Joel: „Und es wird geschehen in den letzten Tagen, spricht Gott, da werde ich ausgießen von meinem Geist auf alles Fleisch; und eure Söhne und Töchter werden weissagen, und eure jungen Männer werden Gesichte sehen, und eure Ältesten werden Träume haben.“ (Apg. 2, 17- 18)

Es ist geschehen, was Joel geweissagt hatte. Am Ende seiner Rede sagte Petrus: „Diesen Jesus hat Gott auferweckt; dafür sind wir alle Zeugen. Nachdem er nun zur Rechten Gottes erhöht worden ist und die Verheißung des Heiligen Geistes empfangen hat von dem Vater, hat er dies ausgegossen, was ihr jetzt seht und hört.“ (Apg. 2, 32- 33)

„Als sie das hörten, drang es ihnen durchs Herz.“ Nicht die Hände, die Füße oder die Lippen, sondern die Herzen der Menschen müssen erreicht und bewegt werden. Sonst befinden wir uns in einer falschen Bewegung. Wenn die Herzen vom Wort Gottes getroffen werden, wie an Pfingsten, stellen sie die Frage: „Was sollen wir tun?“ Petrus gab ihnen die rechte Antwort: „Tut Buße, und ein jeglicher von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung der Sünden!“ (Apg. 2, 38. 39)

In dieser Reihenfolge, werdet ihr die Gabe des Heiligen Geistes empfangen. „Denn euch gilt die Verheißung und euren Kindern und allen die ferne sind, soviel der Herr, unser Gott, herzurufen wird.“

Die Gemeinde hat den Befehl Jesu lange missachtet. (Apg. 1, 4- 8)

 

3. Gott will in uns wohnen

 

Die Jünger verstanden nicht, warum Jesus zum Vater gehen sollte; sie waren traurig. Er tröstete sie und sagte: „Es ist gut für euch, dass ich hingehe.“ (Joh. 16, 7)

Der Weggang Jesu zum Vater war notwendig und eine Vor-aussetzung für die Sendung des Heiligen Geistes, den anderen Beistand. Jesus sagt: „An jenem Tag werdet ihr erkennen, dass ich in meinem Vater bin und ihr in mir und ich in euch.“ (Joh. 14, 20)

Gott will in uns wohnen. Jesus sprach: „Wenn jemand mich liebt, so wird er mein Wort befolgen, und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm machen.“ (Joh. 14, 23)

Davon hängt eine bleibende Erfüllung stark ab. Wer Jesus liebt, der tut, was Jesus sagt und befolgt sein Wort. Wer sein Wort nicht befolgt, bei dem ist die Liebe zu Jesus in Frage gestellt. Und wer ihn liebt, wir vom Vater geliebt werden. Das ist noch nicht alles. Wir (Vater und Sohn) werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm machen. „Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit!“ (Kol. 1, 27b)

Möchtest du die Herrlichkeit Gottes erleben, dann öffne dein Herz für Jesus. Lass ihn in dein Herz einziehen. Mit dem Heiligen Geist zieht Gott selbst in dein Herz. Du musst dies wollen und die Bedingung erfüllen, sonst bleibt dein Leben öd und dein Herz leer. 

 

4. Öffne das Herz!

 

Gott möchte so gern seinen Heiligen Geist ausgießen, doch er findet keine leeren Gefäße, keine offenen Herzen. Im Frühjahr können wir in der Natur beobachten, wie die Knospen der Bäume durch Lichteinwirkung und Wärme aufgebrochen werden, und im Nu sind daraus Blätter entstanden. Die schönsten Blumen erblühen und öffnen ihre Kelche den Insekten. Was so öd und kahl in der Natur war, ist plötzlich wunderschön, lieblich und fein. Die Schöpfung und die Schönheit der Natur will uns etwas lehren: Genauso wunderschön, lieblich und herrlich soll es in deinem und meinem Leben sein, wenn das Licht Gottes und der Geist Gottes und die Liebe Jesu Christi unser Herz erfüllt.

 

35. Der „vermessene König“

 

Im Buch des Propheten Daniel, Kapitel elf lesen wir folgendes: „Und der König wird alsdann nach seinem Gutdünken handeln, sich überheben und sich gegen jeden Gott groß dünken; er wird auch gegen den Gott der Götter unerhörte Reden führen und dabei Erfolg haben, bis das Maß des göttlichen Zornes voll ist; denn was beschlossen ist, kommt zur Ausführung. Auch um die Götter seiner Väter wird er sich nicht küm-mern und weder dem Lieblingsgott der Frauen (Thammus) noch irgend einem anderen Gott Beachtung schenken, sondern über alle sich erheben. An ihrer Stelle wird er den Gott der Burgen verehren, und einen Gott, den seine Väter nicht gekannt haben, wird er mit Gold und Silber, mit Edel-steinen und Kleinodien ehren. In die festen Plätze wird er Kriegsvolk (oder: die Anhänger) des fremden Gottes legen; wer diesen anerkennt, den wird er mit Ehren überhäufen und ihnen Gewalt über viele verleihen und zur Belohnung Land unter sie verteilen.“ (Dan. 11, 36a- 39, Menge)

Ein schrecklicher und vermessener König! Er ist jedenfalls auch ein Bild auf den Antichristen, der bald ganz offen hervortreten und sein wahres Gesicht zeigen wird. (2. Thess. 2, 3; Offb. 13) In Nachrichten aus Israel (11/ 2015) habe ich einen Bericht mit den folgenden Ausführungen über obige Verse gelesen, die ich hier verkürzt wiedergeben möchte. Fredi Winkler sagt darin: 

„Ich denke, dass dieser geheimnisvolle Abschnitt in Daniel 11, Verse 36- 45 vom Islam redet. Das, was dort in den ersten vier Versen steht, passt geradezu perfekt zur Geschichte der Ausbrei-tung des Islam. Hat Mohammed nicht getan, was er wollte? Hat er nicht die etwa hundert Gottheiten, die in Mekka verehrt wurden, eliminiert und nur eine übrig gelassen? Diese Gottheit hat er dann nach seinen Vorstellungen interpretiert. Nach dem Koran sollte Abraham nicht Isaak, sondern Ismael Gott darbringen. Und Jesus sei nicht am Kreuz gestorben, sondern ein anderer, der ihm ähnlich sah. Damit verstieß Mohammeds neue Lehre gegen die grund-legendsten Lehren des AT und des NT, so wie sie uns durch die Heilige Schrift übermittelt sind. Doch alle Abweichungen von der Bibel werden von den Islamgelehrten einfach als eine Verfälschung der Schrift durch Juden und Christen hingestellt. Hat nicht im traditionellen Islam das Verhältnis zu den Frauen kaum etwas mit Liebe zu tun, sondern eher wie mit einem Gebrauchsgegenstand? Bekam im Islam der Krieg im Namen der Religion nicht einen zentralen Platz? Hat sich die Ausbreitung des Islam nicht durch kriegerische Eroberungen vollzogen? Waren nicht Mohammed und die Kalifen vorwiegend militärische und weltliche Führer? Sind nicht die ersten Nachfolger des Islam durch die Eroberungen uner-messlich reich und Herren über riesige Ländereien geworden? Und hat nicht der Islam, die damals stärkste Macht, das römisch- byzantinische Reich geschlagen? Wir können tatsächlich sagen, dass sich die Aussagen der ersten vier genannten Verse bei Daniel durch Mohammed und den Aufstieg des Islam buchstäblich erfüllt haben.

Mit Vers 40 haben wir dann einen Zeitsprung. Es geht nun um die „Zeit des Endes“, also um die Zeit, in der wir leben. Wenn Daniel hier von dem König des Nordens und dem König des Südens redet, dann ist das aus der Sicht des Heiligen Landes gemeint. Es ist vor diesem Hintergrund gesehen erstaunlich, wie gegenwärtig gerade nördlich und südlich von Israel die islamische Welt in Aufruhr ist. Noch ist nicht wirklich klar abzusehen, wer genau mit dem König des Nordens und mit dem König des Südens gemeint ist, doch militärisch gesehen sind die Türkei im Norden und Ägypten im Süden die stärksten Mächte. Im gegenwärtigen Kampf geht es eigentlich um die Vormachtstellung in der islamischen Welt, die jahrhundertelang in den Händen der Türken war, aber auch lange in den Händen der Ägypter. 

Den nächsten Versen (ab Vers 40) entnehmen wir, dass der König des Nordens in den Auseinandersetzungen die Oberhand gewinnen und in die Länder des Nahen Ostens einfallen wird. Namentlich werden dabei Ägypten, Jordanien (Edom, Moab und Ammon) und das Land der Zierde (= Israel) genannt. Dann werden sich noch weitere Mächte in den Konflikt einmischen, wahrscheinlich auch Russland, wie es gegenwärtig schon in Syrien geschieht. (Vers 44) Für Israel wird dann die schlimmste Zeit anbrechen, nämlich die „Zeit der Drangsal.“ (Dan. 12,1; Matth. 24, 15f)“ Darum: „Erhebt eure Häupter, weil eure Erlösung naht!“ 

 

34. Tod und Auferstehung Jesu, Himmelfahrt - Pfingsten

 

Jesu Tod und die Folgen

 

Jesus starb anders, als alle Menschen sterben. Wir müssen sterben, weil wir den Tod verdient haben (Hebr. 9, 27; Röm. 6, 23); Jesus ging freiwillig in den Tod; sein Tod war ein Opfertod. Er gab sein Leben als Sühnopfer. Er sagt selbst: „Darum liebt mich mein Vater, weil ich mein Leben lasse, damit ich es wieder nehme. Niemand nimmt es von mir, sondern ich lasse es von mir aus. Ich habe Vollmacht, es zu lassen, und habe Vollmacht, es wieder zu nehmen. Diesen Auftrag habe ich von meinem Vater empfangen.“ (Joh. 10, 17- 18) 

Jesus besiegte im Tod den Tod. (1. Kor. 15, 54f) „Wie nun durch die Übertretung des Einen (Adams) die Verurteilung für alle Menschen kam, so kommt auch durch die Gerechtigkeit des Einen (Jesus) für alle Menschen die Rechtfertigung, die (ewiges) Leben gibt.“ (Röm. 5, 18)

Er besiegte auch die Sünde im Fleisch, die Ursache des Todes. Die Sünde ist universal (Röm. 3, 10- 12), sie kam durch Adam in die Welt. Sie ist wie ein Splitter im Fleisch: Der Splitter muss raus, dann heilt auch die Wunde. Der Splitter verursacht Eiter im Fleisch und stört den Blutkreislauf. Und die Sünde verursacht geistige und körperliche Schäden. In den Himmel kann Sünde nicht hinein. Jesus hat die Sünde besiegt, eliminiert, aufgehoben und beseitigt. Darum sagt die Bibel auch: „Nun aber ist er einmal offenbar geworden in der Vollendung der Weltzeiten zur Aufhebung der Sünde durch das Opfer seiner selbst.“ (Hebr. 9, 26b)

Darum wird auch im Himmel der Tod nicht mehr sein, und keine Sünde und keinen Fluch mehr geben, und keine Nacht wird dort sein. (Offb. 21, 4. 27; 22 3- 5)

Jesu Auferstehung und die Folgen

Die Auferstehung Jesu kann nicht von seinem Kreuzestod ge-trennt werden und der Kreuzestod nicht von seiner Auferstehung. Beide Ereignisse zusammen bilden das Erlösungswerk Jesu Christi. Viele Aussagen Jesu weisen darauf hin, zum Beispiel: Matth. 16, 21; 17, 22- 23; Mk. 8, 31; 9, 31; Luk. 24, 26; Joh. 10, 17- 18. Jesu Aufer-stehung ist die Bestätigung des Erlösungswerkes, aber auch eine Garantie der Auferstehung aller Gläubigen und ein Weiterleben nach dem Tode. Viele zweifeln an der Tatsache der Auferstehung Jesu von den Toten. Solchen würde es auch nichts nützen, wenn jemand aus den Toten auferstehen und zu ihnen hingehen würde, um sie zu warnen. Denn sie glauben weder den Worten der Propheten, noch den Worten Jesu (vergleiche Lukas 16, 27f). Genügt es ihnen nicht, dass Jesus auferstanden ist und Erlösung und ewiges Leben erwirkt hat? Und dass er zu den Jüngern gesagt hat: „Ich lebe, und ihr sollt auch leben?“ Genügt ihnen denn nicht, dass der Auferstandene den Jüngern und danach mehr als 500 Brüdern erschienen ist? Paulus sagt: „Wenn es wirklich keine Aufer-stehung der Toten gibt, so ist auch Christus nicht auferstanden! Wenn aber Christus nicht auferstanden ist, so ist unsere Verkündigung vergeblich, und vergeblich auch euer Glaube!“ (1. Kor. 15, 13. 14) Es folgt der Triumphruf: „Nun aber ist Christus aus den Toten auferweckt! Er ist der Erstling der Entschlafenen geworden. (Vers 20)

Paulus erklärt die Beschaffenheit der Auferstehungsleiber mit drei Bildern aus der Natur, nämlich aus der Pflanzenwelt, dem Fleisch und der Himmelskörper, um den neuen Auferstehungsleib verständlich zu machen. Der Auferstehungsleib wird ein geistlicher Leib sein, frei von jeglicher Art der Verwesung, von Unehre und von Schwachheit des natürlichen Leibes. (1. Kor. 15, 37- 44)

Eins ist ganz sicher: „Und wie wir getragen haben das Bild des Irdischen, so werden wir auch das Bild des Himmlischen tragen.“ (V. 50)

Bei der Auferweckung des Lazarus’ sprach Jesus zu Martha: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt; und jeder, der lebt und an mich glaubt, wird in Ewigkeit nicht sterben. Glaubst du das?“ (Joh. 11, 25- 26) 

„Seid nicht verwundert Denn es kommt die Stunde, in der alle, die in den Gräbern sind, seine Stimme hören werden, und sie werden hervorgehen: die das Gute getan haben, zur Auferstehung des Lebens; die aber das Böse getan haben, zur Auferstehung des Gerichts.“ (Joh. 5, 28- 29

 

Jesus erscheint seinen Jüngern

 

Nach seiner Auferstehung ist Jesus den Jüngern erschienen, redete zu ihnen über das Reich Gottes und kündigte die Sendung des verheißenen Geistes an. Er wusste, dass die Jünger die Kraft des Heiligen Geistes zum Zeugendienst bitter nötig haben (Apg. 1, 8).

„Er gebot ihnen, nicht von Jerusalem zu weichen, sondern die Verheißung des Vaters abzuwarten…, denn Johannes hat mit Wasser getauft, ihr aber sollt mit dem Heiligen Geist getauft werden nicht lange nach diesen Tagen.“ Apg. 1, 4-5 An anderer stelle sagt er: „Es ist gut für euch, dass ich hingehe; denn wenn ich nicht hingehe, so kommt der Beistand nicht zu euch. Wenn ich aber hingegangen bin, will ich ihn zu euch senden.“ (Joh 16, 7)

 

Christi Himmelfahrt und die Folgen

 

Vom Ölberg ist Jesus aufgefahren, auf den Ölberg wird er seine Füße setzen, wenn er zur Erlösung seines Volkes Israel erscheinen wird. (Sach. 14, 4) Nachdem er alles zur Erlösung getan und alles seinen Jüngern gesagt hatte, „wurde er vor ihren Augen empor-gehoben, und eine Wolke nahm ihn auf von ihren Augen weg.“(Apg. 1, 9) Die Jünger trauten ihren Augen nicht, sie schauten zum Himmel, bis ihnen zwei Engel erschienen, die sprachen: „Ihr Männer von Galiläa, was steht ihr hier und seht zum Himmel? Dieser Jesus, der von euch weg in den Himmel aufgenommen ist, wird in derselben Weise wie-derkommen, wie ihr ihn habt in den Himmel auffahren sehen!“ Apg. 1, 11) 

 

Pfingsten und die Folgen

 

Petrus zitiert in der Pfingstpredigt Joel und sagt: „Und es soll geschehen: Jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird errettet werden.“ Er fügt dann hinzu: „Ihr Männer von Israel, hört diese Worte: Jesus, den Nazarener, einen Mann, der von Gott euch gegenüber beglaubigt wurde durch Kräfte und Wunder und Zeichen, die Gott durch ihn in eurer Mitte wirkte, wie ihr selbst wisst, diesen, der nach Gottes festgesetzten Ratschluss und Vorsehung dahingegeben worden war, habt ihr genommen und durch die Hände der Gesetzlosen ans Kreuz geschlagen und getötet. Ihn hat Gott auferweckt, indem er die Wehen des Todes auflöste, weil es ja unmöglich war, dass er von ihm festgehalten würde.“ (Apg. 2, 21- 24)

Dann erinnert er seine Zuhörer an eine Weissagung Davids: „Ich habe den Herrn allezeit vor Augen; weil er zu meiner Rechten ist, wanke ich nicht. Darum freut sich mein Herz und meine Seele frohlockt; auch mein Fleisch wird sicher ruhen, denn Du wirst meine Seele nicht dem Totenreich preisgeben und wirst nicht zulassen, dass dein Heiliger die Verwesung sieht. Du wirst mir den Weg des Lebens zeigen!“ (Ps. 16, 8-10 Dem Geschlechtsregister entnehmen wir, dass Jesus ein Nach-komme Davids ist. David wusste von der Auferstehung Jesu. Jesaja spricht vom kommenden Königreich Jesu auf dem Thron Davids. „Die Mehrung der Herrschaft und der Friede werden kein Ende haben auf dem Thron Davids und über seinem Königreich…“ (Jes. 9, 6a)

Drei Tage nach der Kreuzigung folgte seine Auferstehung, vierzig Tage später seine Himmelfahrt, und weitere zehn Tage später die Ausgießung des Heiligen Geistes an Pfingsten. Das alles muss man im Zusammenhang sehen, will man die große Bedeutung des Erlösungswerkes Jesu recht verstehen. Das jüdische „Wochenfest“ (2. Mo. 34, 22; 5. Mo. 16, 9- 11), auch das „Fest der Ernte“ (2. Mo. 23, 16) oder „Tag der Erstlingsfrüchte“ (4. Mo. 28, 26) fiel genau auf den 50. Tag nach dem Passahfest. Das christliche Pfingstfest fiel also auf den gleichen Tag wie das jüdische Wochenfest. Petrus spricht weiter: „Diesen Jesus hat Gott auferweckt; dafür sind wir alle Zeugen.“ 

Durch die Ausgießung des Heiligen Geistes an Pfingsten und die Entstehung der ersten Gemeinde wurde das Fest der Juden zu einem Fest der Christen aus Heiden und Juden. Das ist besser zu verstehen durch Paulus’ Worte im Epheserbrief: „Denn Er ist unser Friede, der aus beiden eins gemacht und die Scheidewand des Zaunes abgebrochen hat, indem Er in seinem Fleisch die Feindschaft, das Gesetz der Gebote in Satzungen, hinweg tat, um die zwei in sich selbst zu einem neuen Menschen zu schaffen und Frieden zu stiften, und um die beiden in einem Leib mit Gott zu versöhnen durch das Kreuz.“ (Eph. 2, 14- 16) Gott hat Juden und Heiden mit Gott versöhnt und eins gemacht durch das Kreuz Jesu Christi. Durch Ihn haben wir beide den Zutritt zu dem Vater in einem Geist.

 

33. Gottes Kraft und Weisheit im Kreuz 

 

1. Das Wort vom Kreuz – eine Gotteskraft

 

Das Wort vom Kreuz steht im Mittelpunkt der Betrachtung des Paulus’ im 1. Korintherbrief, Kapitel eins. Die Botschaft von dem gekreuzigten Christus war damals und ist bis heute den Juden, die ein Zeichen forderten, ein Ärgernis, und den Griechen, die Weisheit verlangten, eine Torheit. Paulus sagt es klipp und klar, wem das Wort vom Kreuz eine Torheit ist, und wem es eine Gotteskraft ist. „Denn das Wort vom Kreuz ist eine Torheit denen, die verlorengehen; uns aber, die wir gerettet werden, ist es eine Gotteskraft.“ (1. Kor. 1, 18) Im Vers zuvor sagt Paulus, dass er gesandt ist, das Evangelium zu verkündigen, und zwar nicht in Redeweisheit, damit nicht das Kreuz des Christus entkräftet wird. Nun wissen wir auch, wieso heute die Botschaft vom Kreuz geschwächt oder ganz entkräftet die Zuhörer erreicht. Weil viele Prediger heute „in Redeweisheit und in überredenden Worten menschlicher Weisheit“ auftreten, und nicht „in Erweisung des Geistes und der Kraft.“ (1. Kor. 2, 4) Die Salbung des Heiligen Geistes ist durch nichts zu ersetzen, aber dringend notwendig. Viele Pastoren haben einen Predigerausweis, aber nur wenige haben den Ausweis des Geistes und der Kraft. „Denen aber, die berufen sind, sowohl Juden als auch Griechen, verkündigen wir Christus, Gottes Kraft und Gottes Weisheit.“ (1. Kor. 1, 24)

Verkündige du Christus, Gottes Kraft und Gottes Weisheit, in Erweisung des Geistes und der Kraft und nicht in Redeweisheit, damit nicht das Kreuz, der Hauptgegenstand der Erlösung, entkräftet werde! Die Übertretung des Gesetzes und die Ungerech-tigkeit fordern Gottes Zorn heraus, die Selbstgerechtigkeit der Juden fordert Gottes Gericht heraus; aber die Gerechtigkeit Jesu Christi sühnt Gottes Zorn, weil Jesus das Gericht auf sich nahm. Somit fordert die Gerechtigkeit Gottes den Glauben Jesu, den Glauben an und in ihn. Ohne diesen Glauben ist es unmöglich, Gott zu gefallen. Das Kreuz von Golgatha oder der Glaube an den Gekreuzigten und Auferstandenen ist eine Herausforderung und die dringlichste Aufgabe für alle Menschen. Das Wort vom Kreuz ist eine Gotteskraft. Diese können wir nicht entbehren.

 

2. Die Weisheit in Person

 

Die Weisheit ruft die Menschen zur Umkehr auf (Spr. 1, 20- 33). Jesus ist die Weisheit in Person. Christus der Gekreuzigte ist der Inbegriff aller Weisheit. Salomo weist auf Jesus hin (Spr. 8, 22- 36). Und Gottes Kraft ist durch Christus und in ihm erfahrbar. (Apg. 3, 6, 1. Kor. 1, 24, Mk. 5, 30) In Christus sind alle Schätze der Weisheit und Erkenntnis verborgen. (Kol 2, 3) Alle Knie müssen sich einmal vor Christus, dem Gekreuzigten und Auferstandenen beugen. Wer sich jetzt schon vor ihm beugt, wäre er auch töricht und gering, so ist er doch weiser als die Weisen dieser Welt. Jesus ist uns von Gott zur Weisheit gemacht, zur Gerechtigkeit, zur Heiligung und zur Erlö-sung, damit (es geschehe), wie geschrieben steht: „Wer sich rühmen will, der rühme sich des Herrn!“ (1. Kor. 1, 30-31)

„Wir reden Gottes Weisheit im Geheimnis, die verborgene, die Gott vor den Weltzeiten zu unserer Herrlichkeit vorherbestimmt hat.“ (1. Kor. 2, 7)

Nicht nur Paulus macht den Unterschied der Weisheit dieser Weltzeit und der Weisheit Gottes deutlich, sondern die ganze Bibel. Der natürliche Mensch kann weder geistliche Werte erkennen, noch die Weisheit Gottes. Uns aber hat es Gott geoffenbart durch seinen Geist“, der in uns wohnt. Niemand kennt die Gedanken Gottes, als nur der Geist Gottes. Paulus sagt weiter: Wir aber haben nicht den Geist der Welt empfangen, sondern den Geist, der aus Gott ist, so dass wir wissen können, was uns von Gott geschenkt ist; und davon reden wir auch, nicht in Worten, die von menschlicher Weisheit gelehrt sind, son-dern in solchen, die vom Heiligen Geist gelehrt sind.“ (1. Kor. 2, 12- 13)

 

3. Mit Christus eins gemacht

 

Im Kreuz Christi ist unser alter Mensch gekreuzigt, damit der „Körper der Sünde“ unwirksam gemacht werde und der Sünde nicht mehr dienen muss. Wir sind durch die Taufe in seinen Tod hineingetauft worden. Paulus sagt: „Wir sind also mit ihm begraben worden durch die Taufe in den Tod, damit, gleichwie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters aus den Toten auferweckt worden ist, so auch wir in einem neuen Leben wandeln. Denn wenn wir mit ihm eins gemacht und ihm gleich geworden sind in seinem Tod, so werden wir ihm auch in der Auferstehung gleich sein.“ (Röm. 6, 4- 5)

Mit ihm begraben durch die Taufe in den Tod und mit ihm auferweckt zu einem neuen Leben sind wir mit ihm eins gemacht und ihm gleich geworden in seinem Tod und auch in der Aufer-stehung. Das bedeutet „in Christus“ zu sein. Gerecht können wir nicht sein ohne Heiligung, und heilig können wir nicht sein ohne Rechtfertigung. Die Schrift sagt: „Denn er hat den, der von keiner Sünde wusste, für uns zum Sündopfer gemacht, damit wir in ihm zur Gerechtigkeit Gottes würden.“ (2. Kor. 5, 21)

Durch die Opferung des Leibes Jesu Christi sind wir ein für allemal geheiligt. (Hebr. 10, 10) „…wir wissen, dass Christus, aus den Toten auferweckt, nicht mehr stirbt; der Tod herrscht nicht mehr über ihn. Denn was er gestorben ist, das ist er der Sünde gestorben, ein für allemal; was er aber lebt, das lebt er für Gott.“ (Röm. 6, 9- 10)

 

4. Werkzeuge der Gerechtigkeit

 

So sind auch wir der Sünde gestorben und zu einem neuen Leben für Gott auferweckt worden. „Haltet euch dafür, dass ihr für die Sünde tot seid, aber für Gott lebt in Christus Jesus, unserem Herrn!“ (V. 11)

Die Sünde soll nicht herrschen in unserem Leben; Christus soll herrschen! Darum lasst uns Gottes Wort beherzigen und tun: Gebt euch selbst Gott hin als solche, die lebendig geworden sind aus den Toten, und eure Glieder Gott als Werkzeuge der Gerechtigkeit!“ (Röm. 6, 13b) Gott sucht noch Hingegebene, die sich mit Christus verbinden. In Christus sind wir auch mit dem Vater verbunden, ohne ihn nicht. Mit Christus eins gemacht kann Gott uns als Werkzeuge der Gerechtigkeit gebrauchen und in seinem Reich einsetzen, die wir zuvor unsere Glieder in den Dienst der Unreinheit und Gesetz-losigkeit gestellt hatten. Wir wollen uns nicht abermals als Knechte der Sünde dem Ungehorsam hingeben. Von der Sünde hat Jesus uns freigekauft und erlöst. „So stellt jetzt eure Glieder in den Dienst der Gerechtigkeit zur Heiligung.“ (Röm. 6, 19b) Einst waren wir geistlich tot in Übertretungen und Sünden.

 

5. Die Gottesdienstordnung hemmt den Geist!

 

Wenn Menschen dem Heiligen Geist vorschreiben, wie und wann er zu wirken hat, funktioniert das nicht. „Der Wind weht, wo er will, und du hörst sein Sausen; aber du weißt nicht, woher er kommt und wohin er geht. So ist jeder, der aus dem Geist geboren ist.“ (Joh. 3, 8) 

Der Gottesdienstablauf ist festgelegt, und da kann niemand dran rütteln, nicht einmal Gott. Deshalb bleibt die Gemeinde auch lange Zeit unverändert und unbeweglich; das Volk muss sich den Vorgaben der „Ordnung“ fügen. Das ist traurig: Statt mit der Bibel kommen die Leute mit der Cola-Flasche und mit dem Handy in die Versammlung. Wo die Gottesfurcht fehlt, da ist der Verstand schon einige Zeit ausgeschaltet und das Handy eingeschaltet. Weil das sogenannte „Anbetungs- Team“ zu lange spielt und singt und zu häufig denselben Chorus, muss die Kurzpredigt kurz gefasst sein. Außer die Instrumente und die Lippen hat man nicht viel bewegt. Der geistliche Hunger wird nicht gestillt. Daran können auch die Eindrücke, meist von Frauen vorgetragen und vielerorts als Weissagung den Leuten angeboten, nichts ändern. Das Spielchen macht der Heilige Geist nicht mit. Er zieht sich zurück. Die Bibel sagt: „Und betrübt nicht den Heiligen Geist Gottes, mit dem ihr versiegelt worden seid für den Tag der Erlösung.“ (Eph. 4, 30) 

Mangels Gebetsstunden, die man meist abgeschafft hat, hält diese Misere in den Gemeinden an. Solange man das nicht ändert, ändert sich nichts an dem geistlichen Notstand. Die Besucher bleiben unberührt, unbewegt und ungestraft. Habt ihr nicht die gleiche Bibel wie ich. Paulus spricht von Geisteswirkungen und von einer geistlichen Gemeindeordnung im ersten Korintherbrief, Kapitel 14. „Wenn nun die ganze Gemeinde am selben Ort zusammenkäme, und alle würden in Sprachen reden, und es kämen Unkundige oder Ungläubige herein, würden sie nicht sagen, dass ihr von Sinnen seid? Wenn aber alle weissagten und es käme ein Ungläubiger oder Unkundiger herein, so würde er von allen überführt, von allen erforscht; und so würde das Verborgene seines Herzens offenbar, und so würde er auf sein Angesicht fallen und Gott anbeten und bekennen, dass Gott wahrhaftig in euch ist.“ (1. Kor. 14, 23- 25)

Engel observieren den Gottesdienst; und der Himmel ist betrübt über die Entgleisungen der Gemeinde. „…denn wir sind der Welt ein Schauspiel geworden, sowohl Engeln als auch Menschen.“ (1. Kor. 4, 9b)

In Notzeiten, aber nicht nur dann, sollten Christen zusammen-stehen, zusammen beten und zusammen singen und Gottes Wort betrachten. Das alles geht auch ohne Vorsänger. 

 

6. Durch Beugung und Zerbruch Gott neu erleben!

 

Der hat Gottes Weisheit erfasst, der in Beugung und Zerbruch zu Jesus kommt und ihm die Sünden bekennt. Der sein Sündenleben in den Tod gegeben hat und mit ihm auferstanden ist zu einem neuen Leben, zum Leben mit Gott. Wenn jemand nicht „von neuem geboren“ wird, so kann er das Reich Gottes weder sehen noch hineinkommen. (Joh. 3, 3- 5; 1. Joh. 5, 18f) Was aber nicht aus Gott geboren ist, was noch weise und stark und gerecht ist in sich selbst, was mächtig und edel ist nach dem Fleisch ist und dem Kreuz aus dem Weg geht, das muss „durch Zerbruch gebeugt“ werden. Als Jakob vor seinem Bruder Esau fliehen musste und in Haran übernachtete, war ihm der Herr in einem Traumgesicht erschienen. Als er dann aufwachte, sprach er: „Fürwahr, der Herr ist an diesem Ort, und ich wusste es nicht…“ 

Jakob hatte beides: Furcht vor seinem Bruder und Ehrfurcht vor Gott. Er war innerlich zerschlagen, und solchen ist Gott nahe. Auf sie schaut er herab, bei ihnen wohnt er. (Jes. 57, 15b) Die Gottesfurcht ist aus vielen Herzen, vielen Häusern und aus vielen Gotteshäusern und frommen Veranstaltungen, die man früher Gottesdienste nannte, verschwunden. Jakob sagte: „Ich wusste nicht, dass Gott an diesem Ort war.“ Es liegt nicht an der geographischen Lage wo Gott gegenwärtig ist, es liegt an der Herzenseinstellung des Gläubigen. Weil sich viele Versammlungs-besucher im Gottesdienst der Gegenwart Gottes nicht bewusst sind, können sie auch nicht das Lied anstimmen: „Gott ist gegenwärtig, lasset uns anbeten und in Ehrfurcht vor ihn treten!“

 

32. Das größte Ereignis der Weltgeschichte

 

1. Der König der Wahrheit vor Gericht

 

Gott wurde Mensch! Jesus kam in diese Welt, um die Menschen zu retten. Der Hohepriester befragte Jesus über seine Lehre, und Jesus antwortete ihm: „Ich habe öffentlich zur Welt gesprochen. Ich habe allezeit in der Synagoge und in der Weihestätte gelehrt, wo alle Juden zusammenkommen; und ich habe nichts im Verborgenen gesprochen. Warum fragst du mich? Frage die, die alles gehört haben, was ich zu ihnen sprach. Siehe, diese wissen, was ich sagte.“ (Joh. 18, 20. 21, Konk.)

Die Lehre des „Königs der Wahrheit“ ist für alle Menschen gut; nicht alle wollen sie hören. Auch heute gilt: Frage die, die alles gehört oder gelesen haben, was Jesus sagte. Verlass dich nicht auf Menschen, die nur vom Hören- Sagen eine Meinung über Jesus haben, und die die Bibel nie gelesen haben. Es liegt eine große Verantwortung auf denen, die Jesus kennen. Sie müssen ihn bezeugen, und sie können auch gefragt werden über Jesu Lehre. Wer die Worte des Königs der Wahrheit aufgenommen hat, der kann nicht mehr so weiter leben wie bisher, der muss sein Leben ändern und nach den Worten des Königs der Wahrheit ausrichten. An anderer Stelle im Johannesevangelium weist Jesus darauf hin, dass man seine Worte nicht ablehnen kann, ohne die Konsequenzen zu tragen. Er sagt: „Und wenn jemand meine Worte hört und nicht glaubt, so richte ich ihn nicht; denn ich bin nicht gekommen, um die Welt zu richten, sondern damit ich die Welt rette. Wer mich verwirft und meine Worte nicht annimmt, der hat schon seinen Richter: Das Wort, das ich geredet habe, das wird ihn richten am letzten Tag.“ (Joh. 12, 47. 48)

 

2. Das Gericht am großen weißen Thron

 

Im Gericht am großen weißen Thron werden die Taten der Men-schen den Worten Jesu gegenübergestellt werden. (Offb. 20, 11- 15) Jesu Worte sind die Worte Gottes. (Joh. 12, 49. 50) Der Glaube an Gott ist noch nicht der Glaube an Jesus; aber der Glaube an Jesus ist der Glaube an Gott. (Joh. 12, 44; 14, 9. 10) Gott ruft die Menschen überall vermehrt zur Umkehr auf! Warum? „Weil er einen Tag festgesetzt hat, an dem er den Erdkreis in Gerechtigkeit richten wird durch 

einen Mann, den er dazu bestimmt hat und den er für alle beglaubigte, indem er ihn aus den Toten auferweckt hat.“ (Apg. 17, 31) Jesus ist dieser Mann. Gott hat ihm alles Gericht übergeben. Petrus sagt: „Er hat uns geboten, dem Volk zu verkündigen und zu bezeugen, dass er der von Gott bestimmte Richter der Lebendigen und der Toten ist.“ (Apg. 10, 42) Der Prophet Daniel sagt: „Ich sah in den Nachtgesichten, und siehe, es kam einer mit den Wolken des Himmels, gleich einem Sohn des Menschen; und er gelangte bis zu dem Hochbetagten und wurde vor ihn gebracht. Und ihm wurde Herrschaft, Ehre und Königtum verliehen, und sein Königtum wird nie zugrunde gehen.“(Dan. 7, 13. 14) 

Alle Knie müssen sich vor ihm beugen, und alle Zungen müssen bekennen, dass Jesus Christus der Herr ist. Alle Könige, Herrscher und Richter dieser Welt werden einmal vor dem Richterstuhl Jesu stehen. Zu diesem Gericht werden die Toten auferstehen müssen. (vergleiche: Joh. 5, 28. 29) Der König der Wahrheit ist der König aller Könige (Rex regum). Sein Königreich wird ewig bestehen. 

Und nun steht dieser König vor einem menschlichen Tribunal (Richterstuhl)? Das ist unfassbar! Können Menschen so blind sein?

 

3. Gekreuzigt unter Pontius Pilatus

 

Man führte Jesus zuerst zu Hannas, dann zu Kaiphas, und dann in das Prätorium. Die Obersten der Juden haben es geschafft, Jesus vor Gericht zu bringen. Der zukünftige Weltenrichter und König in Ewigkeit soll von sündhaften, sterblichen Menschen gerichtet wer-den, der Sündlose von den Sündern! Er hat auch schon von den Sündern Widerspruch gegen sich erduldet. (Hebr. 12, 3) 

Pilatus ging ins Prätorium hinein, ließ Jesus vorführen und fragte ihn: „Bist du der König der Juden?“ Jesus antwortete ihm mit einer Gegenfrage: „Redest du das von dir selbst aus, oder haben es dir andere von mir gesagt?“ (Joh. 18, 33. 34)

Damit hatte Pilatus nicht gerechnet. Er war überrascht; seine Stellung als Richter war in Frage gestellt. Aus dem Verhörer wurde ein Verhörter. In vielen Menschen verbirgt sich ein Pilatus“, ein Richter, einer, der auf das Geschrei der Masse hört und nach menschlichen Kriterien urteilt und den König der Wahrheit nicht wahrnimmt, obwohl er ganz nahe bei ihm steht. Pilatus reagiert empört: „Bin ich denn ein Jude? Dein Volk und die obersten Juden haben dich mir ausgeliefert! Was hast du getan?“ (Vers 35) 

Jesu Antwort kam unerwartet: Mein Reich (Königsherrschaft) ist nicht von dieser Welt. Wäre mein Reich von dieser Welt, so hätten meine Diener gekämpft, damit ich den Juden nicht ausgeliefert würde.“

Pilatus kannte nur die menschliche und die unmenschliche Welt, nicht aber die göttliche. Er sprach: „Du bist also doch ein König?“ Jesus antwortete: „Du sagst es; ich bin ein König. Ich bin dazu geboren; und dazu in die Welt gekommen, dass ich der Wahrheit Zeugnis gebe; jeder, der aus der Wahrheit ist, hört meine Stimme.“ (V. 36. 37)

Pilatus entgegnete ganz lapidar: „Was ist Wahrheit?“ Wahrheit und Gerechtigkeit sind Fremdwörter geworden. „Nein, Gerechtigkeit gibt es nicht“, sagte ein Richter zu einem Pastor, „wer glaubwürdige Erklärungen und Zeugen in einem Gerichtsverfahren liefern kann, der hat Aussicht darauf, dass der Prozess zu seinen Gunsten entschieden wird.“ 

Falsche Zeugen haben damals gegen Jesus ausgesagt. Heute schreckt man auch vor einem Meineid nicht zurück. Pilatus wusch seine Hände in Unschuld, ging hinaus und sprach zu den Juden: Ich finde keine Schuld an ihm! 

Dennoch ließ er Jesus kreuzigen. Das Volk drängte ihn dazu. Sie schrien für die Freilassung des Barabbas. Barabbas aber war ein Mörder. Pilatus trieb sein Spiel mit Jesus. Die Kriegsknechte flochten eine Krone aus Dornen, setzten sie Jesus auf das Haupt, legten ihm einen Purpurmantel um, verspotteten ihn und schlugen ihn ins Gesicht. Dann ging Pilatus hinaus zu den Juden und sprach: Seht, welch ein Mensch! Die Diener schrien: „Kreuzige, kreuzige ihn!“ Pilatus spricht zu ihnen: „Euren König soll ich kreuzigen?“

Die Priester sprachen: „Wir haben keinen König als nur den Kaiser!“ Dann wurde Jesus weggeführt. „Und er trug sein Kreuz und ging hinaus zur sogenannten Schädelstätte, die auf hebräisch Golgatha heißt.“ (Joh. 19, 17) Die Frage des Pilatus’ „Was hat er denn Übles getan?“ bleibt für immer unbeantwortet. Jesus hat nichts Übles getan, nur Gutes. (Mk. 15, 14. 28)

4. Die Sonne verlor ihren Schein

 

Vor den Augen der Weltöffentlichkeit wurde der Schöpfer der Welten gekreuzigt. Es geschah auf Golgatha in Jerusalem. Das Totenreich erzitterte als Jesus am Kreuz ausrief: „Eli, Eli, lama sabachtani = Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ 

Als Johann Sebastian Bach bei seiner Komposition der Matthäus- Passion an diese Stelle der Kreuzigungsgeschichte kam, rief er ganz erschüttert aus: „Gott von Gott verlassen – wer kann das fassen?“ Diese Worte drangen durch das Weltall und ließen die Gestirne erzittern. Sie konnten es nicht mit ansehen! Die Sonne verlor ihren Schein, und eine Finsternis bedeckte am helllichten Tag für drei Stunden das ganze Land! Das kannte Jesus nicht, dass sich sein Vater von dem geliebten Sohn, der dem Vater allezeit gehorsam war, abwendet. Doch dies eine Mal musste es sein. Aus Liebe zu uns musste der Vater seinen geliebten Sohn am Kreuz sterben lassen. Er würde ihn ja am dritten Tag vom Tod auferwecken. 

Der Vorhang im Tempel zerriss von oben bis unten. Der Zugang zum Allerheiligsten wurde für jedermann frei. Alle Gläubigen können nun allezeit ins Heiligtum treten. (Hebr. 10, 19- 22) Gräber taten sich auf und mehr als 500 Tote wurden auferweckt und sind vielen erschienen. Der Hauptmann, der dies alles sah, pries Gott, denn er kam zu der Überzeugung: „Wahrlich, dieser Mensch war gerecht!“ (Luk. 23, 47)

 

5. Er entäußerte und erniedrigte sich selbst

 

Als Jesus in der Gestalt Gottes war, „hielt er es nicht wie einen Raub fest, Gott gleich zu sein; sondern er entäußerte sich selbst, nahm die Gestalt eines Knechtes an und wurde wie die Menschen; und in seiner äußeren Erscheinung als ein Mensch erfunden, erniedrigte er sich selbst und wurde gehorsam bis zum Tod; ja zum Tod am Kreuz.“ (Phil. 2, 6- 8) 

Er verließ die Herrlichkeit bei Gott, er hielt die Gottgleichheit nicht wie einen Raub fest, sondern nahm die Gestalt eines Knechtes an. Er wurde niedrig, gering und arm, damit wir erhöht und reich würden. „Darum hat Gott ihn auch über alle Maßen erhöht und ihm einen Namen gegeben, der über alle Namen ist.“ (Phil. 2, 9) 

 

6. Die Schuld ist getilgt

 

Sein Gehorsam bis hin zum Tod am Kreuz hat sich für uns alle ausgezahlt. Er belastete sich selbst mit der ganzen Hypothek unserer Schuld und hat die Gesamtschuld aller Menschen auf sich genommen; er hat den gegen uns gerichteten Schuldschein zerrissen und für null und nichtig erklärt. Somit gehen wir frei aus. Paulus sagt: „Er hat auch euch, die ihr tot  wart in den Übertretungen… mit ihm lebendig gemacht, indem er euch alle Übertretungen vergab; und er hat die gegen uns gerichtete Schuldschrift ausgelöscht.“ (Kol. 2, 13- 14)

 

7. Er gab sein Leben hin

 

Jesus ist eine Gabe Gottes an alle Menschen. Er gab sich selbst hin. Ihm gebührt Preis und Dank und Anbetung! „So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn dahingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern ewiges Leben hat.“ (Joh. 3, 16) Die das Leiden und Sterben Jesu herbeiführten und ihn ans Kreuz nagelten, wussten nicht, was sie taten. Jesus betete für sie: „Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun!“ (Luk. 23, 34)

Viele Menschen töten heute die Gerechten. Sie wissen nicht, was sie tun, und ahnen nicht, welch ein furchtbares Gericht sie erwartet. Jesus gab sein Leben für dich und mich!

 

8. Die Macht der Finsternis

 

Kein Märtyrertod ist mit dem Opfertod Jesu zu vergleichen. Jesu Tod erwirkt Sühne-Vergebung. „Ihn hat Gott zum Sühnopfer bestimmt, das wirksam wird durch den Glauben an sein Blut..“ (Röm. 3, 25a) 

Und so wurde die dunkelste Stunde Jesu zum Licht und zu einem Hoffnungsstrahl für alle Gläubigen. Jesaja sagt: „Er wurde miss-handelt, aber er beugte sich und tat seinen Mund nicht auf, wie ein Lamm, das zur Schlachtbank geführt wird, und wie ein Schaf, das verstummt vor seinem Scherer und seinen Mund nicht auftut.“ (Jes. 53, 7; Joh. 1, 29) In Gethsemane kämpfte Jesus den Seelenkampf so heftig, dass sein Schweiß wie Blutstropfen auf die Erde fielen. Jesus sprach: „Meine Seele ist betrübt bis in den Tod.“ Und zu seinen Häschern: „Dies ist eure Stunde und die Macht der Finsternis.“ (Luk. 22, 53)

Das Gericht, das uns treffen sollte, nahm Jesus auf sich. Er ist in das Totenreich hinabsteigen und hat den Gläubigen des Alten Bundes den Sieg verkündet. Finsternis ist Gericht, sie kam über das ganze Land. Auch damals kam eine Finsternis als Gericht drei Tage lang über Ägypten. (2. Mo. 10, 21- 23) Jesus spricht: „Darin aber besteht das Gericht, dass das Licht in die Welt gekommen ist, und die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht; denn ihre Werke waren böse. Denn jeder, der Böses tut, hasst das Licht und kommt nicht zum Licht, damit seine Werke nicht aufgedeckt werden.“ (Joh. 3, 19. 20)

 

9. Des „Herren Tag“

 

„Des Herren Tag“ ist ein Tag der Finsternis über eine gottlose Welt. (Amos 5, 20) Der König der Wahrheit, der aus der Wahrheit lebte und für die Wahrheit zeugte und die Lügner entlarvte, der den Fluch von den Sündern wegtat, der wurde an ein Fluchholz gehängt. Der „Fürst des Lebens“ musste den Tod schmecken. Der Gerechte wurde zu den Ungerechten gerechnet, der Wohltäter zu den Übeltätern, der Unschuldige zu den Schuldigen. 

„Er hat uns errettet aus der Herrschaft der Finsternis und hat uns versetzt in das Reich des Sohnes seiner Liebe, in dem wir die Erlösung haben durch sein Blut, die Vergebung der Sünden.“ (Kol. 1, 13. 14)

Herzliebster Jesus, was hast du verbrochen, 

dass man ein solch scharf Urteil hat gesprochen? 

Was ist die Schuld, in was für Missetaten 

bist du geraten?

(Johann Crüger 1640)

 

 

31. Christus der Erlöser (gr.= lutrotes)

 

Der Psalmist sagt: „Sie verlassen sich auf ihr Vermögen und prahlen mit ihrem großen Reichtum. Und doch vermag kein Bruder den anderen zu erlösen; er kann Gott das Lösegeld nicht geben – zu teuer ist die Erlösung ihrer Seelen…“ (Ps. 49, 7- 9a)

 

1. Das Lösegeld- der Kaufpreis der Erlösung

 

Alles Gold und alles Geld dieser Welt reichen nicht aus, eine Seele vom Tod zu erlösen und zu erretten. Kein Mensch kann den anderen von seiner Schuld und dem göttlichen Gericht loskaufen. Gott suchte eine Lösung und fand einen Erlöser und sandte ihn auf die Erde, um uns zu erlösen. Alle Propheten, beginnend mit Mose, weisen auf ihn hin. Auch Elihu weist im Buch Hiob darauf hin. Er sagt: Wenn es dann für ihn (dem Menschen, der ohne einen Erlöser dem Tode geweiht ist) einen Gesandten gibt, einen Mittler…, so wird er sich über ihn erbarmen und sprechen: „Erlöse ihn, damit er nicht zur Grube hinabfahre; ich habe ein Lösegeld gefunden!“ (Hiob 33, 23. 24)

Jesus kam in die Welt, um uns zu erlösen. „Darum spricht er bei seinem Eintritt in die Welt: „Opfer und Gaben hast du nicht gewollt; einen Leib hast du mir bereitet. „Siehe, ich komme – in der Buchrolle steht von mir geschrieben – um deinen Willen, o Gott, zu tun!“ (Hebr. 10, 5. 7) Aufgrund dieses Willens sind wir geheiligt durch die Opferung des Leibes Jesu Christi, ein für allemal. (V. 10) Jesus ist einmal erschienen „zur Aufhebung der Sünde durch das Opfer seiner selbst. Und so gewiss es den Menschen bestimmt ist, einmal zu sterben, danach aber das Gericht, so wird Christus, nachdem er sich einmal zum Opfer dargebracht hat, um die Sünden vieler auf sich zu nehmen, zum zweiten mal denen erscheinen, die auf ihn warten, nicht wegen der Sünde, sondern zum Heil.“ (Hebr. 9, 26b- 28)

Das Lösegeld (gr.= lutron), der Kaufpreis musste bezahlt werden; sonst fielen wir alle unter das Gericht Gottes und hätten die Todesstrafe verdient. (Mk. 10, 45; 1. Petr. 1, 18. 19) Jesus hat den hohen Preis bezahlt und hat uns Gott erkauft mit seinem Blut. (Offb. 5, 9) „Denn ihr seid teuer erkauft; darum verherrlicht Gott in eurem Leib und in eurem Geist, die Gott gehören!“ (1. Kor. 6, 20)

 

2. Christus musste Fleisch und Blut annehmen

 

Niemand von den Menschen und keiner von den Engeln konnte uns erlösen. Es musste Gottes Sohn sein. Aber dazu musste er Mensch werden und Fleisch und Blut annehmen. Anders wäre Erlösung nicht möglich gewesen. Gottes Sohn wurde Mensch. Er musste Fleisch und Blut annehmen, um die Sünde im Fleisch zu verurteilen und zu richten. Vor seinem Kommen war das mosaische Gesetz. Es war kraftlos und konnte uns nicht erlösen. Mit Christus kam das Gesetz des Geistes des Lebens. Paulus sagt: „Denn das Gesetz des Geistes des Lebens in Christus Jesus hat mich freigemacht von dem Gesetz der Sünde und des Todes. Denn was dem Gesetz unmöglich war – weil es durch das Fleisch kraftlos war – das tat Gott, indem er seinen Sohn sandte in der gleichen Gestalt wie das Fleisch der Sünde und um der Sünde willen und die Sünde im Fleisch verurteilte, damit die vom Gesetz geforderte Gerechtigkeit in uns erfüllt würde, die wir nicht gemäß dem Fleisch wandeln, sondern gemäß dem Geist.“ (Röm. 8, 2- 4

 

3. Christus muss viele Werke wirken

 

„Ich muss die Werke dessen wirken, der mich gesandt hat, solange es Tag ist; es kommt die Nacht, da niemand wirken kann.“ (Joh. 9, 4; 14, 11) 

Es heißt: „Ich muss die Werke dessen tun, der mich gesandt hat.“ Jesus tat immer die Werke seines Auftraggebers. Und er tat sehr viele Werke, damit viele zum Glauben gelangen, dass er der Gesalbte, der Sohn Gottes ist. Johannes sagt: „Noch viele andere Zeichen tat Jesus vor seinen Jüngern, die in diesem Buch nicht geschrieben sind. Diese aber sind geschrieben, damit ihr glaubt, dass Jesus der Christus, der Sohn Gottes ist, und damit ihr durch den Glauben Leben habt in seinem Namen.“ (Joh. 20, 30. 31; 21, 25) Alles, was Jesus sagte oder tat, sagte und tat er nicht aus sich heraus, sondern in Absprache mit seinem Vater. Daher lesen wir auch: „Der Sohn kann nichts aus sich selbst aus tun, sondern nur, was er den Vater tun sieht; denn was dieser tut, das tut gleicherweise auch der Sohn.“ (Joh. 5, 19)

Wenn der Sohn Gottes davon abhängig ist was der Vater ihm aufträgt, wieso können wir dann vom Willen Gottes unabhängig Entscheidungen treffen, oder uns von dem abhängig machen, was fehlerhafte Menschen uns auftragen. Ich sage dies absichtlich provozierend; stelle dem aber die Worte des Paulus’ gegenüber, der sagt: „Wenn ich allerdings den Menschen noch gefällig wäre, so wäre ich nicht ein Knecht des Christus.“ (Gal. 1, 10b) Und auch dies: „Ihr seid teuer erkauft, werdet nicht Knechte der Menschen!“ (1. Kor. 7, 23)

Wie viel Dinge tun wir in der Reichsgottesarbeit, ohne Gott zu fragen, oder in der Gemeinde Jesu, ohne den Herrn der Gemeinde zu fragen? Wir entscheiden einfach selbst nach dem „gesunden Menschenverstand“, und dieser fragt nicht immer nach dem Willen Gottes. Unsere Pläne weichen oft von Gottes Plänen ab. An anderer Stelle sagt Jesus: „Meine Speise ist die, dass ich den Willen dessen tue, der mich gesandt hat, und sein Werk vollbringe.“ (Joh. 4, 34)

Als Botschafter Jesu Christi haben wir sogar die Pflicht, nichts anderes den Menschen zu verkaufen als die Botschaft Jesu Christi.

 

4. Christus musste seinen Brüdern ähnlich werden

 

Jesus kam in diese Welt. Die jungfräuliche Geburt Jesu war über-natürlich und besonders. Das musste der Engel Gabriel der Maria in seiner Ankündigung erklären. Er sagte: Siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären; und du sollst ihm den Namen Jesus geben. Dieser wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden; und Gott der Herr wird ihm den Thron seines Vaters David geben; und er wird regieren über das Haus Jakobs in Ewigkeit….“ (Luk. 1, 31- 33)

Nach seiner Auferstehung hatte Jesus eine Begegnung mit den zwei Frauen, die das leere Grab vorfanden. Zu ihnen sprach er: „Fürchtet euch nicht! Geht hin, verkündigt meinen Brüdern, dass sie nach Galiläa gehen sollen; dort werden sie mich sehen!“ (Matth. 28, 10)

„Denn sowohl der, welcher heiligt, als auch die, welche geheiligt werden, sind alle von einem. Aus diesem Grund schämt er sich nicht, sie Brüder zu nennen, sondern spricht: „Ich will meinen Brüdern deinen Namen verkündigen; inmitten der Gemeinde will ich dir lobsingen!“ Wiederum: „Ich will mein Vertrauen auf ihn setzen!“ Und wiederum: „Siehe, ich und die Kinder, die du mir gegeben hast.“ (Hebr. 2, 11- 13) 

Auch darin sind die Prophezeiungen erfüllt worden. Die Bibel spricht von Jesu Sklaven – Jesu Freunde – und Jesu Brüder.

Jesus hat sich für uns erniedrigt, und zwar freiwillig. „Wir sehen aber Jesus, der ein wenig niedriger gewesen ist als die Engel wegen des Todesleidens, mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt; er sollte ja durch Gottes Gnade für alle den Tod schmecken. Denn es war dem angemessen, um dessentwillen alles ist und durch den alles ist, der da viele Söhne zur Herrlichkeit führte, den Urheber ihres Heils durch Leiden zu vollenden. (Hebr. 2, 9. 10)

Jesus durchlebte also die Leiden seiner Brüder und konnte ein barmherziger Hohepriester werden. „Da nun die Kinder an Fleisch und Blut Anteil haben, ist er gleichermaßen dessen teilhaftig geworden, damit er durch den Tod den außer Wirksamkeit setzte, der die Macht des Todes hatte, nämlich den Teufel, und alle diejenigen befreite, die durch Todesfurcht ihr ganzes Leben hindurch in Knechtschaft gehalten wurden. Daher musste er in jeder Hinsicht den Brüdern ähnlich werden, damit er ein Hoherpriester würde... worin er selbst gelitten hat, als er versucht wurde, kann er denen helfen, die versucht werden.“ (V. 14. 15- 17)

 

5. Christus musste Knechtsgestalt annehmen

 

Jesaja gebraucht den Ausdruck Knecht: „Siehe, mein Knecht wird einsichtig handeln, er wird erhoben sein, erhöht werden und sehr erhaben sein.“ (Jes. 52, 13) Er sagt weiter: „Nachdem seine Seele Mühsal erlitten hat, wird er seine Lust sehen und die Fülle haben; durch seine Erkenntnis wird Mein Knecht, der Gerechte, viele gerecht machen, und ihre Sünden wird er tragen.“ (Jes. 53, 11)

Jesus nahm Knechtsgestalt an (Phil. 2, 7). Wer das Dienen als eine Sache der anderen ansieht und zu fein dafür ist, der hat alle Voraussetzungen zum Herrschen verspielt. Jesus band sich die Schürze um und wusch seinen Jüngern die Füße. Dann sprach er zu ihnen: „Versteht ihr, was ich euch getan habe? Ihr nennt mich Meister und Herr und sagt es mit Recht; denn ich bin es auch. Wenn nun ich, der Herr und Meister, euch die Füße gewaschen habe, so sollt auch ihr einander die Füße waschen; denn ein Vorbild habe ich euch gegeben, damit auch ihr handelt, wie ich an euch getan habe.“ (Joh. 13, 12- 15)

Das Dienen muss keine Last sein, sondern eine Lust werden. Denn ihr sollt so gesinnt sein, wie es Christus Jesus auch war! An anderer Stelle sagt Jesus: „Wer unter euch groß werden will, der sei euer Diener, und wer von euch der Erste werden will, der sei aller Knecht. Denn auch der Sohn des Menschen ist nicht gekommen, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben zu geben als Lösegeld für viele.“ (Mk. 10, 44. 45)

6. Christus musste leiden und sterben

Christus hatte sein Leiden und Sterben und seine Auferstehung von den Toten den Jüngern angekündigt. Es heißt von ihm: „Von da an begann Jesus seinen Jüngern zu zeigen, dass er nach Jerusalem gehen und viel leiden müsse von den Ältesten und obersten Priestern und Schriftgelehrten, und getötet werden und am dritten Tag auferweckt werden müsse.“ (Matth. 16, 21; Mk. 8, 31; Luk. 9, 22)

Aufgrund unserer Erlösungsbedürftigkeit musste Christus leiden und sterben. „Ohne Blutvergießen geschieht keine Erlösung.“ 

Sein Tod hat den Tod entmachtet und uns den Sieg gebracht. Es heißt: Der Tod ist verschlungen in den Sieg! Tod, wo ist dein Stachel? Totenreich, wo ist dein Sieg? Der Stachel des Todes aber ist die Sünde, die Kraft der Sünde aber ist das Gesetz. Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unseren Herrn Jesus Christus!“ (1. Kor. 15, 54-57)

Der neue Bund: Das Blut des Hohenpriesters Jesus Christus ist die Grundlage des neuen Bundes und der ewigen Erlösung. Von ihm heißt es: „Als aber der Christus kam als ein Hoherpriester der zukünftigen (Heils-) Güter, ist er durch das größere und vollkommenere Zelt, das nicht mit Händen gemacht, das heißt nicht von dieser Schöpfung ist, auch nicht mit dem Blut von Böcken und Kälbern, sondern mit seinem eigenen Blut ein für allemal in das Heiligtum eingegangen und hat eine ewige Erlösung erlangt.“ Hebr. 9, 11. 12)

Jesus hat uns eine bessere Hoffnung gebracht. Er ist Bürge und Mittler eines besseren Bundes geworden, der aufgrund von besseren Verheißungen festgesetzt wurde. (Hebr. 7, 19. 22. 25; 8, 6) Er hat eine „bessere Ordnung“ eingeführt. 

 

7. Christus musste von den Toten auferstehen

 

Jesus kündigte seinen Jüngern nicht nur an, dass er viel leiden und sterben müsse; er sagte auch, dass er am dritten Tag aufer-weckt werden müsse. (Matth. 16, 21b) Da Jesus in ständiger Verbindung mit dem Vater war, wusste er alles, was ihm begegnen würde. Die Jünger haben es zwar das Wort von der Auferstehung Jesu gehört, aber nicht erfasst. Ihr Glaube reichte nicht so weit. Christus ist wahrhaftig vom Tode auferstanden und vielen Jünger erschienen und begegnet. Paulus schreibt an die Gemeinde in Korinth: „Wenn aber Christus verkündigt wird, dass er aus den Toten auferstanden ist, wieso sagen denn etliche unter euch, es gebe keine Auferstehung der Toten? Wenn es wirklich keine Auferstehung der Toten gibt, so ist auch Christus nicht auferstanden! Wenn aber Christus nicht auferstanden ist, so ist unsere Verkündigung vergeblich, und vergeblich auch euer Glaube!“ (1. Kor. 15, 12- 14)

Es gab viele Zeugen seiner Auferstehung. (Apg.3, 15; 5, 30- 32) Gott musste Jesus auferwecken, er starb den Sühnetod, der Tod konnte den Gerechten nicht halten. Darum sagt Petrus: „Ihn hat Gott auferweckt, indem er die Wehen des Todes auflöste, weil es ja unmöglich war, dass Er von ihm festgehalten würde.“ (Apg. 2, 24) Gott musste ihn auferwecken, denn Jesus hat im Himmel und auf Erden wichtige Aufgaben zu erfüllen. Gott musste ihn auferwecken, „weil er einen Tag festgesetzt hat, an dem er den Erdkreis in Gerechtigkeit richten wird durch einen Mann, den er dazu bestimmt hat und den er für alle beglaubigte, indem er ihn aus den Toten auferweckt hat.“ (Apg. 17, 31)

 

8. Folgen und Auswirkungen der Auferstehung Jesu

  1. Die Auferstehung Jesu von den Toten ist eine Bestätigung für die Wirksamkeit des Sühneopfers Jesu. (Hebr. 9, 14) Jesus ist der „Erstgeborene“ aus den Toten, der die Schlüssel des Totenreichs und des Todes hat. (Offb. 1, 5. 18) Seine Auferstehung ist ein Triumph über die Mächte der Finster-nis. Der Sieg Jesu ist auch unser Sieg.
  2. Durch die Auferstehung Jesu haben wir die Hoffnung der Auferstehung. „Wenn wir aber mit Christus gestorben sind, so glauben wir, dass wir auch mit ihm leben werden, da wir wissen, dass Christus, aus den Toten auferweckt, nicht mehr stirbt; der Tod herrscht nicht mehr über ihn.“ (Röm. 6, 8. 9)
  3. Wir sind wiedergeboren zu einer lebendigen Hoffnung. „Gelobt sei Gott und der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns aufgrund seiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi aus den Toten.“ (1. Petr. 1, 3)
  4. Durch die Auferstehung Jesu war der Empfang des Heiligen Geistes möglich geworden. Petrus sagt: „Diesen Jesus hat Gott auferweckt; dafür sind wir alle Zeugen. Nachdem er nun zur Rechten Gottes erhöht worden ist und die Verheißung des Heiligen Geistes empfangen hat von dem Vater, hat er dies ausgegossen, was ihr jetzt seht und hört.“ (Apg. 2, 32. 33) 
  5. Durch die Auferstehung Jesu gibt es keine Verdammnis mehr für die Auserwählten Gottes: „Wer will gegen die Aus-erwählten Gottes Anklage erheben? Gott ist es doch, der rechtfertigt! Wer will verurteilen? Christus ist es doch, der gestorben ist, ja mehr noch, der auch auferweckt ist, der auch zur Rechten Gottes ist, der auch für uns eintritt!“ (Röm. 8, 33. 34)
  6. Jesus ist auch um unserer Rechtfertigung willen auferweckt worden. Paulus sagt: „ihn, der um unserer Übertretungen willen dahingegeben und um unserer Rechtfertigung willen auferweckt worden ist.“ (Röm. 4, 25) 
  7. Durch den auferstandenen Herrn werden wir vor dem kommenden Zorngericht Gottes bewahrt werden. „Denn wenn wir mit Gott versöhnt worden sind durch den Tod seines Sohnes, als wir noch Feinde waren, wie viel mehr werden wir als Versöhnte gerettet werden durch sein Leben!“ (Röm. 5, 10)

 

9. Ihn musste der Himmel aufnehmen

 

Als Jesus auf dem Weg nach Jerusalem war um dort zu sterben, bereitete er die Jünger auf seinen Weggang zum Vater vor. Sie waren immer noch schwer von Begriff; sie hofften, das Königreich Gottes würde unverzüglich erscheinen. Weil Jesus wusste, dass sein Tod, seine Auferstehung auch den Weggang zum Vater bedeuten, erzählt er ihnen das Gleichnis von den anvertrauten Pfunden: „Ein Edelmann zog in ein fernes Land, um sich die Königswürde zu holen und dann wiederzukommen.“ (Luk. 19, 12) Jesus selbst ist dieser Edelmann, der sich vom Vater die Königswürde holen muss. Auf diese Art mussten sich damals die oberen Herrscher Israels beim Cäsar in Rom ihre Herrscherwürde abholen. Jesus nennt uns weitere Gründe für den Weggang zum Vater: „Im Haus meines Vaters sind viele Wohnungen; wenn nicht, so hätte ich es euch gesagt. Ich gehe hin, um euch eine Stätte zu bereiten… so komme ich wieder und werde euch mit mir nehmen, damit auch ihr seid, wo ich bin.“ (Joh. 14, 2) 

Eine weitere Stelle hebt die Wichtigkeit seines Weggangs zum Vater hervor. Jesus sagt: „Doch ich sage euch die Wahrheit: Es ist euch nützlich, dass ich weggehe; denn wenn ich nicht weggehe, wird der Beistand nicht zu euch kommen; wenn ich aber hingehe, werde ich ihn zu euch senden.“ (Joh. 16, 7, Elb.) 

Der Beistand (gr. Parakleton) ist der Fürsprecher, Anwalt, Helfer. Ihn brauchten die Jünger, ihn brauchen auch wir nach Jesu Weggang. Jesus ging zum Vater, setze sich zur Rechten auf den Thron Gottes. (Hebr. 1, 3) Dort bleibt er als unser Hoherpriester, bis der Vater seine Feinde ihm zu Füßen gelegt hat, (Ps. 110, 1) und bis der Vater ihm ein Zeichen gibt, die Erlösten heimzuholen. Jesus ist als der „Vorläufer“ (gr.= prodomos) vor uns eingegangen. (Hebr. 6, 20) Bei seinem Weggang hat er uns Gaben anvertraut. Bei seiner Wiederkunft wird er den Einsatz der „Talente“ für ihn beurteilen und belohnen. Nach langer Zeit kam der „Edelmann“ in der Geschichte wieder. Jesus kommt wieder, das ist sicher. Die Schrift sagt: „Ihn muss der Himmel aufnehmen bis zu den Zeiten der, Wiederherstellung alles dessen, wovon Gott durch den Mund aller seiner heiligen Propheten von Alters her geredet hat.“ (Apg. 3, 21)

 

30. Die Wiederherstellung

 

Was nicht mehr besteht, kann (muss) wiederhergestellt werden. Den Staat Israel gab es schon lange nicht mehr. Die Juden waren verstreut in alle Länder der Erde. Ihre hebräische Muttersprache und die jüdische Religion hielten auch in der Zerstreuung „Diaspora“ über 2.000 Jahre aufrecht. Warum wurden sie denn zerstreut? Die Ansprache Hiskias an das Volk gibt uns Licht darüber. König Hiskia ließ gleich im ersten Jahr seiner Regierung die Priester und Leviten versammeln und sprach zu ihnen: „Hört mich, ihr Leviten! Heiligt euch nun und heiligt das Haus des Herrn, des Gottes eurer Väter, und schafft den Unflat aus dem Heiligtum! Denn unsere Väter haben treulos gehandelt und getan, was böse ist in den Augen des Herrn, unseres Gottes, und haben ihn verlassen. Und sie haben ihr Gesicht von der Wohnung des Herrn abgewandt und ihr den Rücken zugekehrt.“ (2. Chr. 29, 5. 6, Elb.)

Darum ist auch der Zorn des Herrn über Juda und Jerusalem herein-gebrochen, und er hat sie zu einem abschreckenden Beispiel, zu einem Gegenstand des Schreckens und Grauens, ja der höchsten Verachtung werden lassen, wie ihr es ja mit eigenen Augen sehen könnt.“ (Vers 8) 

Soweit der Hintergrund oder der Grund für die Zerstreuung des Volkes, die dann bald folgte. Gottes Gerichtsurteil galt jedoch nicht für alle Zeiten. Seine Gnadengaben und Berufungen können ihn nicht gereuen. Er züchtigt es hart, er erbarmt sich auch wieder. Und so konnten die Propheten Gutes weissagen: „Ich will euch sammeln aus allen Ländern und euch zurückbringen, und euch das Land Israel geben.“ (Hes. 11, 17) Der Exodus aus der damaligen Sowjetunion begann schon vor der Wende. Gott führt aus, was er verheißen hat, auch wenn die Feinde Israels sich laut empören. Mit der Rückführung Israels setzt Gott ein Zeichen den Völkern. So heißt es: „Da wird er dann den Völkern ein Zeichen aufrichten und die versprengten Israeliten sammeln und die Zerstreuten von Juda von den Enden der Erde zurückbringen.“(Jes.11, 12) 

Jeremia sagt: „Hört das Wort des Herrn, ihr Nationen, und meldet es auf den fernen Inseln und sagt: Der Israel zerstreut hat, wird es wieder sammeln und wird es leiten wie ein Hirte seine Herde!“(Jer. 31, 10) 

Israel musste 2.000 Jahre schwere Wege des Gerichts und der Läuterung gehen. Viele wollten die Endlösung der Juden. Gott hat mit Israel noch große Dinge vor! Darum wendet er sich am Ende dieser Gerichts- und Läuterungszeit seinem Volk gnädig zu. 

 

Ein Segen für alle Nationen

 

Sacharja sagt, dass Gott am Ende der Zeit sein Volk zum Segen für alle Völker setzen wird: „Und es wird geschehen: Wie ihr ein Fluch unter den Nationen gewesen seid, Haus Juda und Haus Israel, so werde ich euch retten, und ihr werdet ein Segen sein.“ (Sach. 8, 13)

Durch die 7- jährige antichristliche Trübsalszeit muss Israel allerdings hindurch, während die Schar der Erlösten aus Heiden- Christen und Juden- Christen vorher entrückt wird. (Dan. 9, 27; Matth. 24, 15- 28) Gott hat Israel zwar mit Blindheit geschlagen und zwar solange, bis die göttliche Vollzahl aus den Nationen erfüllt ist (Röm. 11, 25). Dann wird das ganze Volk ihren Messias erkennen und gerettet werden. Bis dahin aber öffnet Gott einzelnen Juden die Augen, die zur Schar der Erlösten hinzugetan werden. Denn „in Christus“ gibt es keinen Zaun und keine Absperrung zwischen Jeden und Christen. Jesus hat aus beiden „einen neuen Menschen“ geschaffen durch sein Kreuz „Denn durch ihn haben wir beide den Zutritt zu dem Vater in einem Geist.“ (Eph. 2, 18)

Für Zion kommt die Zeit der Zuwendung Gottes. Davon spricht David: „Du wirst dich aufmachen und dich über Zion erbarmen; denn die Zeit, dass du ihr Gnade erweist; die Stunde ist gekommen!“ (Ps. 102, 14) Die Einen wollen sie ins Meer werfen, aber daraus wird nichts. Stattdessen töten sich moslemische Brüder in Syrien gegenseitig. Niemand kann Israel austilgen, weil Gott auf seiner Seite kämpft. Und andere meinen, Gott habe doch Israel verworfen. Paulus Aufschluss darüber. Er sagt: „War es nun Gottes Absicht, dieses Volk fallen zu lassen, weil er sich endgültig von ihm abwenden wollte? Nie und nimmer! Weil das Volk Israel die rettende Botschaft abgelehnt hat, wurde der Weg bereitet, um den übrigen Völkern diese Botschaft zu bringen. Ihrem Beispiel soll Israel nun nacheifern. Bedenken wir aber, welchen Segen schon die ablehnende Haltung und die Schuld Israels allen anderen Völkern brachte, wie groß wird erst der Segen sein, wenn das ganze Israel für Christus gewonnen ist!“ (Röm. 11, 11. 12, „Hoffnung für alle“)

„Denn wenn ihre Verwerfung die Versöhnung der Welt zur Folge hatte, was wird ihre Annahme anderes zur Folge haben als Leben aus den Toten.“ (Röm. 11, 15)

Das jüdische Volk war in seiner langen Geschichte häufig dezimiert. Der abscheuliche Holocaust trug dazu bei. Das Volk der Juden war schon tot gesagt, aber es stand auf aus den Toten. Gott wachte über einen Überrest. „So ist nun auch in der jetzigen Zeit ein Überrest vorhanden aufgrund der Gnadenwahl.“(Röm. 11, 5) Im Mai 1948 wurde der Staat Israel gegründet mit der Stadt Jerusalem als Hauptstadt, die allerdings geteilt ist. Inzwischen leben nirgendwo mehr Juden als in Israel. Und nun geschieht auch das nächste Wunder vor den Augen der Nationen und der Christen in aller Welt: Tausende Juden erkennen ihren Messias und werden „Juden- Christen.“ Man nennt sie auch messianische Juden. Israel ist längst ins Rampenlicht der Weltöffentlichkeit gerückt. Araber und Palästinenser leben heute schon gern in Israel, weil sie dort als Bürger Freiheit genießen können, die sie in arabischen Ländern nicht haben. Wenn Gott Israel wiederherstellt, wer will ihn daran hindern? Am Ende dieses Zeitalters wird Israel ein Segen für alle Völker sein. Die Weissagung des Propheten Joel beginnt sich zu erfüllen: „Und ich werde euch die Jahre erstatten, welche die Heuschrecke, der Fresser, der Verwüster und der Nager verzehrt haben – mein großes Kriegsheer, das ich gegen euch gesandt habe; und ihr sollt genug zu essen haben und satt werden und den Namen des Herrn, eures Gottes, loben, der wunderbar an euch gehandelt hat; und mein Volk soll nie mehr zuschanden werden! Und ihr sollt erkennen, dass ich in Israels Mitte bin und dass ich, der Herr, euer Gott bin und keiner sonst; und mein Volk soll nie mehr zuschanden werden!“ (Joel 2, 25- 27)

Der Nahe Osten ist jetzt noch von Konflikten beherrscht, wird aber in nicht allzu ferner Zukunft von Ruhe und Frieden geprägt sein; und Israel wird eine Segensstätte für die Völker werden. Gott ist dabei, seinen Geist auszugießen! Was die Propheten geweissagt haben, wird erfüllt werden, auch die Worte Davids in obigen Psalm: „Dann werden die Heiden den Namen des Herrn fürchten und alle Könige auf Erden deine Herrlichkeit, wenn der Herr Zion gebaut hat und erschienen ist in seiner Herrlichkeit, wenn er sich zu dem Gebet der Verlassenen gewendet und ihr Gebet nicht verachtet hat.“(Ps. 102, 16- 18) Gott spricht: „Ich habe mich Jerusalem wieder voll Erbarmen  zugewandt; mein Haus soll darin gebaut werden.“ (Sach. 1, 16a)

 

Die Zeit der Wiederherstellung

 

Schritt für Schritt geschehen Dinge, die auf die Wiederherstellung Israels, der Errichtung des neuen Tempels, die Priesterordnung, der Opferdienst und die Einführung der Gottesdienste hinzielen. Gott geht es jetzt um sein Bundesvolk, auch wenn die Welt (die säkulare und die religiöse) dies nicht wahrhaben wollen. Das Hauptthema aller Propheten, von Mose bis Maleachi, ist Israel und seine Wiederherstellung. Der Name Israel, zusammen mit den Namen Juda, Judäa, Ephraim und anderen Namen für Israel erscheint 2.900 in der Bibel. Es gibt nur zwei Worte, die häufiger vorkommen, nämlich „Herr“ und „Gott.“ Die Bibel sagt: „Die Israeliten sind, denen die Sohnschaft und die Herrlichkeit und die Bündnisse gehören und die Gesetzgebung und der Gottesdienst und die Verheißungen.“ (Röm. 9, 4)

Christen begehen einen großen Fehler, wenn sie von ihrer Warte aus auf Israel und die Juden herabschauen. Bedenke: Jesus war ein Jude. Und Überheblichkeit war noch nie gut. Paulus sagt: „Wenn aber etliche der Zweige ausgebrochen wurden und du als ein wilder Ölzweig unter sie eingepfropft bist und mit Anteil bekommen hast an der Wurzel und der Fettigkeit des Ölbaums, so überhebe dich nicht gegen die Zweige! Überhebst du dich aber, so bedenke: Nicht du trägst die Wurzel, sonder die Wurzel trägt dich!“ (Röm. 11, 17. 18)

Die Gemeinde der Christen ist also als ein „wilder Ölzweig“ in den „edlen Ölbaum“ Israel eingepfropft und hineingekommen oder hinzugetan worden, nicht umgekehrt. In der Natur geschieht eine Veredelung genau umgekehrt. Am Ende wird es auch der Letzte merken: Nicht Israel wird zur Gemeinde hinzugetan werden, sonder die Gemeinde zum erlösten Israel. Durch Jesus erlangen wir die Vollmitgliedschaft. Wir sind volle Teilhaber der Sohnschaft, der Herrlichkeit, der Bündnisse, der Gesetzgebung, des Gottesdienstes und der Verheißungen Israels. 

Alles muss wiederhergestellt werden, auch die Königsherrschaft für Israel. Kurz vor seiner Himmelfahrt fragten ihn die Jünger: „Herr, stellst du in dieser Zeit für Israel das Reich (die Königsherrschaft) wieder her? Er sprach zu ihnen: „Es ist nicht eure Sache, Zeiten oder Zeitpunkte zu wissen, die der Vater in seiner eigenen Vollmacht festgesetzt hat.“ (Apg. 1, 6. 7; vergleiche Jer. 23, 5. 6; Hes. 37, 21- 28)

„Das sind die Worte, die ich zu euch geredet habe ,als ich noch bei euch war, dass alles erfüllt werden muss, was im Gesetz Moses und in den Propheten und den Psalmen von mir geschrieben steht.“(Luk 24, 44) 

Der Himmel musste Christus aufnehmen solange, bis zu den Zeiten der Wiederherstellung alles dessen, wovon Gott durch den Mund aller seiner heiligen Propheten von alters her geredet hat.“(Apg. 3, 21) Gott bewahrt auch während der großen Trübsalszeit den Überrest aus Israel, nämlich die 144.000 Auserwählten, aus allen Stämmen (Offb. 7, 3- 8). Er wird sie in das wiederhergestellte Königreich führen (Apg. 1, 6). Die „Zeit der Heiden“ wird dann vorüber sein (Luk. 21, 24). Denn die „Vollzahl der Heiden“, also die aus den Nationen Erretteten, wird erfüllt sein. (Apg. 15, 14; Röm. 11, 25)

 

 

 29. Wer wird bestehen?

 

„Siehe, er kommt! Spricht der Herr der Heerscharen. Wer aber wird den Tag seines Kommens ertragen, und wer wird bestehen, wenn er erscheint?“ (Mal. 3, 1b- 2)

Das erste Kommen Jesu in diese Welt, von den Propheten an-gekündigt, ging in Erfüllung. Das zweite Kommen Jesu ist an vielen Stellen in der Bibel erwähnt und wird auch in Erfüllung gehen. Niemand kennt den genauen Zeitpunkt seiner Wieder-kunft, nur der Vater im Himmel. Israel ist der Zeiger an Gottes Weltenuhr. Jesus selbst sagt über das Ende der Weltzeit: „Und es werden Zeichen geschehen an Sonne, Mond und Sternen, und auf Erden Angst der Heidenvölker vor Ratlosigkeit bei dem Tosen des Meeres und der Wogen, da die Menschen in Ohnmacht sinken werden vor Furcht und Erwartung dessen, was über den Erdkreis kommen soll; denn die Kräfte des Himmels werden erschüttert werden. Und dann werden sie den Sohn des Menschen kommen sehen in einer Wolke mit großer Kraft und Herrlichkeit.“ (Luk. 21, 25- 27) 

Jesus fügt ein Gleichnis an: „Seht den Feigenbaum und alle Bäume! Wenn ihr sie schon ausschlagen seht, so erkennt ihr von selbst, dass der Sommer jetzt nahe ist. So auch ihr: Wenn ihr seht, dass dies geschieht, so erkennt, dass das das Reich Gottes nahe ist.“ (V. 29- 31)

„Wenn aber dies anfängt zu geschehen, so richtet euch auf und erhebt eure Häupter, weil eure Erlösung naht.“ 

Der Feigenbaum Israel als Staat blüht seit Mai 1948. Alle Bäume sind die Heidenvölker, die zusehends erwacht sind und Knospen schlagen. Die Kolonien überall in der Welt befreiten sich von der Kolonialherrschaft und wurden souveräne Staaten. Jesus sprach: „Dieses Geschlecht wird nicht vergehen, bis alles geschehen ist.“

Nachdem Jesus vom Ölberg in den Himmel entrückt wurde, schauten ihm die Jünger einige Zeit nach. Da erschienen ihnen zwei Engel, die sprachen: „Ihr Männer von Galiläa, was steht ihr hier und seht zum Himmel? Dieser Jesus, der von euch weg in den Himmel aufgenommen worden ist, wird in derselben Weise wieder-kommen, wie ihr ihn habt in den Himmel auffahren sehen!“(Apg. 1, 11)

Nach der Himmelfahrt Jesu setzte eine Christenverfolgung ein. Damals gab es noch nicht viele Christen. Heute gibt es weltweit eine große Schar von Gläubigen; allein in China, wo Christen verfolgt werden, schätzt man ihre Zahl auf mehr als 30 Millionen. Damals hielt Petrus auch in Cäsarea eine Rede. Er sagte: „Und wir sind Zeugen alles dessen, was er im Land der Juden  und in Jerusalem getan hat. Ihn haben sie getötet, indem sie ihn ans Holz hängten. Diesen hat Gott auferweckt am dritten Tag und hat ihn offenbar werden lassen, nicht dem ganzen Volk, sondern uns, den von Gott vorher erwählten Zeugen, die wir mit ihm gegessen und getrunken haben nach seiner Auferstehung von den Toten. Und er hat uns geboten, dem Volk zu verkündigen und zu bezeugen, dass er der von Gott bestimmte Richter der Lebendigen und der Toten ist.“ (Apg. 10, 39- 42)

Wer wird bestehen am „Tag des Herrn?“ Wer kann ihm mit Freuden entgegen gehen, wenn er erscheint? Gottes Wort er-mahnt uns, auf die von Gott bestätigte Heilsverkündigung zu hören: „Darum sollten wir desto mehr auf das achten, was wir gehört haben, damit wir nicht etwa abgleiten. Denn wenn das durch Engel gesprochene Wort zuverlässig war und jede Übertretung und jeder Ungehorsam den gerechten Lohn empfing, wie wollen wir entfliehen, wenn wir eine so große Errettung missachten?“(Hebr. 2,1-3)

In unserer schnelllebigen Zeit sind die Menschen kurzatmig und kurz denkend, halten aber gern lange Reden. Denke über das Wort nach: „Habt acht, dass ihr den nicht abweist, der da redet!“

Die Erde und auch der Himmel werden noch einmal erschüttert werden. (Hebr. 12, 26) Der Prophet Haggai sagt: „Noch einmal, eine kurze Weile, werde ich den Himmel und die Erde erschüttern, das Meer und das trockene Land; und ich werde auch alle Heidenvölker erschüttern, und das Ersehnte der Heidenvölker wird kommen; und ich werde dieses Haus mit Herrlichkeit erfüllen…“ (Haggai 2, 6. 7)

„Ich werde Königsthrone umstoßen und die Macht der heidnischen Königreiche zertrümmern.“ (Vers 22)

Die Erschütterung hat längst begonnen. Die neusten Weltereignisse künden das baldige Kommen Jesu an.

 

28. Wort und Geist und König der Wahrheit

 

Am Ende seines Lebens sagte Buddha: „Ich suche immer noch nach Wahrheit.“ Armer Buddha! Er hat die Wahrheit nicht gefunden. Also werden viele durch seine Lehre in die Irre geführt. Unzählige Menschen unserer Zeit, Philosophen, Wissenschaftler und Lehrer der Weltreligionen verzweifeln am Ende. Der Philosoph und Nihilist Nietzsche lebte das letzte Jahr seines Lebens in geistiger Umnachtung. Die Wahrheit und den Sinn des Lebens wird der Mensch solange nicht finden, bis er Jesus gefunden hat: Er sagte: 

Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben…“(Joh. 14, 6)

     Der Erfinder des Lügendetektors hat 25.000 Menschen getestet, und er kam zu dem Ergebnis: Alle Menschen sind Lügner. Damit hat er nur bestätigt, was die Bibel sagt. (Röm. 3, 4) Die Lüge kommt von dem Widersacher Gottes, dem Teufel. Sie ist das ureigenste Wesen des Teufels. Die Gnade und Wahrheit ist durch Jesus Christus geworden. (Joh. 1, 17) Gott will, dass alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen. (1. Tim. 2, 4)

 

A) Das Wort der Wahrheit

 

„Des Herrn Wort ist wahrhaftig, und was er zusagt, das hält er gewiss!“ (Ps. 33, 4)    Durch das Wort ist die ganze Welt ins Dasein gerufen, durch das „Wort der Wahrheit“ sind auch wir gezeugt worden. (Jak. 1, 18)

Gottes Wort ist und bleibt das Wort der Wahrheit in alle Ewigkeit. Viele Leute haben eine Magenverstimmung bekommen, weil ihnen das nicht schmeckt. Jesus sprach zum Vater: „Heilige sie in deiner Wahrheit! Dein Wort ist die Wahrheit.“ (Joh. 17, 17)

Zu seinen Jüngern sprach Jesus: „Wenn ihr in meinem Wort bleibt, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger, und die Wahrheit wird euch frei machen!“ (Joh. 8, 31. 32)

Die Lüge hat im Endgericht Gottes keine Chance. Und der Vater der Lüge, der Teufel, hat dann sein böses Spiel ausgespielt. Der Wahrhaftige und die Wahrhaftigen stehen dann im Rampenlicht!

 

B) Der Geist der Wahrheit

 

Man kann Gott nur „im Geist und in der Wahrheit“ anbeten. (Joh. 16, 13; 4, 23. 24) Der Heilige Geist leitet uns in alle Wahrheit, denn er ist der Geist der Wahrheit. Schon bei der Schöpfung der Welt war der Heilige Geist aktiv. Von Jesus und vom Heiligen Geist will die Welt nichts hören. Paulus sagt uns warum: „Der natürliche  Mensch aber nimmt nicht an, was vom Geist Gottes ist; denn es ist ihm eine Torheit, und er kann es nicht erkennen, weil es geistlich beurteilt werden muss.“ (1. Kor. 2, 14) Johannes sagt: „Sie sind aus der Welt; darum reden sie von der Welt, und die Welt hört auf sie. Wir sind aus Gott. Wer Gott erkennt, hört auf uns; wer nicht aus Gott ist, hört nicht auf uns. Daran erkennen wir den Geist der Wahrheit und den Geist des Irrtums.“ (1. Joh. 4, 5. 6)

Der Heilige Geist ist der Geist Jesu Christi, der Geist der Gnade und der Wahrheit, der Geist der Liebe und der Güte, der Geist der göttlichen Weisheit und Herrlichkeit, der Kraft und der Autorität.

 

C) Der König der Wahrheit

 

Pilatus fragte Jesus: „Was hast du getan?“ Jesus antwortete: „Mein Reich (meine Königsherrschaft) ist nicht von dieser Welt; wenn mein Reich von dieser Welt wäre, so hätten meine Diener gekämpft, damit ich den Juden nicht überliefert würde, jetzt aber ist mein Reich nicht von hier. Da sprach Pilatus zu ihm: „Also bist du doch ein König?“ Jesus antwortete: „Du sagst es, dass ich ein König bin. Ich bin dazu geboren und dazu in die Welt gekommen, dass ich für die Wahrheit Zeugnis gebe. Jeder, der aus der Wahrheit ist, hört meine Stimme.“ (Joh. 18, 36. 37)

Der König der Wahrheit hat viele Millionen Königskinder in der Welt, die Jesu Stimme hören und ihm folgen. (Joh. 10, 27) Viele „Falsche Christi“ und falsche Lehrer können ihre Gefolgsleute täuschen und enttäuschen, Jesus enttäuscht dich nicht. Johannes sagt: „Wir wissen, dass der Sohn Gottes gekommen ist und uns Verständnis gegeben hat, damit wir den Wahrhaftigen erkennen. Und wir sind in dem Wahrhaftigen, in seinem Sohn Jesus Christus. Dieser ist der wahrhaftige Gott und das ewige Leben.“ (1. Joh. 5, 20)

27. Das verlorene Gottesbild

Durch den Ersten Adam kam die Sünde in die Welt,  durch den Zweiten Adam die Gnade, die Erlösung und die Rechtfertigung für alle, die glauben. „Der erste Adam wurde zu einer lebendigen Seele, der letzte (zweite) Adam zu einem lebendigmachendem Geist. Aber nicht das Geistliche ist des erste, sondern das Natürliche, danach kommt das Geistliche. Der erste Mensch ist von der Erde, irdisch; der zweite Mensch ist der Herr aus dem Himmel. (1. Kor. 15, 45- 47)

    Es heißt weiter: „Wie der Irdische beschaffen ist, so sind auch die Irdischen; und wie der Himmlische beschaffen ist, so sind auch die Himmlischen. Und wie wir getragen haben das Bild des Irdischen, so werden wir auch das Bild des Himmlischen tragen.“ (Verse 48. 49) 

Wir dürfen uns mit dem befassen, was wir einmal sein werden. Das Gottesbild, das Adam ursprünglich trug, ist nicht für alle Zeiten verloren. Wer sein altes, sündiges Leben abgelegt das neue Leben „in Christus“ im Glauben angelegt hat, wird auch das Bild des Himmlischen tragen, wenn er in Christus bleibt. Der erste Adam wurde von Gott geschaffen, der zweite Adam Jesus, ist von Ewigkeit her. Durch ihn wurde die Welt erschaffen.

 

Jesus verurteilte die Sünde im Fleisch

 

Er wurde Mensch und nahm Fleisch und Blut an. Jesus musste Mensch werden und Fleisch und Blut annehmen, damit wir Gott verstehen könnten. Er hat uns das Wesen Gottes in unserer menschlichen Sprache interpretiert und uns die Gedanken Gottes verständlich gemacht. Er musste ins Fleisch kommen, um die Sünde im Fleisch zu verurteilen. Paulus sagt: „S o gibt es jetzt keine Verdammnis (Verurteilung) mehr für die, welche in Christus Jesus sind, die nicht gemäß dem Fleisch wandeln, sondern gemäß dem Geist. Denn das Gesetz des Geistes des Lebens in Christus Jesus hat mich frei gemacht von dem Gesetz der Sünde und des Todes. Denn was dem Gesetz unmöglich war – weil es durch das Fleisch kraftlos war - , das tat Gott, indem er seinen Sohn sandte in der gleichen Gestalt wie das Fleisch der Sünde und um der Sünde willen und die Sünde im Fleisch verurteilte, damit die vom Gesetz geforderte Gerechtigkeit in uns erfüllt würde, die wir nicht gemäß dem Fleisch wandeln, sondern gemäß dem Geist.“ (Röm. 8, 1- 4) „Wandelt im Geist, so werdet ihr die Lust des Fleisches nicht vollbringen.“ (Gal. 5, 16)

     Wir konnten das Gesetz nicht halten, wir waren nicht ohne Fehl. Daher musste das Lamm Gottes kommen, um die Sünden der Welt zu tilgen. Der Gerechte machte uns gerecht. Wir müssen der Sünde im Fleisch nicht mehr dienen, weil Jesus die Sünde besiegt hat. Wir können ein Leben im Geist führen; dann sind wir frei vom Gesetz. „Denn die Sünde wird nicht herrschen können über euch, weil ihr nicht unter dem Gesetz seid, sondern unter der Gnade.“ (Röm. 6, 14)

 

Wozu noch das Gesetz? 

 

Gott führte sein Volk Israel aus der Knechtschaft Ägyptens. Das Volk lagerte sich in der Wüste Sinai gegenüber dem Berg Sinai. Und Gott rief Mose vom Berg aus. „Mose aber hinauf stieg zu Gott!“

Und Gott sagte ihm, was er dem Volk sagen sollte: „Ihr habt gesehen, was Ich an den Ägyptern getan habe, und wie Ich euch auf Adlers Flügeln getragen und euch zu mir gebracht habe. Wenn ihr nun wirklich meiner Stimme Gehör schenken und gehorchen werdet und meinen Bund bewahrt, so sollt ihr vor allen Völkern mein besonderes Eigentum sein; denn die ganze Erde gehört mir; ihr aber sollt mir ein Königreich von Priestern und ein heiliges Volk sein!“ (2. Mo. 19, 4- 6a)

Nun, wenn das kein Angebot ist! Das Volk sagte auch zu, aber es kam anders. Gott verfuhr mit Israel bis dahin in seiner freien Gnade. Eine neue Ära hatte in Israels Geschichte begonnen. Das Gesetz sollte das Mittel werden, durch das Israel „Gottes Eigentumsvolk“, „ein Königreich von Priestern“ und „ein heiliges Volk“ werden konnte, abgesondert und völlig anders von anderen Nationen. Diese Verheißung des Priestertums wird später aufgrund der Erlösung durch Jesus Christus auf die Gemeinde Jesu aus allen Nationen ausgedehnt. (vergleiche 1. Petr. 2, 9; Offb. 1, 6)

Gottes Bund mit Abraham sagte Heil und Gewissheit zu, weil er nur eine Bedingung stellte, nämlich dass der Mensch Gott glaubte. Das konnte das Gesetz nicht zusagen. Das Gesetz kam mit der furchterregenden Erscheinung Gottes auf dem Berg Sinai.

Brauchen wir das Gesetz noch, wo doch Jesus das Gesetz erfüllt hat und uns vom Gesetz losgekauft hat? (Matth. 5, 17; Gal. 4, 5) Das Gesetz zeigt die Übertretung auf, durch das Gesetz kommt Erkenntnis der Sünde. (Röm. 3, 20) „Darum, gleichwie durch einen Menschen die Sünde in die Welt gekommen ist und durch die Sünde der Tod, und so der Tod zu allen Menschen hingelangt ist, weil sie alle gesündigt haben, denn schon vor dem Gesetz war die Sünde in der Welt; wo aber kein Gesetz ist, da wird die Sünde nicht in Rechnung gestellt. Dennoch herrschte der Tod von Adam bis Mose …“ (Röm. 5, 12- 14a)

Paulus sagt uns, warum wir das Gesetz noch brauchen. Im Galaterbrief lesen wir folgendes: „Bevor aber der Glaube kam, wurden wir unter dem Gesetz verwahrt und verschlossen auf den Glauben hin, der geoffenbart werden sollte. So ist also das Gesetz unser Lehrmeister geworden auf Christus hin, damit wir aus Glauben gerechtfertigt würden. Nachdem aber der Glaube gekommen ist, sind wir nicht mehr unter dem Lehrmeister.“ (Gal.3, 23- 25)

 

B) Das Gottesbild in uns

„Du sollst dir kein Bildnis machen, noch irgend ein Gleichnis.“ Wie viel Bilderanbetung gibt es heute noch in einer aufgeklärten Zeit unter den Religionen! Und die Gottlosen „haben die Herrlichkeit des unvergänglichen Gottes vertauscht mit einem Bild, das dem vergänglichen Menschen und Tieren gleicht …“ (Röm. 1, 23) 

Gotteskinder sind aus dem Zustand des gefallenen Menschen in den Stand der Gotteskindschaft versetzt. Es heißt: „Er hat uns errettet aus der Herrschaft der Finsternis und hat uns versetzt in das Reich des Sohnes seiner Liebe, in dem wir die Erlösung haben durch sein Blut, die Vergebung der Sünden.“(Kol. 1, 13)

 Wir werden ihm gleichgestaltet werden ((1. Joh. 3, 2), wir werden verwandelt werden in sein Bild (1. Kor. 15, 51. 52), wir werden entrückt werden in den Wolken dem Herrn entgegen (1. Thess. 4, 17), und Jesus wird unseren Leib umgestalten, so dass er gleichförmig wird seinem Leib der Herrlichkeit.“ (Phil. 3, 21,Röm. 8, 29)

 

27. Das verlorene Gottesbild

 

Durch den Ersten Adam kam die Sünde in die Welt,  durch den Zweiten Adam die Gnade, die Erlösung und die Rechtfertigung für alle, die glauben. „Der erste Adam wurde zu einer lebendigen Seele, der letzte (zweite) Adam zu einem lebendigmachendem Geist. Aber nicht das Geistliche ist des erste, sondern das Natürliche, danach kommt das Geistliche. Der erste Mensch ist von der Erde, irdisch; der zweite Mensch ist der Herr aus dem Himmel. (1. Kor. 15, 45- 47)

    Es heißt weiter: „Wie der Irdische beschaffen ist, so sind auch die Irdischen; und wie der Himmlische beschaffen ist, so sind auch die Himmlischen. Und wie wir getragen haben das Bild des Irdischen, so werden wir auch das Bild des Himmlischen tragen.“ (Verse 48. 49) 

Wir dürfen uns mit dem befassen, was wir einmal sein werden. Das Gottesbild, das Adam ursprünglich trug, ist nicht für alle Zeiten verloren. Wer sein altes, sündiges Leben abgelegt das neue Leben „in Christus“ im Glauben angelegt hat, wird auch das Bild des Himmlischen tragen, wenn er in Christus bleibt. Der erste Adam wurde von Gott geschaffen, der zweite Adam Jesus, ist von Ewigkeit her. Durch ihn wurde die Welt erschaffen.

 Jesus verurteilte die Sünde im Fleisch

Er wurde Mensch und nahm Fleisch und Blut an. Jesus musste Mensch werden und Fleisch und Blut annehmen, damit wir Gott verstehen könnten. Er hat uns das Wesen Gottes in unserer menschlichen Sprache interpretiert und uns die Gedanken Gottes verständlich gemacht. Er musste ins Fleisch kommen, um die Sünde im Fleisch zu verurteilen. Paulus sagt: „S o gibt es jetzt keine Verdammnis (Verurteilung) mehr für die, welche in Christus Jesus sind, die nicht gemäß dem Fleisch wandeln, sondern gemäß dem Geist. Denn das Gesetz des Geistes des Lebens in Christus Jesus hat mich frei gemacht von dem Gesetz der Sünde und des Todes. Denn was dem Gesetz unmöglich war – weil es durch das Fleisch kraftlos war - , das tat Gott, indem er seinen Sohn sandte in der gleichen Gestalt wie das Fleisch der Sünde und um der Sünde willen und die Sünde im Fleisch verurteilte, damit die vom Gesetz geforderte Gerechtigkeit in uns erfüllt würde, die wir nicht gemäß dem Fleisch wandeln, sondern gemäß dem Geist.“ (Röm. 8, 1- 4) „Wandelt im Geist, so werdet ihr die Lust des Fleisches nicht vollbringen.“ (Gal. 5, 16)

     Wir konnten das Gesetz nicht halten, wir waren nicht ohne Fehl. Daher musste das Lamm Gottes kommen, um die Sünden der Welt zu tilgen. Der Gerechte machte uns gerecht. Wir müssen der Sünde im Fleisch nicht mehr dienen, weil Jesus die Sünde besiegt hat. Wir können ein Leben im Geist führen; dann sind wir frei vom Gesetz. „Denn die Sünde wird nicht herrschen können über euch, weil ihr nicht unter dem Gesetz seid, sondern unter der Gnade.“ (Röm. 6, 14)

 

Wozu noch das Gesetz? 

Gott führte sein Volk Israel aus der Knechtschaft Ägyptens. Das Volk lagerte sich in der Wüste Sinai gegenüber dem Berg Sinai. Und Gott rief Mose vom Berg aus. „Mose aber hinauf stieg zu Gott!“

Und Gott sagte ihm, was er dem Volk sagen sollte: „Ihr habt gesehen, was Ich an den Ägyptern getan habe, und wie Ich euch auf Adlers Flügeln getragen und euch zu mir gebracht habe. Wenn ihr nun wirklich meiner Stimme Gehör schenken und gehorchen werdet und meinen Bund bewahrt, so sollt ihr vor allen Völkern mein besonderes Eigentum sein; denn die ganze Erde gehört mir; ihr aber sollt mir ein Königreich von Priestern und ein heiliges Volk sein!“ (2. Mo. 19, 4- 6a)

Nun, wenn das kein Angebot ist! Das Volk sagte auch zu, aber es kam anders. Gott verfuhr mit Israel bis dahin in seiner freien Gnade. Eine neue Ära hatte in Israels Geschichte begonnen. Das Gesetz sollte das Mittel werden, durch das Israel „Gottes Eigentumsvolk“, „ein Königreich von Priestern“ und „ein heiliges Volk“ werden konnte, abgesondert und völlig anders von anderen Nationen. Diese Verheißung des Priestertums wird später aufgrund der Erlösung durch Jesus Christus auf die Gemeinde Jesu aus allen Nationen ausgedehnt. (vergleiche 1. Petr. 2, 9; Offb. 1, 6)

Gottes Bund mit Abraham sagte Heil und Gewissheit zu, weil er nur eine Bedingung stellte, nämlich dass der Mensch Gott glaubte. Das konnte das Gesetz nicht zusagen. Das Gesetz kam mit der furchterregenden Erscheinung Gottes auf dem Berg Sinai.

Brauchen wir das Gesetz noch, wo doch Jesus das Gesetz erfüllt hat und uns vom Gesetz losgekauft hat? (Matth. 5, 17; Gal. 4, 5) Das Gesetz zeigt die Übertretung auf, durch das Gesetz kommt Erkenntnis der Sünde. (Röm. 3, 20) „Darum, gleichwie durch einen Menschen die Sünde in die Welt gekommen ist und durch die Sünde der Tod, und so der Tod zu allen Menschen hingelangt ist, weil sie alle gesündigt haben, denn schon vor dem Gesetz war die Sünde in der Welt; wo aber kein Gesetz ist, da wird die Sünde nicht in Rechnung gestellt. Dennoch herrschte der Tod von Adam bis Mose …“ (Röm. 5, 12- 14a)

Paulus sagt uns, warum wir das Gesetz noch brauchen. Im Galaterbrief lesen wir folgendes: „Bevor aber der Glaube kam, wurden wir unter dem Gesetz verwahrt und verschlossen auf den Glauben hin, der geoffenbart werden sollte. So ist also das Gesetz unser Lehrmeister geworden auf Christus hin, damit wir aus Glauben gerechtfertigt würden. Nachdem aber der Glaube gekommen ist, sind wir nicht mehr unter dem Lehrmeister.“ (Gal.3, 23- 25)

 

B) Das Gottesbild in uns

„Du sollst dir kein Bildnis machen, noch irgend ein Gleichnis.“ Wie viel Bilderanbetung gibt es heute noch in einer aufgeklärten Zeit unter den Religionen! Und die Gottlosen „haben die Herrlichkeit des unvergänglichen Gottes vertauscht mit einem Bild, das dem vergänglichen Menschen und Tieren gleicht …“ (Röm. 1, 23) 

Gotteskinder sind aus dem Zustand des gefallenen Menschen in den Stand der Gotteskindschaft versetzt. Es heißt: „Er hat uns errettet aus der Herrschaft der Finsternis und hat uns versetzt in das Reich des Sohnes seiner Liebe, in dem wir die Erlösung haben durch sein Blut, die Vergebung der Sünden.“(Kol. 1, 13)

 

 Wir werden ihm gleichgestaltet werden ((1. Joh. 3, 2), wir werden verwandelt werden in sein Bild (1. Kor. 15, 51. 52), wir werden entrückt werden in den Wolken dem Herrn entgegen (1. Thess. 4, 17), und Jesus wird unseren Leib umgestalten, so dass er gleichförmig wird seinem Leib der Herrlichkeit.“ (Phil. 3, 21,Röm. 8, 29)

 

26. Mit dem König der Äonen herrschen

 

„Dem König der Äonen, dem unvergänglichen, unsichtbaren, alleinigen, weisen Gott sei Ehre und Verherrlichung für die Äonen der Äonen! Amen!“ (1. Tim. 1, 17, Konk.)

(Äon, gr. = Dauer eines Weltzeitalters) In diesem jetzigen, bösen Zeitalter übt Satan seine Macht noch aus. (Joh. 12, 31; 14, 30), obwohl er schon gerichtet ist (Joh. 16, 11). Seine Zeit, in der er Menschen versuchen und verführen darf, ist von Gott begrenzt und dem Ende nahe. Am Ende dieses Zeitalters wird Satan gebunden und außer Gefecht gesetzt werden für 1.000 Jahre. Während dieser Zeit wird König Jesus sein Friedensreich (Millennium) aufrichten. (Offb. 20, 1- 6; Dan. 7, 22. 27; Jes. 2, 2- 4).

     Von den Märtyrern, die also, die enthauptet worden waren um des Zeugnisses Jesu und um des Wortes Gottes willen und die das „Tier“ (Antichrist) nicht angebetet, noch sein Bild, noch das Malzeichen angenommen hatten, heißt es: „und sie wurden lebendig und regierten die 1.000 Jahre mit Christus.“ (Offb. 20, 4b)

 

A) Im Buch des Lebens 

 

Paulus erwähnt, dass die Namen seiner Mitarbeiter im Buch des Lebens stehen. (Phil. 4, 3) Im Himmel wird genau Buch geführt über alle Taten aller Menschen. Es gibt Bücher und ein besonderes Buch, das ist das „Buch des Lebens.“ Am Ende dieses Zeitalters kommen diese Bücher zum Einsatz im Endgericht am „Großen weißen Thron.“ (Offb. 20, 11- 15; Dan. 7, 10). Wiedergeborene Men-chen wissen, dass ihre Namen im Buch des Lebens stehen. Schon Mose und auch David wussten es. (2. Mo. 32, 32. 33; Ps. 69, 29). 

B) Bewährung des Glaubens 

Petrus sagt: „die wir in der Kraft Gottes bewahrt werden durch den Glauben zu dem Heil, das bereit ist, geoffenbart zu werden in der letzten Zeit. Dann werdet ihr jubeln, die ihr jetzt eine kurze Zeit, wenn es sein muss, traurig seid in mancherlei Anfechtungen, damit die Bewährung eures Glaubens (der viel kostbarer ist als das vergängliche Gold, das doch durchs Feuer erprobt wird) Lob, Ehre und Herrlichkeit zur Folge habe bei der Offenbarung Jesu Christi.“ (1. Petr. 1, 5- 7)

     Alle Gläubigen, auch die Verkündiger, müssen bewährt werden. Alle laufen und kämpfen in den festgesetzten Bahnen des Wortes Gottes. Paulus sagt: „Wisst ihr nicht, dass die, welche in der Rennbahn laufen, zwar alle laufen, aber nur einer den Preis erlangt? Lauft so, dass ihr ihn erlangt! So laufe ich nun nicht wie aufs Ungewisse…, sondern ich bezwinge meinen Leib und beherrsche ihn, damit ich nicht anderen verkündige und selbst verwerflich (gr. adokimon= unbewährt) werde.“ (1. Kor. 9, 24, 26a- 27) 

„Wisst ihr nicht…, dass die Heiligen die Welt richten werden? …, dass Ungerechte das Reich Gottes nicht erben werden? …, dass eure Leiber Glieder des Christus sind? …, dass euer Leib ein Tempel des in euch wohnenden Heiligen Geistes ist, den ihr von Gott empfangen habt, und dass ihr nicht euch selbst gehört?“ (1. Kor. 6, 2a, 9a, 15a, 19)

„Kämpfe den guten Kampf des Glaubens; ergreife das ewige Leben, zu dem du auch berufen bist…“ (1. Tim. 6, 12a)

Im Sendschreiben ergeht das Mahnwort Jesu an alle sieben Gemeinden: „Wer überwindet.“ An die Gemeinde zu Sardes sagt Jesus: „Wer überwindet, der wird mit weißen Kleidern bekleidet werden; und ich will seinen Namen nicht auslöschen aus dem Buch des Lebens, und ich werde seinen Namen bekennen vor meinem Vater und vor seinen Engeln.“ (Offb. 3, 5)

 

 

C) Söhne Gottes- Söhne der Auferstehung

 

Im Römerbrief heißt es: „Denn alle, die durch den Geist Gottes geleitet werden, die sind Söhne Gottes.“ (Röm. 8, 14) Und im Brief an die Philippergemeinde schreibt Paulus: „Ihn zu erkennen und die Kraft seiner Auferstehung und die Gemeinschaft seiner Leiden, indem ich seinem Tod gleichförmig werde, damit ich zur (Aus-) Auferstehung aus den Toten gelange.“ (Phil. 3, 10. 11)

Die Sadduzäer verleugneten  die Auferstehung der Toten. Sie stellten Jesus eine Fangfrage bezüglich der Auferstehung, und Jesus gab ihnen die Antwort: „Die Kinder dieser Weltzeit heiraten und lassen sich heiraten; diejenigen aber, die gewürdigt werden, jene Weltzeit zu erlangen und die Auferstehung aus den Toten, die werden weder heiraten noch sich heiraten lassen, denn sie können nicht mehr sterben; denn sie sind den Engeln gleich und Söhne Gottes, da sie Söhne der Auferstehung sind.“ (Luk. 20, 34- 36)

 

D) Mit Christus herrschen

 

Der Fürst, der in diesem Äon in der Luft herrscht, wird ein Ende haben (Eph. 2, 2; 6, 12) Er muss abtreten, denn Christus wird herrschen. Die Denkart der Gläubigen, ihr Sinnen und Trachten muss mehr auf das Himmlische gerichtet erden, nicht auf das Irdische. Paulus sagt: „Wenn ihr nun mit Christus auferweckt worden seid, so sucht das, was droben ist, wo der Christus ist, sitzend zur Rechten Gottes. Trachtet nach dem, was droben ist, nicht nach dem, was auf Erden ist; denn ihr seid gestorben, und euer Leben ist verborgen mit Christus in Gott.“ (Kol. 3, 1- 3)

     Das Sinnen auf geistliche Werte, die wir doch besitzen, muss gefestigt werden. Wir müssen wissen, wozu wir berufen sind. Die Macht und Stärke Jesu, sagt Paulus, „die hat er wirksam werden lassen in dem Christus, als er ihn zu seiner Rechten setzte in den himmlischen Regionen, hoch über jedes Fürstentum und jede Gewalt, Macht und Herrschaft und jeden Namen, der genannt wird, nicht allein in dieser Weltzeit, sondern auch in der zukünftigen.“ (Eph. 1, 20. 21)

Weil Christus auferstanden ist, werden auch die Gläubigen auferstehen. Dann wird es heißen: Sie sind mit Christus auferstanden! Sie leben und regieren mit Christus in Ewigkeit!     Dann wird es Realität werden: Der siebte Engel wird in die Posaune stoßen, laute Stimmen werden im Himmel ertönen, die sprechen: „Die Königreiche der Welt sind unserem Herrn und seinem Christus zuteil geworden, und er wird herrschen von Ewigkeit zu Ewigkeit!“ (Offb. 11, 15)

 

25. Das Fundament des Glaubens 

 

„Es ist der Glaube ein Beharren auf dem, was man hofft, eine Überzeugung von Tatsachen, die man nicht sieht.“ (Hebr. 11, 1) 

Der Glaube ist kein vages Bangen, sondern eine feste Gewissheit und eine Überzeugung von Tatsachen, die man nicht sieht. 

Gott gab uns festen Stand unter den Füßen, ein Fundament, eine Grundlage, einen Halt, eine Orientierung und Ausrichtung: Jesus. Und das Wort der Wahrheit, woraus der Glaube kommt. Jesus ist der Grund unseres Glaubens. Alles ist durch ihn und für ihn geschaffen. „Einen anderen Grund kann niemand legen außer dem, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus.“ (1.Kor. 3,11)

Wir haben ein Fundament von Gott. Und was Gott gelegt hat, kann niemand verändern. Darauf können wir bauen. Wenn auch jemand brennbare Dinge darauf baut, (1. Kor. 3, 12f) so wollen wir doch Gold, Silber und Edelsteine darauf bauen. Denn alle Werke der Gläubigen werden am Ende durchs Feuer geoffenbart und einer Bewährungsprobe ausgesetzt werden. Ein Fundament hält den ganzen Bau zusammen und bewahrt das Gebäude auch bei Sturm vor dem Zusammensturz. Ein Kluger baut sein Haus nicht auf Sand, sondern auf ein Fundament oder einen Felsen. Jesus ist und der Gründer der Gemeinde und der Grund unseres Glaubens. Alle Religionsstifter sonst errichten etwas Grundloses, nichts von Gott Gelegtes oder Gewirktes. Was Gott nicht spricht, legt oder wirkt, ist haltlos, grundlos und vergänglich.

 

A) Eckstein – lebendiger Stein – die lebendigen Steine

 

Jesus ist der Eckstein unseres geistliches Hauses. Ein Maurer, der die Wände mauert, beginnt damit immer an den Ecken; sie halten die ganze Wand zusammen, und nach dem Eckstein wird alles ausgerichtet. Petrus bezeichnet die Erbauer des geistlichen Hauses auch als lebendige Steine. Petrus schreibt: „Da ihr zu ihm gekommen seid, zu dem lebendigen Stein, der von den Menschen zwar verworfen, bei Gott aber auserwählt und kostbar ist, so lasst auch ihr euch nun als lebendige Steine aufbauen, als ein geistliches Haus, als ein heiliges Priestertum, um geistliche Opfer darzubringen, die Gott wohlgefällig sind durch Jesus Christus. Darum steht auch in der Schrift: „Siehe, Ich lege in Zion einen auserwählten, kostbaren Eckstein, und wer an ihn glaubt, soll nicht zuschanden werden.“ (1. Petr. 2, 4- 6)

Für uns ist dieser Eckstein kostbar, „für die aber, die sich weigern zu glauben, gilt: „Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, der ist zum Eckstein geworden, ein Stein des Anstoßens und ein „Fels des Ärgernisses.“ Weil sie sich weigern, dem Wort zu glauben, nehmen sie Anstoß, wozu sie auch bestimmt sind.“ (Verse 7- 8) 

Wir sind keine Fremdlinge, sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen, aufgebaut auf der Grundlage der Apostel und Propheten, da Jesus Christus der Eckstein ist.“ (Eph. 2, 19.20) 

 

B) Anfänger und Vollender des Glaubens

 

Nicht wir sind es, sondern Jesus ist es, der das gute Werk des Glaubens in uns angefangen hat. Und was er angefangen hat, das vollendet er auch! Jesus wirkt den Glauben in uns. Das ist doch kostbar zu wissen. Wir müssen uns nicht selbst bemühen und anstrengen zu glauben, wir müssen ihn jedoch wirken lassen, der in uns Wohnung genommen hat. Paulus bringt im Brief an die Philippergemeinde seine feste Überzeugung zum Ausdruck, dass der, „welcher in euch ein gutes Werk angefangen hat, es auch vollenden wird bis auf den Tag Jesu Christi.“(Phil. 1, 6) 

Er ist (gr. archegos- Urheber, Anfänger) und (gr. teleiotes– Vollender) des Glauben. (Hebr. 12, 2) Doch Gott macht uns tüchtig zu guten Werken. „Nicht, dass wir von uns selbst aus tüchtig wären, so dass wir uns selbst etwas anrechnen dürften, als käme es aus uns selbst, sondern unsere Tüchtigkeit kommt von Gott.“(2. Kor. 3, 5)

Im Epheserbrief sagt Paulus: „Denn aus Gnade seid ihr errettet durch den Glauben, und das nicht aus euch Gottes Gabe ist es; nicht aus den Werken, damit niemand sich rühme.“ (Eph. 2, 8)

Gottes Gnadengabe und ist ein Geschenk. Du kannst es nicht verdienen, oder dich dessen rühmen. Gottes Wort ist authentisch, wahrhaftig und zuverlässig, und darum auch glaubwürdig. Wer die Bibel nicht liest, kann den Muslimen keine Antwort geben auf die Frage nach der Lehre des Christentums, und Jesus nicht glaubhaft bekennen. Gottes Verheißungen wurden tausendfach erlebt. Gottes Wort ist erfahrbar. Johannes schreibt: „Was wir gesehen und gehört haben, das verkündigen wir euch.“ (1. Joh. 1,3) 

Die Jünger konnten ihn sogar betasten. Dennoch waren sie an Ort und Stunde gebunden, wir sind es nicht. Gott hatte noch eine bessere Idee: Jesus sandte uns den Heiligen Geist. Die Jünger damals hatten nur zeitweise Gemeinschaft mit Jesus. Heute dürfen wir allezeit Gemeinschaft mit ihm haben durch den Heiligen Geist. Und das ist noch nicht alles: Millionen von Gotteskindern in der ganzen Welt können gleichzeitig allezeit durch ihn zu Gott, dem Vater, beten. Jesus sagt: „Glaubt an Gott und glaubt auch an mich!“ „Habt den Glauben Gottes!“ (Joh. 14,1)

Gottes Wort praktizieren bedeutet, den Glauben Gottes betätigen, den Jesus in uns wirkt. 

 

C) Notwendigkeit des Glaubens

 

Ohne Glauben kann kein Mensch leben. Wir Menschen ver-trauen täglich tausend Dingen, die wir oft als selbstverständlich hinnehmen. Wir vertrauen dem Wetter, auch wenn schwarze Wolken über uns hängen, und wir gehen ohne den Schirm los. Wir vertrauen uns dem Straßenverkehr an, wir vertrauen den Piloten, wenn wir im Flugzeug sitzen, wir vertrauen der Nahrung, die wir kaufen und hoffen dass sie uns nicht schadet, was uns nicht immer gelingt. Und so könnte man die Aufzählung fortführen. Menschen kann man nicht immer vertrauen. Gott kann man immer vertrauen, Gott kann nicht lügen. (Hebr. 6, 18) „Wenn der Menschensohn kommt, wird er auch den Glauben finden auf Erden?“ (Luk. 18, 8) 

Der Glaube ist notwendig, um Gott wohl zugefallen (Hebr. 11, 6), 

um gerettet und  gerecht zu werden (Apg. 16, 31; (Röm. 3, 28),

um Heil und Heilung zu erfahren (Mk. 16, 17f),

um die Herrlichkeit Gottes zu sehen (2. Mo. 16, 10; Hes 44). 

„Herr, mehre uns den Glauben!“ 

„Prüft euch selbst, ob ihr im Glauben seid.“ (2. Kor. 13, 5)

Lasst uns feststehen im Glauben. (1. Kor. 16, 13)

Lasst uns  ausharren im Glauben! (Hebr. 10, 38. 39)

Lasst uns den Glauben bewahren! (2. Tim. 1, 12- 14)

„Weil du das Wort vom standhaften Ausharren auf mich bewahrt hast, werde auch ich dich bewahren vor der Stunde der Versuchung, die über den ganzen Erdkreis kommen wird, damit die versucht werden, die auf der erde wohnen.“ (Offb. 3, 10) „Siehe, ich komme bald (schnell, plötzlich); halte fest, was du hast, damit niemand deine Krone nehme!“ (Vers 11)

„So habt nun acht auf euch selbst und auf die ganze Herde… Denn ich weiß, dass nach meinem Abschied räuberische Wölfe zu euch hineinkommen werden, die die Herde nicht schonen …“ (Apg. 20, 28. 29) 

„Simon, ich habe für dich gebetet, dass dein Glaube nicht aufhöre.“

„Ich habe den guten Kampf gekämpft, den Lauf vollendet, den Glauben bewahrt.“ (Luk. 32, 22;  2. Tim 4, 7)